Hitler in Hof? NS-Kunst in der Christuskirche

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Wie wir die Figur Hitlers im Bild des Berliner Kunstprofessors Holst in der Christuskirche aus dem Zeitkontext des Jahres 1939 und der "deutschen Kunst“ erklären können.

Am Mittwoch, 28. Januar um 19.30 Uhr lädt die evangelische Erwachsenenbildung Hochfranken mit Pfr. Martin Müller in Zusammenarbeit mit dem Langnamenverein (Dr. Axel Herrmann)  und dem Kulturamt der Stadt Hof in den Gemeindesaal der Christuskirche ein.

Die Darstellung Hitlers auf einem Bild in der Christuskirche Hof sorgt für Aufsehen. Vor dem Hintergrund seines neuen Buches „Blendwerke“ vertieft der Berliner Professor Dr. Wolfgang Ruppert, ein gebürtiger Hofer, seine These, dass der Kunstprofessor Richard Holst neben Christus sehr bewusst Adolf Hitler malte. Hintergrund war die zwischen 1938 und 1941 sehr hohe Popularität „des Führers“ in der „Zustimmungsdiktatur“ (Götz Aly). Bei einem Teil der evangelischen Protestanten genoss dieser hohes Ansehen, weil mit ihm Deutschlands „Wiederaufstieg“ zur europäischen Vormacht seit 1938, neue militärische Stärke und die Vision einer großen Zukunft im „arischen“ Zukunftsstaat verbunden wurden. Dieses „nationale Lager“ unterstützte zeitgleich die Exklusion der „Nicht Arier“ und in Teilen die Euthanasie. Der Maler Holst, der Hitler den Rang eines (weltlichen) „Erlösers“ gab, teilte die "NS-Weltanschauung“ und galt als prominenter und erfolgreicher Repräsentant der "deutschen Kunst.“

Der Vortrag Rupperts stellt Hintergründe künstlerischen Schaffens im Dritten Reich vor und auf dieser Basis eine der wissenschaftlichen Perspektiven auf die Darstellung Hitlers in der Christuskirche. Im Nachgang an den Vortrag findet ein kurzes, vom Kulturamtsleiter Fabian Riemen moderiertes Nachgespräch mit Expert:innen statt.