47 Jahre im Dienst der Kirche: Monika Köppel-Meyer feierlich verabschiedet

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Monika Köppel-Meyer

Hof. Bei der Dekanatssynode Hof am 25. April 2026 wurde Monika Köppel-Meyer für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement in der evangelischen Kirche gewürdigt und verabschiedet. Seit 1979 – dem Jahr ihrer Konfirmation in Döhlau – hat sie sich auf Gemeinde-, Dekanats- und Landesebene mit bemerkenswerter Kontinuität und Leidenschaft eingebracht.

Von Döhlau bis ins Kirchenparlament

Begonnen hatte alles in der Heimatgemeinde Döhlau: Kindergottesdienst, Jungschar, Teestube – Monika Köppel-Meyer war von Anfang an mitten drin, wo Menschen zusammenkommen. 24 Jahre gehörte sie dem Kirchenvorstand in Döhlau an, davon zwölf Jahre als Vertrauensfrau.

Im Jahr 2000 wurde sie zur Dekanatsfrauenbeauftragten berufen; 2007 folgte die Wahl ins Präsidium der Dekanatssynode Hof - drei Perioden lang bis 2025 amtierte sie als Präsidin. Ende 2019 wurde Monika Köppel-Meyer schließlich in die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gewählt, wo sie bis 2026 im Ausschuss „Bildung, Erziehung und Jugend" sowie im Arbeitskreis „Gemeinde unterwegs" mitarbeitete.

Kreativität in schwierigen Zeiten

Besonders in Krisenzeiten bewies Köppel-Meyer Ideenreichtum: Im ersten Corona-Frühjahr 2020 erreichte dank ihrer Initiative ein persönlicher Osterbrief alle evangelischen Haushalte im Dekanat Hof. Ein Jahr später, als Hof bundesweiter Corona-Hotspot war, organisierte sie maßgeblich die Aktion „Hoffnungsworte" mit – großflächige Transparente mit Bibelworten und Zitaten an über 20 Kirchen in Hof und Umgebung, die überregional Beachtung fanden.

Bereits 2017 hatte sie im Reformationsjahr die Reihe „100 Mal Glaube im Gespräch" angestoßen, die theologische Gesprächsrunden an ungewöhnlichen Orten wie Bankschalterhallen ermöglichte.

„Du hast der Landessynode gut getan"

In seiner Laudatio würdigte Dekan i. R. Günter Saalfrank auf der Dekanatssynode am 25. April 2026 ihr Wirken mit den Worten: Monika Köppel-Meyer habe stets nicht nur die eigene Gemeinde im Blick gehabt, sondern immer das große Ganze. Ein Mitglied des Präsidiums der Landessynode brachte es auf den Punkt: „Du hast der Landessynode gut getan."

Engagement geht weiter

Mit ihrer Verabschiedung endet Monika Köppel-Meyers Engagement nicht vollständig: Sie wird den laufenden Vereinigungsprozess der drei Dekanate Hof, Münchberg und Naila bis zur geplanten Fusion 2027 weiter begleiten und der Stiftung „Kirchen bewahren" ehrenamtlich verbunden bleiben.

Ihr Konfirmationsvers aus dem 1. Korintherbrief – „Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unsers Herrn" – hat sie seit 1979 auf ihrem Weg begleitet und prägt ihr Verständnis von Dienst und Gemeinschaft bis heute. 

Das Dekanat Hof dankt Gott für diesen Menschen, der soviel Gutes im Dienste des Evangeliums gewirkt hat. 1000 Dank, liebe Monika Köppel-Meyer - und bleiben Sie auch weiterhin Gott befohlen!