"Trotzdem Ja zum Leben sagen" - Viktor E. Frankl - Sucher nach Sinn

Der Wiener Psychiater Viktor E. Frankl  (1905-1997) gilt in Amerika unbestritten als der dritte der "großen Wiener" nach Sigmund Freud und Alfred Adler. In Deutschland ist er jedoch noch immer weithin unbekannt. Das wird der kaum verstehen, den einmal sein erschütterndes Zeugnis über seine Jahre im KZ angerührt hat und sein Lebensmut "dennoch" ("Trotzdem ja zum Leben sagen"). Lernen Sie diesen außergewöhnlichen Menschen kennen bei einem Abend mit Pfarrer i.R. Heiko-Uwe Beuerle aus Hof: Am 3. März um 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Michaelis!

 Wer mit der Bibel einigermaßen vertraut ist, wird erinnert an das "Dennoch" des Psalmisten: "Dennoch bleibe ich stets an dir ..." (Ps.73,23) Dem Lust- und dem Machttrieb (Freud und Adler) stellt Frankl den Sinnwillen entgegen. Seiner "Höhenpsychologie" (der "Tiefenpsychologie" entgegengesetzt) gab er den Namen "Logotherapie": Logos, dieses vieldeutige Wort, heißt  hier nicht "Sprache", sondern "Sinn". Und Sinn muß immer gefunden , er kann niemals verordnet werden. Dem Sinn sind nach Frankl Werte zugeordnet. Dabei unterscheidet er drei Wertegruppen: Die schöpferischen Werte - von der Arbeit, der der Mensch noch nicht entfremdet ist, bis zur Kunst -, die Erlebniswerte - hier geht es um liebevolle Annäherungen an "Gott und die Welt"- und die Einstellungswerte - von der täglich nötigen Einstellung zu allen "Dingen" bis zur Einstellung gegenüber dem Schicksal und dem Tragischen, gegenüber der "tragischen Trias" Schuld, Leid und Tod.

Das Besondere der Einführung in Frankls Gedankenwelt ist der Versuch, den Hörer über markante  Verse in ein Erleben mithineinzunehmen, in dem auch die beiden anderen Werte aufleuchten.