Sicherheit wird bei Kirchen großgeschrieben

 

 

 

 

 


Hof.
Sehr irritiert zeigt sich der evangelische Dekan Günter Saalfrank über Äußerungen des Hofer Impfarztes Stephan Kudlich, die Kirchen hätten wegen der Corona-Pandemie seit Monaten geschlossen werden müssen. „Sicherheit wird bei den Kirchen großgeschrieben“, betont der Theologe. Deshalb seien sehr schnell Hygiene- und Sicherheitskonzepte für Gottesdienste entwickelt worden. Ministerpräsident Markus Söder habe dies als beispielhaft beschrieben. Saalfrank zufolge wird auf Hygiene, Abstand und Maske geachtet. Seit Weihnachten würden FFP2-Masken verwendet werden, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.

Kirchengemeinden gehen nach Einschätzung des Dekans durchweg sehr verantwortungsvoll mit den Herausforderungen durch die Pandemie um: „Kirchenvorstände haben darum gerungen, in welcher Form Gottesdienste gefeiert werden sollen – ob als Präsenzfeiern oder auf digitalem Wege. Oder ob es andere geistliche Angebote braucht. “So sei etwa Weihnachten auf vielfältige Weise gefeiert worden.

Pauschale Äußerungen im Blick auf Kirchen helfen – so Saalfrank - nicht weiter. Sie würden zudem den unterschiedlichen Situationen nicht gerecht: „Gotteshäuser können nicht über einen Kamm geschert werden.“ Es sei ein enormer Unterschied zwischen der großen Michaeliskirche in Hof und kleinen Dorfkirchen. Auch müsse berücksichtigt werden, ob und wie die Gotteshäuser gelüftet werden können.

Kirchengemeinden gehen dem Dekan zufolge mit dem grundgesetzlich garantierten Recht auf freie Religionsausübung „sehr sorgsam“ um. Es sei ihr Auftrag, gerade in schwierigen Zeiten den Menschen vom Evangelium her Halt und Trost zu geben: „Gottesdienste gehören zur Grundversorgung im Leben.“ Durch sie werde das „innere Immunsystem“ von Menschen gestärkt. Gerade auf den seelischen Halt komme es in Corona-Zeiten an – neben den Impfungen.