Festgottesdienst in St. Michaelis: Das Kreuz als Zeichen der Liebe leuchtet jetzt hoch über Hof

Dr. Dorothea GreinerHof. „Ein krönender Abschluss der Sanierungsarbeiten“ an der St. Michaeliskirche ist die Beleuchtung der beiden Kreuze auf den Turmspitzen – das sagte Reginalbischöfin Dr. Dorothea Greiner (Bild) in ihrer Predigt beim Festgottesdienst am 1. Advent.  Die Kreuze trügen die Botschaft hinaus in die Welt: „Dir ist vergeben, Christus ist für dich gestorben.“ Sie böten Orientierung nicht nur dafür, wo die Kirche stehe, sondern auch wofür. Indem die Kreuze erleuchtet würden – seit dem 1. Advent abends –  werde auch das Zeichen der Liebe hell scheinen. Zum Bild siehe nächste Seite!Die Kreuze seien jedoch kein Zeichen des Siegs der Macht über andere, zum Beispiel über den Islam. „Was wir bei Pegida erleben, ist ein Missbrauch des Kreuzes“, betonte Greiner eindrücklich. Hier werde das Kreuz als völkisches Symbol missbraucht. Zu den Sorgen einer Selbstauflösung der christlichen Kultur in einer Multi-Kulti-Gesellschaft sagte sie, die Menschen bräuchten tatsächlich „viel mehr christliche Liebe“, die Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Sie müsse erkennbar sein, auch im Zeichen des Kreuzes. „Christus kämpfte für die Liebe, nicht für eine Religion oder die Macht eines Volkes“, sagte die Regionalbischöfin. Die ganze Predigt können Sie hier  in voller Länge lesen.

In seinen Dankesworten erläuterte Dekan Günter Saalfrank, dass die Beleuchtung der Turmspitzen ursprünglich gar nicht geplant gewesen sei.  Dank moderner LED-Technik könne diese nun aber mit einem minimalen Energieaufwand realisiert werden. Er dankte den Handwerkern und beteiligten Firmen sowie dem Architekten Günter Hornfeck für die konstruktive Zusammenarbeit. „Gott sei Dank lief alles unfallfrei ab“, schloss er. An die Worte des Dekans schlossen sich Grußworte von Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner und Landrat Dr. Oliver Bär an. Musikalisch bereicherten die Michaeliskantorei und Dr. Dominik Scheruhn an der Trompete den Gottesdienst.

Ein „Nebenprodukt“ der Sanierung ist an den Wochenenden im Advent in der Offenen Kirche zu sehen: Bilder der beiden Fotografen Andreas Geißer und Andreas Rau, die diese von den verhüllten Türmen und weiteren Details der Kirche, aber auch von der ganzen Stadt gemacht haben – dank der einmaligen Gelegenheit, während der Bauzeit von „ganz oben“ fotografieren zu können.