Deutsch-Tschechisches Gedenken an Pandemie-Opfer

Hof. In Oberfranken, Sachsen und Tschechien haben zeitgleich Gedenkgottesdienste für die Opfer der Corona-Pandemie stattgefunden. Bei einer ökumenischen Feier in der Hofer St. Michaeliskirche sagte Regionalbischöfin Dorothea Greiner (Bayreuth), der Anstoß für die drei Gottesdienste sei aus Tschechien gekommen, „dem säkularsten Land Europas“. Die Gottesdienste ermöglichten, dass Staat und Kirche gemeinsam der Toten und ihre Familien gedenken könnten „und Gott für das danken, was im Miteinander aller hilfreichen Kräfte an Krisenbewältigung gelungen ist“, so Greiner.

Die Regionalbischöfin sagte weiter, jede Krise sei auch eine Chance für Halt und Orientierung, wenn Menschen „innehalten vor Gott“. Das habe Auswirkungen beispielsweise für praktizierten Umweltschutz, für das Bemühen um tragende, vertrauensvolle Beziehungen zu Menschen und die Suche nach Geborgenheit in Gott, sagte die Theologin.

Die Regierungspräsidentin von Oberfranken, Heidrun Piwernetz, erklärte, man setze ein Zeichen der Verbundenheit und guten Zusammenarbeit. „Wir können uns auf die gegenseitige Unterstützung der Nachbarregionen verlassen und sind dankbar, dass uns das länderübergreifende Miteinander auch in schweren Zeiten trägt“, so die Regierungspräsidentin.

Neben der Hofer St. Michaeliskirche gab es Gedenkgottesdienste in Bad Brambach (Sachsen) und Karlsbad (Tschechien) gefeiert. Dabei wurden jeweils Grußworte aus den anderen Regionen vorgelesen.

 

Bild: Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz