Zeichen der Solidarität mit jüdischen Mitbürgern

Hof. Mit einer Mahnwache vor der Hofer Synagoge haben Menschen der oberfränkischen Stadt ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls mit jüdischen Mitbürgern gesetzt. „Sie sollen nach den Ereignissen von Halle spüren, nicht allein zu sein“, betonte Dekan Günter Saalfrank. Er rief zu einer neuen Wachsamkeit auf: Genau hinzuschauen und dort zu widersprechen, wo immer antisemitische Vorurteile verbreitet und Hass geschürt werden. Saalfrank zufolge hat die Situation jüdischer Familien in Hof eine besondere Brisanz. Deren Geschichte im Nationalsozialismus werde insbesondere mit einer Buchprojekt und einem Schülerwettbewerb aufgearbeitet. Die Projekte, die Licht in ein dunkles Kapitel der Stadt brächten, erhielten nun eine unerwartete Aktualität: „Nicht vorstellbar, dass sich belastende Erfahrungen wiederholen.“

Initiiert hatte die Mahnwache Regina Scholz vom Oberkotzauer Bündnis für Toleranz und Demokratie.  Zu den Teilnehmern – unter ihnen zahlreichen Pfarrer – gehörte auch der Hofer Landrat Oliver Bär. In einer schriftlichen Grußbotschaft drückte Oberbürgermeister Harald Fichtner seine Verbundenheit mit der israelitischen Kultusgemeinde aus. Rabbiner David Goldberg bedankte sich für die Zeichen der Solidarität.