Werner Schrepfer ist neuer Bezirksstellen-Leiter der Diakonie

Hof. Um die Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie zu unterstützen, gibt es seit 60 Jahren so genannte Bezirksstellen in ganz Bayern; eine davon in Hof. Sie koordinieren die diakonische Arbeit in den Dekanatsbezirken und sind jeweils bei Diakonischen Trägern vor Ort verankert. Die Bezirksstellenarbeit für die Dekanate Hof, Naila und Münchberg ist bei der Diakonie Hochfranken angesiedelt. Werner Schrepfer übernimmt das Amt des Leiters von Jürgen Schöberlein, der stellvertretender Bezirksstellenleiter wird und weiterhin Bereichsleiter der Diakonie Hochfranken Jugendhilfe und der Erwachsenenhilfe bleibt.

 

Der Dipl.-Sozialpädagoge Werner Schrepfer ist seit mehr als 25 Jahren bei der Diakonie in Hof beschäftigt. Er hat unter anderem in den KASA-Außenstellen Naila und Münchberg Menschen in Notlagen beraten und die KASA schließlich seit zwei Jahren geleitet. „Die Arbeit der KASA (Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit) ist unerlässlich für die armutsorientierte soziale Arbeit in den Bezirksstellen. Gerade in unserer Region mit dem hohen Anteil von Menschen, die an der Armutsgrenze leben, ist sie als Anlaufstelle wichtig, da sie Hilfe neben den gesetzlichen Leistungsansprüchen bietet. Immerhin ist in der Stadt Hof schon jedes dritte Kind von Armut betroffen“, erklärt Werner Schrepfer.

 

In den drei Dekanaten, für die er nun als Bezirksstellenleiter eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Kirche und Diakonie darstellt, leben 83.000 tausend evangelische Christen. Die Hilfe der diakonischen Anlaufstellen ist für alle Menschen da – unabhängig von Konfession, Herkunft oder Weltanschauung. „Das Gebot der Nächstenliebe drückt doch genau das aus“, erklärt Schrepfer – dass man für jeden da sei, ohne Ausschlusskriterien – und zitiert zum Amtsantritt Martin Luther: „Wer an seinem Nächsten vorübergeht, der geht auch an Gott vorüber“.

Info:

 

Die Bezirksstellenarbeit für die Dekanate Hof, Naila und Münchberg leistet Koordination und Beratung und vertritt die Diakonie in kirchlichen Gremien. Ganz praktische Hilfe bietet die Bezirksstelle in Form der KASA (Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit), an die sich Menschen mit unterschiedlichsten Schwierigkeiten wenden können. Die KASA in Hof, Naila und Münchberg ist ein niederschwelliges kostenfreies Hilfeangebot für Ratsuchende – und dient daneben der armutsorientierten sozialpolitischen Arbeit für Menschen, die von Ausgrenzung und Armut betroffen sind. Ebenfalls bei der Bezirksstelle angesiedelt sind die Offene Altenhilfe, das Hilfswerk, Kur- und Erholungshilfe, Ehrenamtskoordination, Selbsthilfekontaktstelle und Blindenseelsorge.