Trauer um Pfarrer Johannes Taig

 

Hof/Lindau. Der Hofer Pfarrer Johannes Taig ist bei der Frühjahrstagung der evangelischen Landessynode in Lindau plötzlich und unerwartet verstorben. Der 60-Jährige, der seit Herbst 1985 an der Hospitalkirche wirkte, brach gestern auf dem Weg zur Tagungsstätte zusammen. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. Das Kirchenparlament, dem Taig seit letztem Jahr wieder angehörte, gedachte mit einer Andacht des plötzlich verstorbenen Mitglieds. Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zitierte aus einer Predigt des Hofer Theologen: "Dein Leben ist keine Reise in den Tod und ins Nichts, sondern ein Heimweg."

 

Der gebürtige Nailaer verstand sich - so Dekan Günter Saalfrank - als Fürsprecher und Anwalt der Kirchengemeinden. Zudem sei er ein "leidenschaftlicher und wortgewaltiger Prediger" gewesen, dessen Predigten weit über Hof hinaus Interesse und Aufmerksamkeit gefunden hätten.

 

Taig war zunächst auf der zweiten Pfarrstelle an der Hospitalkirche tätig und wechselte später auf die erste Stelle. Als Mentor begleite er fünf Vikare auf dem Weg ins Pfarramt. Er gehörte dem Sprecherkreis des Gemeindebunds Bayern an, der sich für eine Stärkung der Gemeinde vor Ort und gegen Tendenzen zur Zentralisierung einsetzt.

Am kommenden Montag, den 1. April, wäre der Pfarrer 61 Jahre alt geworden.