40 Jahre Osternacht in Oberfrankens größter evangelischer Kirche

Hof. Vor vier Jahrzehnten wurde sie erstmals gefeiert: Die Osternacht in der St. Michaelis-Kirche in Hof. Damals war sie noch ein Novum in der Region. Heute laden viele Kirchengemeinden zur Osternacht ein.Trotzdem hat der besondere Gottesdienst mit integriertem Abendmahl, zu dem die Kirchengemeinden Hospital und St. Michaelis in Hofs evangelische Hauptkirche einladen, nichts an Faszination verloren. Es ist etwas Außergewöhnliches, den Wechsel vom Dunkel ins Licht mitzuerleben. Zu Beginn ist es in dem Gotteshaus dunkel. Im Laufe der Feier wird es aber immer heller – durch die vielen Kerzen, die an der Osterkerze angezündet werden. Zum Schluss findet sich ein Meer von Lichtern in dem Gotteshaus. Ein besonderer Blickfang sind die überdimensionalen und von vielen Teelichtern erleuchten Alpha und Omega im Altarraum des Gotteshauses. Der erste und letzte Buchstabe des griechischen Alphabetes stehen als Zeichen für Jesus Christus, der von sich selbst gesagt  hat: „Ich bin der Anfang und das Ende“.  Regelmäßig gestaltet der Posaunenchor des Christlichen Vereins Junger Menschen die Osternacht musikalisch mit. Anschließend sind die Besucher zum Osterfrühstück ins Gemeindehaus St. Michaelis eingeladen. 

Die Idee zur Osternacht hatte Pfarrer Carl-Franz Weingärtner. Wie bei Christen im ersten Jahrhundert üblich wurde in der Osternacht auch ein Kind getauft. Seitdem gibt es in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag immer wieder Taufen in St. Michaelis.  

Im Jahr 2006 bekam die Osternacht in St. Michaelis bayernweite Beachtung. Das bayerische Fernsehen übertrug die Feier live aus Oberfrankens größtem protestantischem Gotteshaus. Es war übrigens die erste evangelische Osternacht, die der Sender ausstrahlte.