Neue Orgel für Hofer Krematorium

Bereits vor vier Jahren schlugen die Organisten Alarm: Die Orgel im Hofer Krematorium schwächelt! Es gab Heuler und Hänger bei mancher Trauerfeier. Der Zustand des Instruments verschlechterte sich seit dem zusehends. Das Gutachten eines Sachverständigen ergab schließlich: Die Orgel kann nicht mehr renoviert werden, es braucht eine neue.

In Gesprächen mit Verantwortlichen der Stadt suchten die Organisten und Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche nach einem Weg. Die Lösung wurde am 25. Juni präsentiert: Die evangelische Gesamtkirchengemeinde Hof erwirbt die neue Orgel für das Krematorium. Die bereits zugesagten Zuschüsse der Hermann und Bertl Müller-Stiftung und von Pro Hof sowie eingegangene Spenden und Einnahmen aus Konzerten von insgesamt 33.500 Euro werden zur Anschaffung verwendet. Die Gesamtkirchengemeinde finanziert den noch nicht gedeckten Betrag zwischen. Er wird refinanziert durch die Nutzungspauschale von 10,- Euro, die bei jeder Bestattung anfällt. Die neue Orgel wird somit Eigentum der Gesamtkirchengemeinde; Ende des Jahres soll sie aufgestellt werden. Die Kosten werden sich auf 89.250,- Euro belaufen. Damit beauftragt wurde nach einer Ausschreibung die Firma Führer. Die katholische Gemeinde Hof unterstützt das Projekt mit einer Spende. Für die Zeit der Vorfinanzierung zahlt die Stadt Hof der Gesamtkirchengemeinde den Zinsverlust; sie trägt außerdem die Kosten für Wartung und anfallende Arbeiten. 

Der evangelischen und katholischen Kirche ist an einer würdigen Form der Bestattung sehr gelegen. "Beim Abschied von einem lieben Menschen soll es keine Musik aus der Konserve geben", sagte dazu Kirchenmusikdirektor Georg Stanek (auf dem Bild hinter Barbara Schrenk). Außerdem auf dem Bild: Dekan Günter Saalfrank, Pfarrer Hans-Jürgen Wiedow (katholische Kirche) undOberbürgermeister Dr. Harald Fichtner (von links).