|
|
|
|
Das Thema des Monats
im
Mai
2004 Die EU-Osterweiterung - Wie reagieren die Kirchen? |
|
|
|
|
Am
1. Mai unterzeichneten zehn neue Mitgliedsstaaten
ihren Beitritt zur Europäischen Union. Die lange Grenze zu unseren
östlichen Nachbarn wird durchgängiger und offener.
Gemeinsam gehören wir dann zu dem Europa, das gemeinsam eine neue Zukunft
baut. Wie sich das im Einzelnen auswirken wird, darauf blicken wir
beiderseits der Grenze mit Spannung. Als Christen fühlen wir
uns weltweit im Glauben an Jesus Christus verbunden. Deshalb haben wir auch
einen besonderen Auftrag zur Gestaltung unseres nachbarschaftlichen
Verhältnisses.
|
|
|
|
|
|
EKD: EU-Erweiterung ist "Hoffnungszeichen" Hannover (epd, 29.04.04). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die EU-Erweiterung am 1. Mai als «Hoffnungszeichen» nach der langen Spaltung durch Diktaturen und Kalten Krieg bewertet. Die Überwindung der Grenzen werde allen Ängsten zum Trotz «wirtschaftlichen, kulturellen und menschlichen Gewinn für alle» mit sich bringen, erklärte der Rat der EKD am Donnerstag in Hannover. Zugleich rief die EKD die Deutschen dazu auf, am 13. Juni zur Europawahl zu gehen. Das Verbindende unter den Europäern sei stärker als das Trennende. Dennoch nehme der Rat die Sorgen der Bürger vor der EU-Erweiterung um zehn Staaten Ost- und Mitteleuropas ernst, heißt es weiter. «In West und Ost fragen viele besorgt, wie sich die anstehenden Veränderungen auf ihre soziale und wirtschaftliche Lebenssituation auswirken werden.» Dabei stünden Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt und der Zerfall sozialer Strukturen durch «ungezügelten» Wettbewerb an erster Stelle. Die Menschen im geeinten Europa dürften allerdings nicht allein die wirtschaftlichen Aspekte der Erweiterung sehen, erklärte der EKD-Rat. Das christliche Erbe Europas trage zu einer dauerhaften Einigung und Versöhnung bei. So hätten auch viele kirchliche Partnerschaften seit Jahrzehnten über die Grenzen und den «Eisernen Vorhang» hinweg zur Versöhnung entscheidend beigetragen und frühere «Erzfeinde» einander näher gebracht. Das vereinte Europa ist nach Auffassung der EKD zudem zur Solidarität mit Ländern außerhalb der EU-Grenzen verpflichtet. Die Europäer müssten den Blick auch auf die Lage in Afrika, Asien und Lateinamerika und die Länder jenseits der neuen Ostgrenze richten und sich für die Menschenrechte, Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Zusammen mit den christlichen Kirchen aller Konfessionen Europas bekenne sich die EKD zu ihrer Verantwortung für die europäische Einigung. Dies komme auch in der 2001 in Straßburg verabschiedeten «Charta Oecumenica» zum Ausdruck. Darin verpflichten sich die Kirchen Europas, Frieden und soziale Gerechtigkeit auf dem Kontinent zu fördern und auch für die kirchliche Einheit einzutreten. Der Rat hoffe, dass bald eine Europäische Verfassung angenommen wird, in der sich die EU auf ihre gemeinsamen Werte verpflichtet und sich seiner christlichen Wurzeln bewusst ist, so die EKD. Die Erklärung des Rates der EKD im Wortlaut |
Die Europaflagge Zwölf goldene Sterne auf blauem Grund stehen nicht für die Anzahl der Mitgliedsstaaten, wie viele denken. Vielmehr gehen diese zwölf Sterne auf den Sternenkranz Marias zurück. Paul Levy, ein zum Katholizismus konvertierter Jude, hatte dieses Motiv in den Fünfzigerjahren als Symbol für die Einheit und Harmonie Europas vorgeschlagen. Wer mag bei einer solchen Fahne also noch ernstlich etwas gegen einen Gottesbezug in der Europäischen Verfassung haben? |
|
|
|
|
|
|
|
Landessynode
der ELKB, Heilsbronn März 2004
|
|
|
|
|
|
|
|
Hintergründe und Links
Weitere Links
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Zurück zu: Dekanat aktuell Archiv |