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Das Thema des Monats im Mai 2001 Vom Umgang mit dem Ehrenamt - "Hauptamtlicher Dilettantismus" |
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Über Ehrenamtliche lässt sich trefflich schwadronieren - im
internationalen
Jahr der Freiwilligen, das die UNO 2001 proklamiert hat, ganz
besonders.
Dabei sind es, hat unsere Autorin festgestellt, vor allem die
Hauptamtlichen, die sich über das Ehrenamt auslassen. Sie muss es
wissen, denn sie ist durch und durch eine "Ehrenamtlerin". Unter
anderem
ist sie als solche: Mitglied der bayerischen Landessynode,
Mitglied im
Redaktionsbeirat dieser Sonntagsblatt-Beilage. Auszüge aus einem
Vortrag, den Christine von Falkenhausen bei einem Dekanatsempfang
in
Sulzbach-Rosenberg hielt: "Ich habe einen interessanten Job. Meine Arbeitszeit ist flexibel, durchschnittlich 30 Wochenstunden, meist abends, häufig am Wochenende. Die Tätigkeit ist vielseitig. Viele Entscheidungen habe ich zu treffen, Stellen zu besetzen, Strategien zu entwickeln, über Investitionen in Millionenhöhe zu entscheiden. Gefragt, "Bei welcher Firma arbeiten Sie denn?" antworte ich: "Ich bin Ehrenamtliche bei der Kirche." Die häufigste Reaktion ist ein gelangweiltes "Ach so!" Ein alter Onkel erklärte mir einmal, das sei ja alles ganz nett mit den guten Werken, aber ich solle doch mal sehen, dass ich auch ein bisschen Geld verdiene. Derzeit gibt es Fachtagungen und Kongresse zuhauf zum Thema Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement, freiwillige Dienste usw. Die Teilnehmenden sind meist einschlägig vorbelastete Hauptberufliche, die sich die Köpfe darüber heiß reden, was man den Ehrenamtlichen alles Gutes tun könne, wie besser würdigen und anerkennen, besser absichern, und natürlich, wie ihre Fähigkeiten und Bereitschaft zur unentgeltlichen Arbeit besser nutzen - was man im Hinblick auf manche Tätigkeit auch ehrlicher mit "ausnutzen" beschreiben könnte. Der - hauptberufliche - Geschäftsführer einer Freiwilligen-Agentur outete sich auf einer solchen Fachtagung .... Ihm rutschte der Satz heraus: "Die Profis müssen ihren Umgang mit Ehrenamtlichen also verändern." Ich habe dabei gehört: Der Gegensatz zu Ehrenamt ist Professionalität. Und dies im gebräuchlichen, nicht im eigentlichen Wortsinn. Das halte ich nicht nur für falsch, es macht mich auch von Herzen gallig. Der Gegensatz zu Professionalität ist nicht Ehrenamtlichkeit, sondern Dilettantismus. Davon hat mancher Hauptamtliche durchaus die eine oder andere Portion vorzuweisen." Christine von Falkenhausen (aus "konkret und kontrovers", Nr. 4 - April 2001) |
Im Mai 2001
Internetportal für Ehrenamtliche in der Kirche Ehrenamtliche Arbeit in der ELKB
Portal Ehrenamt im Intranet der ELKB |
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