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Das Thema des Monats
im
März 2004
Stand:
17.01.2011 Freie Evangelische Schulen - der Bildungsbeitrag der Evangelischen Kirchen in Deutschland |
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In Hof hat zum Schuljahr 2004/2005 eine von der Evangelischen Kirche in Bayern anerkannte Evangelische Volksschule ihren Betrieb aufgenommen. Dies ist der Anlass, Ihnen in diesem Thema des Monats einen Überblick über die Evangelischen Schulen und ihren Beitrag zum Bildungsgeschehen in Deutschland zu geben. Wussten Sie, dass es 941 Freie Evangelische Schulen gibt, die insgesamt 141.000 Schüler und Schülerinnen unterrichten? Die größte von ihnen ist die Wilhelm-Löhe-Schule in Nürnberg mit 1944 SchülerInnen. Im September 2003 fand der Bundeskongress Evangelische Schule in Nürnberg unter dem Thema - „Gemeinsam Profil zeigen – Evangelische Schulen in der Bildungsdiskussion" statt. |
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Wir stellen Ihnen in Auszügen Texte und Vorträge vor zu den Themen:
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"Das Evangelische an
unseren Schulen und ihr Beitrag zur Bildungsdiskussion"/ Von
Manfred Kock "Evangelische Schulen orientieren Bildung
am einzelnen Menschen und fördern zugleich eine Kultur der wechselseitigen
Anerkennung", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD), Manfred Kock, am Donnerstag, 25. September, in seinem
Vortrag beim ersten "Bundeskongress Evangelische Schule", der am 25. und 26.
September in Nürnberg stattfindet. Bildung und Erziehung würden an
evangelischen Schulen immer auch Zuwendung und Annahme bedeuten. |
Schulbeauftragter/ Pfarrer-Lehrerarbeitsgemeinschaft/ Fortbildung und Beratung im Dekanat Hof |
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"Eigenständige Wahrnehmung des Bildungsauftrags durch Evangelische Schulen"/ Von Prof. Dr. Christoph Th. Scheilke, Direktor des Pädagogisch-Theologischen Zentrums Birkach ... Bildung ist eine kirchliche Aufgabe sui generis. Nicht vom Verkündigungsauftrag abgeleitet, sondern (siehe Taufbefehl) unmittelbar als Lehre erfordert. „Alle kirchlichen Aufgaben“, so der Tübinger Systematiker Eilert Herms, „sind Variationen der einen Grundaufgabe: Sie sollen ... den Anspruch des Evangeliums kommunizieren, diejenige Wahrheit über unser Dasein zu sein, die das richtige Leben ermöglicht, das Leben, das zur Seligkeit führt, zum Frieden, zur Erfüllung seiner Bestimmung. (Herms 2002) Weil aber – und solange – das öffentliche Schulwesen nicht die angemessene Bildung für „den gemeinen Hans und die gemeine Grete“ (M. Luther) ermöglicht, solange stellen Schulen in evangelischer Trägerschaft einen wesentlichen Beitrag, aber auch eine zentrale Herausforderung für das öffentlich-staatliche Schulwesen dar. Heute tut zwar der Staat so, als würde er allen Kindern und Jugendlichen die besten Chancen auf eine optimale Bildung eröffnen. Wie PISA, IGLU, TIMSS und die vielen OECD-Studien zeigen, bieten deutsche Schulen jedoch nur eine maximale Ausbildung an. Maximal freilich nicht in pädagogischer Hinsicht. Das Maximum ist durch die öffentlichen Haushalte bestimmt – und entpuppt sich dann häufig als Minimalbildung. ... |
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„Die Notwendigkeit
Freier Schulen in der Bürgergesellschaft“ |
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"Die Rolle der freien
Schulen in Deutschland" ... In Deutschland machen Freie Schulen etwa 6 -
7 % der Schulen aus. In den neuen Ländern sind es weniger. In den
europäischen Nachbarländern, wie Frankreich (18 %), Belgien (60 %) oder
den Niederlanden (75 %), aber auch im angelsächsischen Raum, liegt ihr
Anteil deutlich höher. Der Anteil der Freien Schulen in Deutschland im
Vergleich zu anderen Staaten lässt sich nur historisch begründen,
insbesondere mit der besonderen Rolle des Staates bei der Organisation
des Schulwesens. |
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"Zeitgemäße
Bildung auf der Grundlage des christlichen
Menschenbildes", ... Das christliche Menschenbild hat für die Bildung des Menschen in mehrfacher Hinsicht weit reichende Konsequenzen:
Eine evangelische Schule, die diesen Namen zu recht trägt, muss daran erkennbar sein, dass sie
etwas von diesem christlichen Menschenbild und seinen Konsequenzen erkennen, spüren und erleben lässt. |
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"Schule
in der Bürgergesellschaft – Erziehung zu Toleranz und Engagement", ... Angesichts der für unsere Gegenwart
kennzeichnenden gesellschaftlichen, kulturellen, weltanschaulichen und
religiösen Pluralität und Individualisierung muss Toleranz gegenüber
Relativismus abgegrenzt und Engagement im Sinne von Solidarität
präzisiert werden. Toleranz als Erziehungs- und Bildungsziel meint nicht
Beliebigkeit oder Gleichgültigkeit, sondern reflektierte
Pluralitätsfähigkeit. Im christlichen Verständnis erwächst aus der
Pluralität die Aufgabe der Verständigung, die ihrerseits im Horizont
sozialer Verantwortung wahrzunehmen ist. |
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Zahlen und Statistik der Freien Evangelischen Schulen
(Freie Evangelische Schulen machen nur einen kleinen Teil der Bildungsarbeit der Evangelischen Kirchen in Deutschland aus. So wurden allein in Bayern im Jahr 2003 von kirchlichen und staatlichen Lehrkräften, die die Berechtigung zum Erteilen des Religionsunterrichts haben, wöchentlich 404.800 SchülerInnen unterrichtet. 33.000 konfessionslose SchülerInnen nahmen auf Antrag lieber am Evangelischen Religionsunterricht, als am Ethikunterricht teil. Grundsätzlich gilt: Der Religionsunterricht wird nach Maßgabe der Religionsgemeinschaften erteilt; d.h. nur solche (staatlichen und kirchlichen) Lehrkräfte dürfen Religionsunterricht erteilen, die die von der Religionsgemeinschaft erteilte Berechtigung (Vocatio) haben.) |
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Hintergründe und Links
Evangelische Schulen (Beispiele) Freie Evangelische Schulen im Landkreis Hof
Religionsunterricht und Fortbildung im Evang.-Luth. Dekanat Hof Denkschriften
Frühjahrstagung 2004 der Synode der ELKB zum Thema "Bildung:
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