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| Mission - noch ein Thema der Kirche?! |
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"Deutschland im 16. Jahrhundert – das war ein Corpus Christianum. Wer Bürger des Reichs war, war auch Christ. Konfessionslosigkeit gab es nicht. Darum brauchte es auch keine missionarischen Konzepte oder Projekte. Das ist heute anders. Wir haben mit Evangelischen, Katholiken und „Sonstigen“ nicht nur drei in etwa gleich große Blöcke, es sind unter den Kirchenmitgliedern zusätzlich noch eine erhebliche Anzahl sog. „Kirchenferne“, die zwar Kirchensteuern zahlen, die Kirche aber so gut wie nie in Anspruch nehmen. Der Missionsbefehl Jesu, sein letztes Wort an seine Jünger, drängt aber darauf, diese Menschen zu gewinnen bzw. wiederzugewinnen und sie das Evangelium zu lehren." (Johannes Friedrich)
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| Dekanatsmissionssonntag im Lutherhaus in Hof | |
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Mission - noch ein Thema der Kirche?! Wer das Wort Mission hört, denkt zunächst an ferne Länder. Dabei ist Deutschland selbst zum Missionsland geworden, auch wenn noch knapp zwei Drittel der Bevölkerung einer christlichen Kirche angehören. In der EKD-Schrift "Das Evangelium unter die Leute bringen" aus dem Jahr 2001 heißt es: "Auch hierzulande kann man angesichts der Hochkonjunktur von
außerkirchlicher Religiosität wie New Age, Zenbuddhismus, Astrologie und manchen
Psycho-Techniken die These hören, es gäbe einen Religions-Boom. Der Dalai Lama
erfreut sich höchsten Ansehens. Immer wieder entstehen neue religiöse und
quasi-religiöse Bewegungen. Man muss aber genauer hinsehen. Die Zahlen sprechen
nämlich zunächst eine andere Sprache. Denn in den 70er Jahren des vorigen
Jahrhunderts, als die neuen religiösen Bewegungen einen besonderen Aufschwung
nahmen, verloren die großen Kirchen in Westdeutschland durch Kirchenaustritte
etwa zwei Millionen Mitglieder. Die Zahl der Mitglieder in neuen religiösen
Bewegungen dagegen belief sich bei großzügiger Schätzung am Ende dieses
Zeitraums auf nicht mehr als 30.000, das sind nicht einmal 2 % derer, die den
Kirchen verloren gingen. Die neue Religiosität ist also frei schwebend. Sie
entwickelt keine gemeinschaftlichen Bindekräfte. Aber sie dringt in die Köpfe
und Seelen der Menschen ein. Geraten diese in eine persönliche Krise, wird die
Bereitschaft groß, sich einer Sekte oder Weltanschauungsgruppe anzuschließen." Landesbischof Johannes Friedrich gibt zu bedenken:
"Wichtig wäre mir, dass sich Kirchengemeinden einmal mit der Frage beschäftigen,
weshalb sie Menschen eigentlich nicht erreichen. Vielleicht hat eine Gemeinde
ein zu einseitiges Profil. Oder ihr Profil ist nicht klar erkennbar. Solche
Gemeinden müssen unterschiedliche Strategien entwickeln. Es macht keinen Sinn,
wenn eine pietistische Gemeinde mit Zeltevangelisationen immer wieder dieselbe
Gruppe anspricht, die sie eh schon hat. Es macht umgekehrt keinen Sinn, wenn
eine sehr weltliche Gemeinde mit sehr weltlichen Aktionen auf sich aufmerksam
machen will. Diese müsste wohl eher etwas zu ihrer schärferen Profilierung tun."
(a.a.O.) Insgesamt wird man sagen können: In einer Gesellschaft, in der
Gemeinschaft mehr und mehr zerfällt, wird beispielhaft gelebte Gemeinschaft im
Sinne einer "Kontrastgesellschaft" auch
ein überzeugendes Zeugnis für das Evangelium sein. Pfr. Schwarz zeigt in seinen "Philippinischen Impressionen", wie Mission zur gegenseitigen Bereicherung führen kann und sei zur aufmerksamen Lektüre wärmstens empfohlen. |
Missionsbeauftragte im Dekanat Hof
Pfrin. Susanne Hofmann
Diese Entwicklung bleibt
nicht ohne Folgen. Bedeutende Stimmen aus Theologie und Kirche werden
international nicht mehr wahrgenommen. „Wer ist Eberhard Jüngel?“ fragte mich
ein afrikanischer Student. In Deutschland wäre das beinahe ein Vergehen diesen
bekannten Theologen aus Tübingen, dessen Werke in zahlreiche Sprachen übersetzt
wurden nicht zu kennen. Gut, man muss ihn nicht kennen, aber er hätte viel zu
sagen, zu Theologie, Kirche, Glauben, auch zu den ethischen Werten, die Afrikas
Kirchen den wirtschaftlichen Interessen Chinas und anderer „global players“
entgegenstellen könnte! Afrikas Kirchen blicken heute nicht mehr nach
Deutschland um Antworten für ihre Zukunft zu finden. Möge Gott missionarische
Aufbrüche schenken in unseren Breitengraden.
(Pfarrer
Alois Schwarz, Nördlingen)
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Philippinische Impressionen (Pfr. Schwarz war viele Jahre Lehrer an einem christlichen College auf den Philippinen) |
Pfr. Alois Schwarz war bis Mai 2009
Missionsbeauftragter im Dekanat Hof und Pfarrer in Tauperlitz.
Partnerschaft mit den Philippinen Die Evangelische Kirchengemeinde
unterstützt die Arbeit der Lutherischen Kirche auf den Philippinen. Seit Juni
2005 besteht eine Partnerschaft mit der Kirche in Nord Luzon, die von Bischof
Marvin Paas geleitet wird. Von September 2003 bis Dezember 2005 erhielten wir
2.467 € an Spenden, die ihrem Verwendungszweck zugeführt werden konnten. Allen
Geberinnen und Gebern sei an dieser Stelle unser Dank gesagt.
Rundbriefe können bei Pfarrer Schwarz bestellt werden. Er ist bereit in Gemeinden über die Philippinen zu berichten.
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Hintergründe und Links
Theologie:
Presse
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Pfr. Schwarz hat ein Buch mit
Geschichten von den Philippinen geschrieben: "Cafe Esperanza",
Freimund-Verlag,
Cafe Esperanza – so nennt Alois
Schwarz seine Sammlung von Geschichten, die der Pfarrer während seines
Aufenthalts als Gastdozent am Theologischen College in San Fernando erlebt und
aufgeschrieben hat. |
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