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Das Thema des Monats im Januar 2003

EKD-Ratsvorsitzender warnt vor "Qualitätskontrolle" von Embryonen

Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die Forderung des Nationalen Ethikrates kritisiert, die Präimplantationsdiagnosik (PID) in engen Grenzen zuzulassen. Die PID drohe sich zu einer generellen "Qualitätskontrolle menschlicher Embryonen" zu entwickeln, warnte der EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock am Donnerstag in Hannover.

Kock bekräftigte die Ablehnung der PID, der Untersuchung künstlich erzeugter menschlicher Embryonen in einem frühen Entwicklungsstadium auf Erbkrankheiten. Menschliches Leben dürfe nicht "bloß als Material und Mittel zu anderen Zwecken genutzt" oder erzeugt werden, so der rheinische Präses. Diese ethische Position werde auch im Embryonenschutzgesetz vertreten und sei geltendes Recht.

Die Absicht, den Einsatz der PID strikt zu begrenzen, könne nicht durchgehalten werden, warnte der Ratsvorsitzende. Der EKD-Rat hatte sich bereits mehrfach gegen eine Zulassung der PID ausgesprochen. Der Nationale Ethikrat sprach sich dagegen am Donnertag mehrheitlich für den begrenzten Einsatz der PID aus. (23.1.03)

im Januar 2003

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EKD-Ratsvorsitzender Kock: Klonen ist Menschenverachtung

Düsseldorf (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Manfred Kock, hat das Klonen von Menschen als Grenzüberschreitung kritisiert, "die ethisch durch nichts gerechtfertigt ist". Das Leben sei von Gott geschenkt, "der Mensch darf nicht selbstherrlich darüber verfügen", erklärte Kock am Freitag in Düsseldorf. Das Klonen sei "der Menschen verachtende Versuch, eigene Schöpfungs- und Allmachtsgelüste oder Phantastereien um ein selbst gemachtes ewiges Leben zu befriedigen".
Kock bezweifelte Angaben des Unternehmens Clonaid, erstmals sei ein Klonbaby geboren worden. In jedem Fall sei ein solcher Umgang mit dem Menschen und seinem Erbmaterial "ethisch verwerflich, medizinisch unsinnig und mit Blick auf die bislang unkalkulierbaren Folgen eines solchen Handelns völlig unverantwortlich".

Kock wies in diesem Zusammenhang auf die Gesundheitsrisiken des Herstellens einer identischen Kopie von Menschen hin. Nicht auszumalen seien zudem die psychischen Belastungen eines geklonten Menschen, "der nicht Vater und nicht Mutter kennen wird - nur sein vorgebliches Doppel". Die Welt brauche verantwortungsvolle Mediziner, die Kranken heilen, und keine "Frankenstein'schen Horror-Ärzte, die geklonte Menschen-Kopien produzieren", erklärte der Vertreter von rund 27 Millionen evangelischen Christen.
(epd,
27.12.02)

 
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Woche für das Leben vom 3. bis 10. Mai 2003 - Eine Initiative Ihrer Evangelischen Kirche



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Die beiden großen Kirchen haben davor gewarnt, beim medizinischen Fortschritt einem inhumanen "Machbarkeitswahn" zu verfallen. Die Vorstellung, Krankheit lasse sich medizinisch-technisch in den Griff bekommen, sei eine Illusion mit "Folgen, die niemand wollen kann", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Manfred Kock, vor Journalisten in Berlin. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, stellte er am 31.03. das Programm zur "Woche für das Leben" vom 3. bis 10. Mai vor. Lesen Sie mehr...

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