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EKD-Ratsvorsitzender Kock:
Klonen ist Menschenverachtung
Düsseldorf (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD), Manfred Kock, hat das Klonen von Menschen als
Grenzüberschreitung kritisiert, "die ethisch durch nichts gerechtfertigt
ist". Das Leben sei von Gott geschenkt, "der Mensch darf nicht
selbstherrlich darüber verfügen", erklärte Kock am Freitag in
Düsseldorf. Das Klonen sei "der Menschen verachtende Versuch, eigene
Schöpfungs- und Allmachtsgelüste oder Phantastereien um ein selbst
gemachtes ewiges Leben zu befriedigen".
Kock bezweifelte Angaben des Unternehmens Clonaid, erstmals sei ein
Klonbaby geboren worden. In jedem Fall sei ein solcher Umgang mit dem
Menschen und seinem Erbmaterial "ethisch verwerflich, medizinisch
unsinnig und mit Blick auf die bislang unkalkulierbaren Folgen eines
solchen Handelns völlig unverantwortlich".
Kock wies in diesem Zusammenhang auf die Gesundheitsrisiken des
Herstellens einer identischen Kopie von Menschen hin. Nicht auszumalen
seien zudem die psychischen Belastungen eines geklonten Menschen, "der
nicht Vater und nicht Mutter kennen wird - nur sein vorgebliches
Doppel". Die Welt brauche verantwortungsvolle Mediziner, die Kranken
heilen, und keine "Frankenstein'schen Horror-Ärzte, die geklonte
Menschen-Kopien produzieren", erklärte der Vertreter von rund 27
Millionen evangelischen Christen.
(epd, 27.12.02) |
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