Mödlareuth: Thema bei der Landessynode

Bamberg/Hof. Das 28 Jahre lang durch eine Mauer geteilte Dorf Mödlareuth war Thema bei der evangelischen Herbstsynode in Bamberg. Das Kirchenparlament beschäftigte sich neben Fragen des Haushalts und der Stellenplanung auch mit der friedlichen Revolution vor 30 Jahren. "Von bayerischer Seite schickte der Töpener Posaunenchor jedes Jahr eine musikalische Grußbotschaft nach drüben", sagte der Hofer Dekan Günter Saalfrank bei einer Andacht. Zwar hätten die Bläser die Mauer dadurch nicht unmittelbar - wie in der biblischen Erzählung von den Posaunen von Jericho - zum Einsturz gebracht. Doch sie fiel im Herbst 1989. "Vielleicht war das Lob Gottes als dem Herrn dieser Welt als musikalisches Zeugnis nicht ganz ohne Wirkung geblieben", so Saalfrank. Nach dem 9. November 1989 seien viele Lob- und Danklieder erklungen - auch gemeinsam von Bläserinnen und Bläsern aus Ost und Wst. Mit Gästen aus Mecklenburg sprach die Landessynode über 30 Jahre friedliche Revolution. Das Kirchenparlament schaute mit Stefanie Wolf, Präses der mecklenburgischen Kirchenkreissynode, Propst Dirk Sauermann (Parchim) und Pastor Christian Rudolph (Ballwitz) auf diese Zeit zurück.

Bildunterschrift: Mödlareuth im Bild bei der Andacht von Dekan Günter Saalfrank vor der Landesynode in Bamberg.    Foto: Lüters