Landessynode gedachte verstorbenen Hofer Pfarrer

Lindau/Hof. Wegen des tragischen Todes von Pfarrer Johannes Taig  (Hof) stellte die evangelische Landessynode in Lindau ihr Programm um. Mit einer Trauerandacht in St.Stephan gedachte sie ihres am Montag unerwartet verstorbenen Mitglieds. Auf dem Weg zum Tagungsort war der 60-Jährige plötzlich zusammengebrochen. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. "Es ist schwer zu begreifen, dass ein Platz in unserer Mitte leer bleibt", beschrieb der Hofer Dekan Günter Saalfrank die große Betroffenheit in dem kirchenleitenden Gremium. Auf Bitte des Präsidiums hielt er die Traueransprache. Saalfrank zufolge war der gebürtige Nailaer seit über 34 Jahren gerne Pfarrer an der Hofer Hospitalkirche, über deren Ruf als Predigtkirche er sich freute. Er habe "klar und anstößig gepredigt". Mit dem Strom zu schwimmen, sei nicht sein Ding gewesen. Schon eher quer zu denken und auf - aus seiner Sicht - problematische Entwicklungen in der Kirche aufmerksam zu machen. Der Verstorbene hat - so der Hofer Dekan - immer wieder theologisch nach vorne geblickt. Sein Credo sei gewesen: "Christen schauen nicht zurück, sondern auf Christus, der ihnen voran geht." Mit kräftigen Worten habe der Pfarrer auch die Hoffnung beschrieben, die Christen geschenkt ist und sie tragen sollte: Die Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde am Ende der Tage. Wie ein "geistliches Vermächtnis" des Verstorbenen erscheine ein Gedanke aus seiner Weihnachtspredigt 2018: "Dein Leben ist keine Reise in den Tod und ins Nichts, sondern ein Heimweg." Neben Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel (Erlangen) und Vizepräsident Hans Stiegler (Ansbach) wirkte auch Kirchenmusikdirektorin Ingrid Kasper (Bamberg) an der Trauerandacht in Lindau mit. Am morgigen Freitag findet um 13.00 Uhr die Trauerfeier für den verstorbenen Pfarrer in der Hofer Hospitalkirche statt. Anschließend wird er auf dem Friedhof beigesetzt. 

Bildunterschrift: Hielt die Ansprache bei der Trauerandacht in der Lindauer St. Stephan-Kirche: Der Hofer Dekan Günter Saalfrank.  Foto: Lüders