Ökumenischer Gottesdienst in „Little Berlin“

Mödlareuth. Christen aus Oberfranken, Sachsen und Thüringen erinnerten am Tag der deutschen Einheit in Mödlareuth in kleinem Rahmen an die Wiedervereinigung vor 30 Jahren. Bei einem ökumenischen Gottesdienst sagte der evangelische Dekan aus Hof, Günter Saalfrank, an dieser ehemaligen Nahtstelle zwischen Ost und West werde deutlich, welches Geschenk der Fall der Mauer gewesen sei. In einer Dialogpredigt mit Saalfrank wies der katholische Pfarrer Hans-Jürgen Wiedow (Hof) darauf hin, dass es heute viele neue Mauern gebe.

Diese existierten vor allem in den Köpfen der Menschen - etwa zwischen Deutschen und Nichtdeutschen, Jung und Alt, Rechts und Links oder Sorglosen und Übervorsichtigen - und seien "manchmal fester als Beton". Doch auch diese Mauern müssten nicht ewig sein, sagte der leitende Geistliche des katholischen Seelsorgebereichs Hofer Land.

Den Gottesdienst in dem ehemals geteilten Dorf, das wegen der Mauer mitten durch den Ort auch „Little Berlin“ (Klein-Berlin) genannt wurde, gestalten neben den Geistlichen aus Oberfranken die Superintendentinnen Ulrike Weyer (Plauen) und Heidrun Killinger-Schlecht (Schleiz) mit.