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Aus dem Evangelium nach Lukas
Kapitel 16
(...) 14 Das alles hörten
auch die Pharisäer, die sehr am Geld hingen, und sie lachten über ihn.
15 Da sagte er zu ihnen: Ihr redet den Leuten ein, daß ihr gerecht seid;
aber Gott kennt euer Herz. Denn was die Menschen für großartig halten, das
ist in den Augen Gottes ein Greuel.
16 Bis zu Johannes hatte man nur das Gesetz und die Propheten. Seitdem
wird das Evangelium vom Reich Gottes verkündet, und alle drängen sich
danach, hineinzukommen.
17 Aber eher werden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur der
kleinste Buchstabe im Gesetz wegfällt.
18 Wer seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet, begeht
Ehebruch; auch wer eine Frau heiratet, die von ihrem Mann aus der Ehe
entlassen worden ist, begeht Ehebruch.
19 Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen
kleidete und Tag für Tag herrlich und in Freuden lebte.
20 Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen
Leib voller Geschwüre war.
21 Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen
herunterfiel. Statt dessen kamen die Hunde und leckten an seinen
Geschwüren.
22 Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß
getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben.
23 In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und
sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß.
24 Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und schick Lazarus zu
mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und
mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer.
25 Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, daß du schon zu Lebzeiten
deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt
wird er dafür getröstet, du aber mußt leiden.
26 Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher
Abgrund, so daß niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann,
selbst wenn er wollte.
27 Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus
meines Vaters!
28 Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch
sie an diesen Ort der Qual kommen.
29 Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen
sie hören.
30 Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, nur wenn einer von den Toten zu
ihnen kommt, werden sie umkehren.
31 Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören,
werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten
aufersteht.
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