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Die Druckausgabe erscheint zweimal jährlich im Juni bzw. im Dezember. Hier können Sie den Hospitalbrief als PDF lesen.

 

September 2010  

Nachrichten
 

Rückblick

Konfirmation und Konfirmationsjubiläen
 

Immer aktuelle Informationen

                Studienkreis Meister Eckhart


Einen Terminkalender finden Sie unter "Gemeindeveranstaltungen".


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Juni 2010 (44 Seiten, 2 MB)  
Dezember 2009 (44 Seiten, 2,4 MB) Juni 2009 (44 Seiten, 2 MB)
Dezember 2008 (44 Seiten, 2,6 MB) Juli 2008 (48 Seiten, 2,3 MB)
Dezember 2007 (36 Seiten, 1,9 MB) Juni 2007 (40 Seiten, 1,8 MB)
Dezember 2006 (36 Seiten, 1,9 MB) Juli 2006 (40 Seiten, 2,1 MB)
Dezember 2005 (40 Seiten, 2,9 MB) Mai 2005 (36 Seiten, 1,4 MB)
Dezember 2004 (36 Seiten, 1,7 MB) Juni 2004 (24 Seiten, 850 KB)
Dezember 2003 (28 Seiten, 1,2 MB) Juni 2003 (24 Seiten, 950 KB)
Dezember 2002 (28 Seiten, 1,2 MB)  
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Das Hospitalaltenheim wurde 50                                                                   Bilder vom Jubiläumsgottesdienst

Am Sonntag, 27. Juni fand um 9.30 Uhr ein Festgottesdienst mit Posaunenchor in der Hospitalkirche statt.
Lesen Sie hier die Predigt.


Der geschichtliche Ursprung der Hospitalstiftung Hof geht bereits auf die Jahre 1262 bis 1268 zurück. Nachdem die Stadt Hof damals mit Mauer und Graben umgeben war, begann man wahrscheinlich um das Jahre 1260 mit dem Bau eines Hospitales vor dem Unteren Tor. Die Gründer der Hospitalstiftung nannten sich Fratres Hospitales und für „würdige Hofer Arme“ wurde eine Verpflegungsanstalt gegründet, die sie Hospital nannten. Über die Gründung der Hospitalstiftung existiert keine Urkunde oder ein ähnliches Schriftstück. Nachdem die erste urkundliche Benennung der Hospitalstiftung in einem Ablassbrief des damaligen Papstes Urban IV. aus dem Jahre 1264 vorkommt, wurde dieses Jahr allgemein als Gründungsjahr bestimmt. Damit ist die Hospitalstiftung Hof die älteste noch existierende Stiftung in Oberfranken und gleichzeitig eine der ältesten Stiftungen in Bayern.

In den nachfolgenden Jahrhunderten wurden in der Stadt Hof sowie insbesondere am Unteren Tor weitere Gebäude errichtet: In den Jahren 1978/79 und 1981-1983 wurden die denkmalgeschützten Anwesen Unteres Tor 7 und 9 (ehemaliges Konventgebäude mit Wohnhaus) sowie Unteres Tor 5 (ehemaliges Stallgebäude) von innen und außen vollständig saniert. Das Untere Tor 5 wurde zum Museum Bayerisches Vogtland umgebaut und das Stadtarchiv sowie das Pfarramtsbüro der Hospitalkirche sind in den früher stiftisch genutzten Gebäuden am Unteren Tor 9 untergebracht. Im Jahre 2008 wurde das Reinhart-Cabinett (eine frühere Hausmeisterwohnung) eingeweiht und der Kulturkreis Hof e.V. (mit Museum-Aktiv) hat zwischenzeitlich sein Domizil im ehemaligen Verwaltergebäude der Hospitalstiftung (Dr.-Hofmann-Stube) erhalten. Im Unteren Tor 7 befindet sich außerdem noch die Konventstube, die nach wie vor für Vorträge und Kurse benutzt wird. In früheren Zeiten wurden die sämtlichen Räume für die Unterbringung von Pfründnern (alte und kranke Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hof) der Hospitalstiftung sowie auch als Lager- und Wirtschaftsräume genutzt. In früheren Jahrhunderten erfolgte dabei durch die Hospitalstiftung die Versorgung von Pfründnern in den überwiegenden Fällen durch Naturalleistungen (Gemüse, Fleisch, Getreide, Vieh und Fisch etc. – aber auch: Bier und Brennholz usw.). Verwaltet und vertreten wird die Hospitalstiftung Hof durch die Stadt Hof. Die Hospitalstiftung hatte - nach ihren Gebäuden am Unteren Tor - bereits im Jahre 1930/31 das „Bürgerheim“ gebaut. Die starke Nachfrage um Aufnahme in das Bürgerheim und die damit gemachten guten Erfahrungen haben die Verwaltung bewogen, ein zweites Altenheim zu errichten. Der Stadtrat hat sich dann in seiner Sitzung am 7. Februar 1957 mit dem geplanten Bau befasst und die Angelegenheit dem damaligen Stiftungsbeirat sowie dem Bauausschuss zugeleitet.

Für den geplanten Neubau wurden verschiedene Standorte - nicht nur im Bereich des Unteren Tores - diskutiert. Der Stadtrat hat dann in seiner Sitzung am 30. Mai 1958 einstimmig beschlossen, dass die Hospitalstiftung mit ihren Mitteln ein Alters- und Pflegeheim im Gelände des Hospitalkonvents erbaut. Dafür musste die alte stattliche Hospitalscheune abgerissen werden, die vielleicht älteren Hoferinnen und Hofern noch bekannt ist. Gleichzeitig wurde damals der alte Hospitalhof in einen Gartenhof umgewandelt. Mit der Bauplanung wurde der bekannte Hofer Architekt Horst Rudorf beauftragt. Hintergrund der damaligen Überlegungen war auch die Beobachtung, dass sich die älteren Menschen in einem Altersheim außerhalb Hofs nicht besonders wohlfühlen und nach einiger Zeit immer wieder in ihre Heimatstadt zurückwollen, in der sie Jahrzehnte gelebt haben. Man hatte sich deshalb auch dazu entschlossen, das Altersheim im Stadtinneren in Verkehrsnähe und nicht an einem Randgebiet zu errichten. Bereits in der Sitzung vom 7. November 1958 wurden die Erd-, Maurer-, Beton-, Zimmerer- und Verputzarbeiten an die Firma Gebr. Schrenk vergeben. Mit dem Bau sollte sofort begonnen werden. Der Rohbau des Hauses ging rasch vorwärts und bereits am 31. Juli 1959 konnte in traditioneller Weise das Richtfest stattfinden.

 

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Das Hospitalaltenheim kurz nach seiner Fertigstellung 1960

Danach kamen die Innenarbeiten in Gang, die sich jedoch länger als ursprünglich geplant hinzogen. Nach einer Bauzeit von rund 20 Monaten wurde am 4. Juni 1960 das neue Alten- und Pflegeheim am Unteren Tor seiner Bestimmung übergeben. Das Heim galt seinerzeit als moderne Einrichtung und fand allgemeine Anerkennung. Bei der Konzeption lag die Betonung auf Altenheim, dem eine Pflegeabteilung angeschlossen ist. Die Bewerberzahl übertraf in kurzer Zeit die zur Verfügung stehenden Plätze.

Bereits im Jahre 1995 gab der Stadtrat dann grünes Licht für den Neu- und Umbau des Alten- und Pflegeheimes am Unteren Tor. Durch die umfangreichen Baumaßnahmen wurde vor allem versucht, der erhöhten Nachfrage nach Einzelplätzen gerecht zu werden; außerdem sollten überall Nasszellen in der Nähe sein. Zunächst wurde der Neubau mit 71 Pflegeplätzen auf dem Gelände in der Gerbergasse hochgezogen. Die nötigen Grundstücke hatte die Hospitalstiftung erst kurz vorher zugekauft. Für den Neubau wurden die Häuser Gerbergasse 1, 4, 8 und 12 sowie die Garagen und ein kleines Lagergebäude abgebrochen. Der Neubau des Altenpflegeheimes in der Gerbergasse 4, das am 01.02.1998 in Betrieb genommen wurde, war das bislang größte Bauprojekt der Hospitalstiftung. Nach Fertigstellung des Neubaues wurden die Senioren, die im alten Haus der Hospitalstiftung am Unteren Tor wohnten, in den Neubau verlegt. Danach wurde der Altbau am Unteren Tor saniert. Durch den Neubau und den zum 01.05.1999 abgeschlossenen Umbau wurden insgesamt 98 Heimplätze geschaffen. Die gesamte Baumaßnahme einschließlich der 9 Apartments für das „Betreute Wohnen“ lag bei einer Größenordnung von damals 20 Mio. DM - an Eigenmitteln hat dabei die Hospitalstiftung 10 Mio. DM aufgebracht.

Das Leben im Altenpflegeheim hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten stark verändert: Stand Anfangs die Unterbringung und Verpflegung älterer Menschen stark im Vordergrund, so wird heute die Aufnahme in einem Altenpflegeheim immer weiter hinausgezögert. Viele Seniorinnen und Senioren möchten möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Dies führt jedoch auch dazu, dass immer mehr (stark) pflegebedürftige und auch demente Bewohnerinnen und Bewohner in den Altenpflegeheimen zu finden sind. Außerdem sind auch die Ansprüche an die Ausstattung des Heimes und an die Betreuung gestiegen: Vielfach werden persönliche Erinnerungsstücke mitgebracht. Das Altenpflegeheim verfügt jetzt über individuell gestaltete Bäder und ein Therapiegarten wird angelegt. Im Altenpflegeheim existiert zwischenzeitlich eine kleine Cafeteria. In den Altenpflegeheimen findet nicht nur die Pflege kranker Seniorinnen und Senioren statt. Ergotherapeuten, Alltagsbegleiterinnen und eine gerontopsychiatrische Fachkraft gestalten gemeinsam die Betreuung der HeimbewohnerInnen in der Gerbergasse. Seit 01.12.2009 hat Frau Sabine Dippold die Heimleitung für das Altenpflegeheim an der Gerbergasse inne.

                                                           Siegfried Leupold

Mehr über die Hospitalstiftung erfahren Sie unter:
www.hospitalstiftung-hof.de


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Tauferinnerungsfeier am 11. Juli 2010 um 9.30 Uhr in der Hospitalkirche                Das Bild vergrößert (1,5 MB)


Bild von der Tauferinnerungsfeier im Juli 2009


Am Sonntag, den 11. Juli 2010 luden wir unsere Kinder nicht um 11 Uhr, sondern schon um 9.30 Uhr zu einem besonderen Gottesdienst in die Hospitalkirche ein, zu dem auch die Eltern herzlich eingeladen waren. Wir sangen Lieder zum Keyboard, bedachten, was es mit dem Wasser auf sich hat und erneuerten das Bekenntnis unseres Glaubens. Eltern und Kinder waren eingeladen, sich gemeinsam segnen zu lassen, wie das auch zur Taufe geschah.

Die nächste Tauferinnerungsfeier findet am 17. Juli 2011 in der Hospitalkirche statt. Eltern und Kinder werden gebeten, ihre Taufkerze, ihren Taufspruch (siehe Taufurkunde) und ein Foto von ihrer Taufe mitzubringen. Bei diesem Gottesdienst sollen die Taufsprüche im Mittelpunkt stehen.                                                                  Pfr. Taig


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"Pastor Jörg" berichtet aus der Ukraine                                                                                                   Mai 2010


Liebe „Hospitäler“!

Mit Freude erzähle ich wieder von dem, was sich die letzten Monate bei mir in der Ukraine ereignet hat:

Advent

Schon lange liegt er zurück, aber er ist vielen auf der Krim in guter Erinnerung geblieben: Ich habe Freunde und Bekannte, den Kirchenvorstand und die Jugendgruppe mit selbstgemachtem Glühwein bewirtet. Dazu gabs Weißenstädter und Arzberger Lebkuchen, Kirchenlamitzer Butterstollen und ein großes Paket Plätzchen, die mein Freundeskreis in Hof extra für mich und meine Bekannten in der Ukraine gebacken hat. Für viele hier war es die erste Begegnung mit unseren deutschen kulinarischen Adventstraditionen. Natürlich haben alle die Köstlichkeiten genossen.

Weihnachten

Das Magnificat, der Lobgesang der Maria, – im Wechsel gesungen von unserem Chor und mir als Liturg - natürlich auf Russisch (!): Das gabs bei uns im Weihnachtsgottesdienst. Wir haben aber nicht nur feierliche Gottesdienste mit festlicher Liturgie gefeiert. Es gibt hier einen schönen Brauch: Nach den Gottesdiensten an Weihnachten bleibt man noch in der Kirche und feiert gemeinsam als Gemeinde bei Keksen, Tee und Kaffee Weihnachten. Weihnachten ist hier noch mehr als bei uns ein Kirchenfest, denn die Geschenke gibt’s in der Ukraine und in Russland nicht unbedingt am Heiligen Abend, sondern hauptsächlich an Sylvester. Und so sind hier auch die vielen geschmückten Tannenbäume keine „Weihnachtsbäume“ wie bei uns, sondern schlicht "Neujahrsbäume". Unsere Kinder bekamen Geschenkpäckchen aus Polen, und unsere Gemeinde hat wiederum eine Kollekte eingesammelt, mit der wir kleine Geschenktüten für Kinder einer Wohngruppe im Waisenhaus "Tannenbäumchen" zusammengestellt haben. Die Kinder im Heim haben ihre Geschenke mit strahlenden Augen entgegengenommen.

Ich und mein Auto

Seit September habe ich einen Dienstwagen, VW Passat, Baujahr 1998. Es ist das alte Auto des Bischofs, das ich "geerbt" habe. Jedoch passiert es regelmäßig, wenn ich morgens nach Jalta losfahren will, um dort Gottesdienst zu feiern, dass der Wagen nicht mag. Ob er etwas gegen Jalta hat?? Beim ersten mal ging die 12 Jahre alte Batterie nicht mehr – minus 20 Grad waren für sie dann eben doch etwas zu viel. Beim nächsten Mal konnte ich zwar losfahren, hatte aber schon nach nur wenigen Kilometern einen qualmenden platten Reifen. Gott sei´s gedankt ist mir das am Ortsausgang passiert, direkt an einem Parkplatz: Ich hätte den Reifen nicht im Schneesturm auf der viel befahrenen Straße übers Krimgebirge wechseln wollen!! Im Gegensatz zur neuen teuren Batterie, die aus Deutschland eingeführt wurde, hat das Reifenflicken nur knappe drei Euro gekostet. Und zum Dritten: Vorletzten Sonntag wollte nun der Scheibenwischer nicht arbeiten – also auch keine gute Idee, mit dem Auto ohne Scheibenwischer nach Jalta zu fahren während es schneit. Die Scheibenwischer wurden zwar erst 2 Wochen zuvor repariert, gingen aber schon wieder nicht mehr: ein neuer Scheibenwischermotor ist erforderlich, und wieder steht das Auto auf dem Parkplatz, bis die Ersatzteile da sind. In der Werkstatt bin ich nun schon Stammkunde, und man kennt mich! Jedenfalls weiß ich jetzt, warum der Bischof einen neuen VW – Passat bekommen hat… In Jalta bin ich aber jedesmal doch noch pünktlich angekommen - mit dem Bus. Da es mit dem Auto oder der Miliz oft Schwierigkeiten gibt, fahre ich gewöhnlich rechtzeitig ab.

„Straf“

Damit sind wir schon beim nächsten Thema: der Verkehrspolizei. Als mich der Bischof auf der Krim besucht hat, habe ich ihm schon angekündigt, dass uns bei jeder Überlandautofahrt mindestens eine Polizeikontrolle erwartet. Und genauso traf es auch ein. Auf der Fahrt nach Feodosija wurden wir gestoppt. Ich kurble das Fenster hinunter. Im Regelfall stellen sich die Milizionäre mit Dienstgrad und Namen höflich vor und fordern zunächst einmal die Papiere. Das erste Wort unseres heutigen Kontrolleurs war jedoch ein unfreundlich gebrummeltes „Straf“. Ich frage freundlich nach, warum denn oder was für eine Strafe. Er antwortet nur: „große Straf“. Aussteigen, ins Polizeiauto einsteigen. Mittlerweile kenne ich schon so einige Polizeiautos von Innen. Also plaudere ich etwas mit dem Polizisten, er schreibt sich ein bisschen etwas auf. Irgendwann erfährt er, dass ich Pastor bin. Dann merkt er, dass kein Bestechungsgeld fließen wird. Und schließlich erwähne ich so nebenbei, dass im Auto noch der Bischof sitzt. Schließlich heißt es: „Sie dürfen wieder gehen. Gute Fahrt!“. Ab und zu hat man hier in der Ukraine bei Kontrollen einen Bonus als Pastor!

Die Nürnberger Lorenzkiche in Simferopol???

Tatsächlich: Da hängt sie vor mir auf einem Gemälde im Kunstmuseum!! Ich freue mich über diesen unverhofften Gruß aus der Heimat. Am vergangenen Sonntag hatte ich es endlich geschafft, das Kunstmuseum in Simferopol zu besuchen – nachdem ich nun schon fast ein Jahr hier wohne! Überrascht war ich, nicht nur die Lorenzkirche, sondern einige weitere Werke deutscher Künstler hier zu finden. Sogleich kam mir ein Verdacht: Könnte es sich dabei um „Beutekunst“ handeln? Und tatsächlich: Meine Internetrecherche ergab, dass im Jahr 2008 ein deutscher Tourist ebendiese Bilder sah und nachforschte: 87 Gemälde des Suermondt-Ludwig-Museums aus Aachen befinden sich auf der Krim. Seit dem Zweiten Weltkrieg galten sie als verschollen. Beide Museen arbeiten mittlerweile zusammen, jedoch ist eine Rückgabe der Bilder wohl ausgeschlossen, da entgegen internationalem Recht die Ukraine Beutekunst zum nationalen Eigentum erklärt hat.

Mein erster Besuch in Kiew

Auch erst am Ende meines ersten Ukrainejahres habe ich es in die Hauptstadt des Landes geschafft. Und das nicht an irgendeinem Wochenende – sondern an dem der Stichwahl zwischen Julia Timoschenko und Viktor Janukowitsch. In der Innenstadt hatten beide in Sichtweite zueinander ihre Bühne aufgebaut: Vor der Sophienkathedrale ist alles in Julias rot-weißes Design getaucht, von gegenüber scheinen mir Viktors blau-weiße Fahnen und Zelte vor dem Michaelskloster entgegen. Der Wahlkampf kann hier nicht ohne Bezug zum Glauben geführt werden: So stand auf einer Videoleinwand Julias „Gebet für die Ukraine“, und von Viktor habe ich einen Taschenkalender geschenkt bekommen, auf dem er vor einer Kathedrale posiert. Hier ist es unverzichtbar, als Politiker seine Kirchenverbundenheit zu zeigen, sind doch die Ukrainer sehr religiöse Menschen. Die Wahlbeobachter waren der Meinung, dass die Wahlen korrekt abgelaufen sind. Die Frage ist, wie man korrekt definiert. Ich kann nur erzählen, was man hier so hört: In vielen orthodoxen Gemeinden sind ganz deutlich Wahlempfehlungen gegeben worden, welchen Kandidaten die Gläubigen zu wählen haben. Und im Internet warben in vielen Foren Wahlkämpfer für ihren Kandidaten. Für die Stimme wurde Geld geboten: 150 Griwna hatte Julia im Angebot, Viktor dagegen 300. Ein Wunder, dass er gewonnen hat? Das Prinzip: Mache in der Wahlkabine mit dem Handy ein Foto von deinem Wahlzettel mit dem Kreuz an der richtigen Stelle, und lege deinen Pass daneben, damit du zu identifizieren bist. Dann kannst Du das Bild nach der Wahl einschicken und bekommst das Geld. Viele Studenten sollen das gemacht haben. Auch wenn nicht klar ist, ob es wirklich das Geld gibt – probieren kann man es ja und kosten tuts nichts. Leider habe ich nicht herausgefunden, ob nun tatsächlich gezahlt wurde…
Besonders beeindruckt haben mich in Kiew die bis aufs 11.Jahrhundert zurückgehenden Mosaiken der Sophienkathedrale. Die ehemalige Hauptkirche der Kiewer-Rus wurde als vielkuppelige fünfschiffige Kreuzkirche mit offener Galerie im byzantinischen Stil nach dem Vorbild der konstantinopolitanischen Haggia Sofia errichtet. Und es gibt in Kiew noch viele weitere interessante Dinge zu sehen, so dass ich bald wieder hinfahren werde.

Ein Brasilianer in der Ukraine

Armindo Schmechel, Pastor der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IELCB), ist mit seiner Frau Rosanne für die nächsten Jahre in die Ukraine gekommen, um hier zu arbeiten. Am Sonntag Reminiscere wurde er in Kertsch in sein neues Amt eingeführt. Zunächst ist er für die Gemeinden im Osten der Krim zuständig. Mit ihm und seiner Frau verstehe ich mich sehr gut, wir sind schnell Freunde geworden und ich lasse mich von der brasilianischen Fröhlichkeit gerne anstecken. Wir haben die Krim nun also „zweigeteilt“. Trotzdem ist mein Terminkalender für den Sommer schon sehr gut gefüllt: Es wird Sommerfreizeiten geben, etliche Gemeindebegegnungen mit Touristengruppen, unser Kertscher Zeltplatz soll eingeweiht werden und vieles mehr. Und außerdem fahre ich seit Dezember einmal monatlich nach Schlangendorf, einem Ort auf dem Festland. Ich helfe dieser Gemeinde, weil ihr Pastor zurück nach Deutschland ging. Dieses Dorf am Dnjepr ist eine eigene Welt für sich, über die ich vielleicht nächstes mal schreiben werde. Zu Armindo Schmechels Einführung war auch Bischof Uland Spahlinger zu Gast und hat mit mir die Krim von West (Evpatorija) bis Ost (Kertsch) bereist und fünf der sieben Gemeinden kennengelernt. Es waren intensive Tage, in der die Gemeinden über ihre Schwierigkeiten gesprochen haben, zugleich war es aber auch eine fröhliche Zeit mit vielen guten Erlebnissen und Eindrücken.

Sie sehen an meinen Erzählungen: Die Arbeit und das Leben auf der Krim machen mir viel Freude. Daher habe ich mich entschlossen, ein zweites Jahr in der Ukraine zu leben und zu arbeiten.

Herzlichst Ihr Jörg Mahler (Pastor)
(Mail: joerg_mahler@hotmail.com)

Weitere Bilder aus der Ukraine finden Sie in:
Jörg Mahlers Fotoalbum aus der Ukraine

 

Homepage von Pastor Jörg Mahler

Jörg Mahler in Kertsch. Im Hintergrund jenseits der Meeresenge befindet sich Russland.

 

Klicken Sie auf die unteren Bilder zum Vergrößern!

Die Lawra in Kiew - eines der bedeutendsten Klöster der orthodoxen Kirche

Blick vom Meer auf Jalta und das verschneite und im Nebel liegende Krimgebirge

Pastor Armindo Schmechel und seine Frau Rosanne bei seiner Amtseinführung durch Bischof Spahlinger im Februar 2010

Janukowitschs Wahlkampfbühne vor dem Michaelskloster

Der Gemeindechor anlässlich des Gedenktages der Deportation am 18. August 2009
 

Open-Air-Gottesdienst auf dem Gelände des neuen Zeltplatzes im Kertscher Gemeindegarten

Die fleißigen Arbeiter in Kertsch vor dem LKW mit unserem ganzen Unkraut

Orthodoxes Uspenskij - Höhlenkloster

 

Wer die Arbeit von Pastor Jörg Mahler unterstützen will, kann dies gerne tun:

Spendenkonto:
Martin-Luther-Verein Bayern
Konto: 760 700 914
BLZ 765 500 00 (Sparkasse Neuendettelsau)
Verwendungszweck:
Krimgemeinden Pastor Mahler


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11. Gemeindefest von Hospital und St. Michaelis im Innenhof des Hospitals am Sonntag, 13. Juni 2010

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"Vom Säen und Wachsen"

... so lautete das Motto des Familiengottesdienstes zum Gemeindefest, zu dem sich am Sonntagmorgen um 10 Uhr auch dieses Jahr wieder viele Gäste bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen einfanden. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom CVJM-Posaunenchor unter Leitung von Stadt- und Dekanatskantor Georg Stanek gestaltet, der für das Predigtlied vom kleinen "Senfkorn Hoffnung" extra einen flotten Bläsersatz geschrieben hatte. Im Mittelpunkt standen die beiden Gleichnisse von der "von selbst wachsenden Saat" und vom "Senfkorn'" aus dem 4. Kapitel des Markusevangeliums. Es gab eine Predigt für die Kinder und eine für die Erwachsenen. Wo etwas Wachsen soll, braucht es Achtsamkeit und Geduld. Das gilt für Pflanzen  und Menschen - und natürlich auch für eine christliche Gemeinde.  Alle Texte des Gottesdienstes können Sie hier nachlesen.pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich

Wie das mit dem Säen und Wachsen ist, konnten die Kinder im Laufe des Tages selbst ausprobieren. Unsere Helferinnen hatten Blumentöpfe vorbereitet, die erst bemalt und dann mit Erde befüllt wurden. Verschiedene Blumensamen standen zum Säen bereit. Mit dem Wachsen müssen die Kinder nun etwas Geduld haben.

Für das leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt. Vom selbstgebackenen Kuchen blieb so gut wie nichts übrig. Die Altenbegegnungsstätte St. Lorenz (ABS) war mit einem Stand vertreten und verkaufte Selbstgebasteltes. Für die Musik am Nachmittag sorgte Herr Hoffmann mit seinem Akkordeon. Herr Strößner bot um 14 Uhr eine Kirchenführung durch die Hospitalkirche an.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben: An die KuchenbäckerInnen, den Kirchenführer Herrn Strößner, die KinderbetreuerInnen, die HelferInnen an den Ständen und besonders an Mesner Neubert für die Gesamtorganisation. Dank auch an Frau Dippold, Heimleiterin des Altenheims der Hospitalstiftung, der uns wieder die Infrastruktur des Heims zur Verfügung gestellt hat.                       Pfr. Taig

 


Pfrin. Jahnel überlegte im Gespräch mit den Kindern, was so eine kleine Kastanie alles zum Wachsen braucht.


Gleich nach dem Gottesdienst machten sich die Kinder ans Bemalen von Blumentöpfen. Da half auch schon mal der Papa mit ...

Aus getrockneten Blüten und Selbstgemaltem konnten sich die Kinder Anstecker herstellen.

Nachdem die bemalten Töpfe getrocknet waren, wurden sie mit Erde gefüllt. Verschiedene Blumensamen standen zur Auswahl.

Für das leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt.
(Alle Fotos: Katja Bude)

Offenbar hatten diese beiden kleinen Fußballfans die richtige Strategie für die Nationalmannschaft entworfen. Sie gewann am Abend 4:0. 


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Aus dem Leben der Evangelischen Volksschule                                                                                           Mai 2010

„Mit den Händen lesen“

Wie wichtig unsere Augen als Sinnesorgan sind - damit beschäftigten sich die Schüler der 3. Klasse im Heimat- und Sachunterricht Anfang dieses Jahres. Und auch über die natürlichen Schutzfunktionen des Auges und wie man es vor Verletzungen schützen kann, sprachen die Schüler mit ihren Lehrern. Doch was es bedeutet, nur noch ganz wenig oder gar nichts mehr zu sehen, konnte sich keines der Kinder so recht vorstellen. Dies wurde erst erlebbar und nachfühlbar durch den Besuch von zwei blinden Frauen, der durch einen Kontakt zum Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund zustande kam. Beide Frauen waren gerne bereit, die Fragen der Kinder zu beantworten. Außerdem hatten sie einige Gegenstände dabei, die ihnen das Leben im Alltag erleichtern. So erfuhren die Schüler, wie z.B. ein spezieller Geldbeutel beim Einkaufen das Bezahlen erleichtert, wie ein kleiner Piepser beim Befüllen eines Wasserglases anzeigt, wann das Glas voll ist und dass es Kochbücher in Blindenschrift gibt.

Mit einer Punktschriftmaschine wurden die Namen der Kinder geschrieben, so dass nun jeder seinen eigenen Namen mit dem Finger „lesen“ kann. Spannend – und gar nicht so einfach – war das Gehen mit einem Blindenstock. Dazu wurden die Augen verbunden und die Kinder mussten eine kurze, eigentlich bekannte Strecke im Klassenzimmer mit Hilfe des Stockes ertasten und gehen. Doch am meisten faszinierte die Kinder der Blindenhund mit Namen „Watson“, der einer der beiden Frauen gehört. Schon nach kürzester Zeit waren sie von ihm ganz eingenommen und von seinen besonderen Fähigkeiten beeindruckt. Seine Besitzerin führte verschiedene Befehle mit ihm vor, auf die er zuverlässig und folgsam reagierte.

Ganz andere Sinne standen bei den Erstklässlern im Mittelpunkt. Im Februar stand an zwei Tagen ganz besonderer Unterricht auf dem Stundenplan: Rhythmiktraining. Dafür besuchte ein richtiger Profi unsere Schule, der Schlagzeuglehrer Fredi Wunner aus Schwarzenbach am Wald. Bevor die Kinder zahlreiche Instrumente ausprobieren durften, entdeckten sie zuerst ihren Körper als vielseitiges Rhythmusinstrument. Beim Klatschen, Stampfen, Fingerschnippen oder rhythmischen Sprechen legten sich alle kräftig ins Zeug. Danach wurde mit Alltagsgegenständen und verschiedenen Percussion-Instrumenten umgesetzt, was die Schüler zunächst ganz ohne Hilfsmittel geübt hatten.

Nach diesen ersten Einführungen in die vielseitige Welt der Rhythmen wagten sich die Kinder voller Begeisterung an afrikanische Trommeln, sogenannte Djembes. Voller Eifer brachten die beiden 1. Klassen unter der Leitung von Herrn Wunner Schulhaus und Wände zum Klingen und zum Schwingen. Noch viel lauter wurde es beim Ausflug der 3. Klasse zur Hauptfeuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Hof am Hallplatz. Als hier die Feuerwehrsirene ertönte, mussten sich alle die Ohren zuhalten. Im Unterricht hatten sich die Schüler bereits zuvor mit dem Thema „Feuer“ auseinandergesetzt und über Vorsichtsmaßnahmen und Löscharbeiten gesprochen. Auf dem Gelände der FFW Hof gab es nun die Gelegenheit, die Fahrzeughalle, Atemschutzwerkstatt, Einsatzzentrale und viele andere Bereiche ganz aus der Nähe zu sehen. Anhand von Fotos aus verschiedenen Einsätzen konnten die Kinder erkennen, dass „Feuer“ nur einer von vielen Aufgabenbereichen der Feuerwehr ist. Besonders spannend und interessant war der Moment, als ein großes Drehleiterfahrzeug aus der Halle geholt und die lange Leiter ausgefahren wurde.

Der Kunstunterricht führte die 6. Klasse in die Michaeliskirche. Unter dem Thema „Kunst im Mittelalter - Ein Werk entsteht“ nahmen die Schüler die prächtigen und vielfarbigen Glasfenster unter die Lupe. Am Beispiel dieser Kunstwerke befassten sie sich mit der Entstehung, der Gestalt und der Bedeutung dieser beeindruckenden Fenster und analysierten Form, Einteilung, Figuren und Farben. Im Unterricht skizzierten die Schüler dann eigene Fensterformen, die sie anschließend farbig ausgestalteten. Wer weiß, ob unter den Arbeiten nicht auch Entwürfe sind, die in einigen Jahrhunderten wiederum von Schülern im Kunstunterricht analysiert werden.

Staatliche Anerkennung

Eine freudige Mitteilung erreichte den Evangelischen Schulverein Hof schon kurz vor der Jahreswende: Der Privaten Evangelischen Grundschule Hof wird die staatliche Anerkennung durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus verliehen. Die Anerkennung erfolgt rückwirkend zum 1. September 2009. Zu den ersten Gratulanten gehörte Herr Dekan Günter Saalfrank (Bild rechts unten). Verbunden mit seinen Glückwünschen an Schulleiterin Frau Annette Weirich und den Vorsitzenden des Schulvereins, Herr André Adams, sagte er: „Ich freue mich sehr über die staatliche Anerkennung der Evangelischen Grundschule. Das ist ein Beleg für die gute Arbeit, die seit Jahren in der Bildungseinrichtung geleistet wird. Die Evangelische Schule hat nun ihren festen Platz in der Schullandschaft in Hof.“ Für die Schüler hat die staatliche Anerkennung auch ganz praktische Auswirkungen. Bei einem Übertritt an weiterführende öffentliche Schulen nach der 4. Klasse müssen an den aufnehmenden Schulen keine Aufnahmeprüfungen mehr abgelegt werden. Die Zeugnisse der Privaten Evangelischen Grundschule sind gleichberechtigt mit denen der öffentlichen Schulen.

Evangelische Volksschule Hof

 

Schüler der 3. Klasse mit Blindenhund „Watson“ ...

... und mit Blindenstock

1. Klasse beim Rhythmiktraining mit afrikanischen Trommeln

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Webseite der Evangelischen Schule:
www.evangelische-schule-hof.de

Mehr zum Thema Schule im Dekanat Hof finden Sie hier ...


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Endlich wieder mit Heiligem Geist


Rudolf Strößner hatte mir nichts verraten. Als ich am Pfingstsonntag zum Predigtgottesdienst kam, lag ein Zettel auf dem Tisch der Sakristei, auf dem stand: „Hebe Deine Augen auf!“ Ich hatte keinen Schimmer, was das sollte und glaubte an irgendeinen Scherz, den ich allerdings nicht verstand. Dann sah ich seine Enkelin ganz vorne in der ersten Kirchenbank sitzen. Ich setzte mich neben sie und erklärte ihr, dass an Pfingsten kein Kindergottesdienst wäre und sie deshalb auch gerne hinten sitzen könne. Sie protestierte: „Hier kann ich den Geist vom Opa besser sehen.“ Da fiel bei mir der Groschen. Mein Blick ging hinauf zum Kanzeldeckel. Rudolf Strößner hatte der leere Haken im Kanzeldeckel schon immer gestört. Jetzt sah ich, dass der Heilige Geist seinen Platz auf der Kanzel wieder gefunden hatte.

Das ist die Geschichte: Auf der Unterseite des Kanzeldeckels war eine Taube als Sinnbild des Heiligen Geistes freischwebend angebracht, die leider um 1980 gestohlen wurde. Erst hatte man dies gar nicht gemerkt. Lange Zeit war deshalb in der Mitte nur ein leerer Haken zu sehen. Rudolf Strößner, der den Schöpfer des Altars, Michael Heuffner, entdeckte, fertigte deshalb, nach dem Vorbild einer vergleichbaren Taube in Töpen von der Bildhauerfamilie Knoll, eine neue Taube und überreichte sie der Gemeinde am Pfingstsonntag, 31. Mai 2009 im Predigtgottesdienst um 11 Uhr. Von Hans Nikol Knoll stammen auch die Figuren oben auf dem Kanzeldeckel von 1693. Sie wurden im darauffolgenden Jahr durch den Maler Heinrich Lohe bemalt, von dem auch die Deckenbilder in der Hospitalkirche stammen.

Der Tag für das Erscheinen der neuen Taube im Kanzeldeckel konnte nicht besser gewählt sein. An Pfingsten feiert die Gemeinde das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jüngerschar, die daraufhin in alle Welt zieht, um das Evangelium zu predigen (Apostelgeschichte 2,1 ff.). Der Heilige Geist sorgt dafür, dass die Predigt als Wort Gottes bei der Gemeinde und vor allem in den Herzen der Menschen ankommt und Glaube entsteht. Deshalb hat der Prediger darauf zu achten, dass er sich treu an Gottes Wort in der Bibel hält. Nicht die Meinung des Predigers ist auf der Kanzel gefragt, sondern die Auslegung der Bibel, des Wortes Gottes. Denn der Heilige Geist will nicht unvermittelt, sozusagen aus heiterem Himmel wirken, sondern er wirkt durch die Predigt und das Hören auf Gottes Wort.

 

Klicken Sie auf die Bilder um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten.

Es ist darum eigentlich Gott selbst und sein Wort, das Evangelium, das herbeibringt, wen es ruft und macht, was es sagt. Gerade deshalb ist es angemessen, wenn auch der Prediger sein Bestes gibt. Sonst geht es ihm wie dem Pfarrer, der sich am Sonntagmorgen auf dem Weg zur Kirche überlegt, was er denn heute predigen soll. Er steigt zur Kanzel hinauf, schließt die Augen und betet: „O Heiliger Geist, nun sprich zu mir.“ Da hört er laut und deutlich wie der Heilige Geist zu ihm spricht: „Hermann, du bist faul gewesen!“
                                                                   Pfr. Taig


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Friedenskirche Zedtwitz feierte am 20. Juli 2008 fünfzigsten Geburtstag.
(Wenn Sie auf die Farbbilder klicken, erhalten Sie eine Vergrößerung, 1-2 MB)


Höhepunkt am Nachmittag: Die Kinder lassen ihre Ballonpost fliegen.

Mit einem Festgottesdienst in der Friedenskirche, die bis auf den letzten Platz gefüllt war, begann das Fest zum Jubiläum. Pfr. Taig predigte über  "Die Hütte Gottes bei den Menschen".  Der Posaunenchor Trogen und der Singkreis gestalteten den Gottesdienst mit. Christine Kemnitzer fragte alteingesessene Zedtwitzer nach ihren Erinnerungen an den Bau der Friedenskirche. Gäste von Nah und Fern waren gekommen.


Das Bild zeigt die Friedenskirche am Tag der Einweihung am 20. Juli 1958.

Im September 1953 stand im Hofer Anzeiger: „Am Dienstag fand im Saal des Gasthauses Puggel eine wichtige Versammlung des Zedtwitzer Kirchbauvereins statt. Pfarrer Kneule konnte recht viele Mitglieder und Gäste begrüßen. Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand der geplante Kirchbau im Schlosspark. ...“

Alle Informationen zur Geschichte der Friedenskirche finden Sie im  Hospitalbrief (Juli 2008, 2,3 MB). pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich


Frau Käthe Stein (Bild Mitte), die langjährige Leiterin des 1958 gegründeten Kirchenchores war den ganzen Tag dabei. Sie feierte in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag. Pfr. Weinreich (Bild unten), der von 1970 bis 1974 der letzte "Stadtvikar" alten Stils war, bezeichnete die Gemeinde in Zedtwitz als

seine "erste große Liebe" und erzählte so manche Geschichte aus seiner Zedtwitzer Zeit. Alle "Ehemaligen" erhalten regelmäßig den "Hospitalbrief" und bleiben so der Gemeinde verbunden. Grußworte sprachen Bürger-meister Grieshammer, Markus Schmidt für die Vereine, Dekan Saalfrank, Nachbarpfarrer Amarell aus Trogen und Pfr. i.R. Bezzel. Hans Peetz erinnerte an bereits Verstorbene, die maßgeblich zum Bau der Friedenskirche beigetragen haben.

Fast 200 Portionen Schweinebraten und Rouladen aus der Fattigsmühle ließen sich die Besucher schmecken. Am Nachmittag standen die Kinder im Mittelpunkt. Mit altertümlichen

Kostümen konnten die Kinder "historische Fotos" von sich machen lassen. Nach anfänglichem Zögern war die Begeisterung groß.


... vorsichtig, damit nichts danebengeht!


 ... eine Begegnung der besonderen Art am Rande mit Pfarrershund Gromit.


Die Kinder konnten sich mit Fingerfarben auf einem Leintuch verewigen.

Zum Abschluss des Festes pflanzte Hans Peetz einen von ihm gestifteten Baum vor der Friedenskirche. Vikar Mahler hielt dazu eine

Abschlussandacht. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgeplant, mitgestaltet,  mitgeholfen oder einen Kuchen gebacken haben. Herzlichen Dank auch an Herrn Ellmauer vom Sozialwerk Feilitzsch, der uns den Parkplatz vom Schloss überlies und an Fam. Trentzsch, die uns die Wiese zur Verfügung stellte. Mesner Günter Schmidt hat die Kirche zum Fest auf Hochglanz gebracht. Ein herzliches Dankeschön auch für alle Einlagen und Spenden zum Erhalt der Friedenskirche.              Pfr. Taig


nach oben... die Frankenpost berichtete.

Die Hospitalkirche ist offen!

Die „Siemakerng“ wollen Sie anschaun? Geht ned, da kummt ma ned nei! Solche und ähnliche Auskünfte haben Besucher der Stadt Hof schon von den freundlichen StadtführerInnen erhalten. Sie sind nur zum Teil richtig.

Richtig ist, dass wir das „Schatzkästlein“ Hofs nicht rund um die Uhr und nicht ohne Aufsicht offen halten können. Wir können auch keine Schlüssel der Kirche in fremde Hände geben. Wir sind für unsere Kirche verantwortlich und für Schäden im Zweifelsfalle auch haftbar. Leider weiß nicht jeder Zeitgenosse, wie er sich in einer Kirche zu benehmen hat. Die geschnitzte Taube unter dem Kanzeldeckel wurde uns vor einigen Jahren einfach geklaut.

Trotzdem tun wir alles, um Ihnen auch außerhalb der Gottesdienstzeiten die Kirche offen zu halten. Herr Neubert ist während der Bürozeiten an jedem Wochentag bereit, Ihnen die Kirche zu öffnen. Er und andere ehrenamtlichen Helfer der Kirchengemeinde sind außerdem nach Vereinbarung zu allen möglichen und auch unmöglichen Zeiten für Sie da, wenn Sie oder Ihre Gruppe in die Kirche möchten. Ist in solchen Fällen ein vorheriger Anruf oder eine Mail an uns zu viel verlangt? Ist es zu viel verlangt, wenn wir Sie bitten, Ihre Wünsche auch ein wenig an unseren Möglichkeiten auszurichten?

Alle Jahre ist die Kirche am Tag des offenen Denkmals nachmittags geöffnet. Viele nehmen die Gelegenheit wahr, sich durch die Kirche führen zu lassen. Wenn man sie findet … Herr Brecheis wurde am Rathaus nach der Hospitalkirche gefragt. Er zeigte einfach die Ludwigstraße runter. „Nein“, sagte der offensichtlich Ortskundige, „das da unten ist doch die „Siemakerng“! Auch wieder richtig. Es gibt offenbar Hofer, die noch nie in der Hospitalkirche waren.            Pfr. Taig

 

Unsere Kirche ist offen. Treten Sie ein!

http://www.offene-kirchen-
bayern.de/hospitalkirche-hof

 


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Konfirmandenunterricht und Konfirmation                                                                     Alles über die Konfirmation

Die Konfirmanden der letzten Jahre


Der Konfirmandenunterricht findet in Hospital in zwei "Wintersemestern" jeweils vom Beginn der Schule im September bis zu den Osterferien am Mittwoch Nachmittag statt. Er wird von den beiden Pfarrern für die Jugendlichen in den jeweiligen Pfarrsprengeln pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich erteilt.

Präparandenunterricht
(1. Halbjahr)

In der Regel
wenn Ihr Kind in die
7. Klasse geht
.

Sommerpause
 
 
 
 

Konfirmandenunterricht
(2. Halbjahr)

Wenn Ihr Kind in die
8. Klasse geht und den
Präparandenunterricht
besucht hat
.

Sommerpause
 

Die Konfirmation im Stadtbereich Hof findet immer am Palmsonntag (Sonntag vor Ostern) in der Hospitalkirche statt. Die Konfirmation in Zedtwitz findet immer am Weißen Sonntag (Sonntag nach Ostern) in der Friedenskirche statt.
   
Sonntag, 17.04.2011, 9.30 Uhr Sonntag, 01.05.2011, 9.30 Uhr
Sonntag, 01.04.2012, 9.30 Uhr Sonntag, 15.04.2012, 9.30 Uhr
Sonntag, 24.03.2013, 9.30 Uhr Sonntag, 07.04.2013, 9.30 Uhr
Sonntag, 13.04.2014, 9.30 Uhr Sonntag, 27.04.2014, 9.30 Uhr
Sonntag, 29.03.2015, 9.30 Uhr Sonntag, 12.04.2015, 9.30 Uhr

Anmeldung: Eine besondere Anmeldung im Pfarramt ist nicht erforderlich. Beim ersten Treffen in der Hospitalkirche und im Gemeindehaus Zedtwitz, das nach Schulbeginn am Mittwoch 22. September 2010 um 17 Uhr in der Hospitalkirche (18 Uhr im Gemeindehaus Zedtwitz) stattfindet,  werden alle Anmeldeunterlagen ausgegeben und die Unterrichtszeiten besprochen. Hier finden Sie das Anmeldeformular. (200 KB) pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich

nach oben Weitere Auskünfte erhalten Sie im Pfarramt.

Schule und Konfirmation                                                     Der Artikel als PDF pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich (Der Hospitalbrief Dezember 2006)
(Ein Zwischenruf von Pfr. Johannes Taig)

"An machen Tagen rauft man sich als Journalist in einer Redaktion, die auf Religion und Kirche spezialisiert ist, schon die Haare. Fast die Hälfte der Deutschen, heißt es da in einer KNA-Meldung vom letzten Donnerstag, würde den Religionsunterricht zu Gunsten von Deutsch und Mathematik streichen. Das hat eine von der "Zeit" in Auftrag gegeben Umfrage ergeben. 48 Prozent der Befragten plädieren für die Abschaffung der religiösen Erziehung, 15 Prozent sind außerdem der Meinung, auf Kunst und Philosophie-Unterricht könne man verzichten, 10 Prozent halten den Musikunterricht für überflüssig. Bildungs-Utilitarismus nennt man so etwas wohl. Die platte Nützlichkeitserwägung steht im Vordergrund. Wahrscheinlich beklagen dieselben Befragten aber auch, dass heutzutage keine Werte mehr vermittelt und die Neonazis wieder auf dem Vormarsch sind." Das schrieb Wolfgang Küpper im BR-Kirchen-News-letter vom 25.02.05.

Uns Pfarrern, die wir uns mit dem Konfirmandenunterricht viel Mühe geben, geht es genauso. Seit der Einführung des G 8, des achtstufigen Gymnasiums, in dem die SchülerInnen den Stoff von 9 nun in 8 Jahren bewältigen müssen, gibt es immer mehr Nachmittagsunterricht, immer mehr Hausaufgaben und immer größeren Leistungsdruck. Ganztagesklassen entlassen die SchülerInnen erst nach 16 Uhr. Kirchlicher Unterricht? Der pure Luxus, den man sich immer weniger leisten kann. Und so landet der Konfirmandenunterricht in der Liste der wirklich wichtigen Dinge im Leben auf dem allerletzten Platz, noch hinter dem Wandertag, der kurzfristig für den Mittwoch Nachmittag angesetzten Schulsportveranstaltung, dem Termin beim Kieferorthopäden und der Tanzprobe der Narrhalla. Das müssen Sie verstehen, Herr Pfarrer, dass meine Tochter bei der schulischen Belastung nicht auch noch irgendwelche Gesangbuchlieder auswendig lernen kann.

Nein, ich verstehe das nicht! Und ich kann es schon nicht mehr hören, dieses tolle Gejammer über den Verlust von Werten in unserer Gesellschaft. Das Gejammer über Jugendliche, die im Leben vielleicht trotz guter Noten in Mathematik am Ende scheitern, weil ihnen jede emotionale und soziale Kompetenz und jede Lebenskunst abgeht. Was geschieht mit einer Generation von metaphysisch Obdachlosen, die ohne Herzensbildung heranwachsen? Sie werden sich für das Unsere nicht wie für das Eigene einsetzen, weil man ihnen die Bildung eigener Wurzeln, einschließlich der religiösen und kulturellen, verweigert hat mit dem Hinweis auf angeblich Wichtigeres. Als religiöse Analphabeten werden sie auf jeden spirituellen Mummenschanz und jeden esoterischen Rattenfänger hereinfallen.

Wenn Eltern ihr Kind nicht mit auf die Konfirmandenfreizeit fahren lassen, obwohl jede Schulordnung hierfür bis zu drei schulfreie Tage im Jahr gewährt, weil sie befürchten, dass zwei Tage versäumter Unterricht in der 8. Klasse die Zukunft ihres Kindes gefährden könnte, dann spricht das Bände über die Verunsicherung der Eltern, über die Zukunftsangst und fehlende Eigenorientierung darüber, was im Leben wichtig ist, und wo die letzten Horizonte liegen.

Im Konfirmandenunterricht geht es um genau diese Fragen: Wo wir herkommen und hingehen; wie ein Leben gelingen kann; welche Spielregeln es dafür gibt; wie mit Tod, Leid und Schuld umzugehen ist und vieles mehr. Dabei sollen die KonfirmandInnen, anders als in der Schule, nicht nachsagen, was ihnen vorgesagt wird, sondern in einem angst- und herrschaftsfreien Raum den eigenen Standpunkt finden und lernen, den Glauben und die Überzeugung des anderen zu akzeptieren. „Gemeinsam Leben und Glauben lernen“ könnte daher ein treffliches Motto für den Konfirmandenunterricht sein. Kirchlicher Unterricht leitet an zur „Freiheit eines Christenmenschen“ (Luther).

Gemeinsam im wahrsten Sinn des Wortes. Unsere Kinder werden heute ab der vierten Klasse aus- und einsortiert in verschiedene Schularten und sehen sich auch als Nachbarskinder oft nur selten wieder. Da es eine gemeinsame Jugendkultur heute nicht mehr gibt, leben sie in unterschiedlichen Milieus und Moden, die kurzlebig und unübersichtlich sind. Hier liegt eine wichtige Chance des Konfirmandenunterrichts, der die verschieden geprägten Jugendlichen wieder um einen Tisch versammelt und deutlich macht, dass der christliche Glaube Menschen über alle Grenzen, Schichten und Milieus hinweg verbindet und zu vereintem Handeln und Gemeinschaft befähigt.

Diese Chance will der Konfirmandenunterricht wahrnehmen. Über neue Formen und Zeiten des Unterrichts können wir reden. Wenn aber Eltern in Zukunft dem Konfirmandenunterricht keine Wichtigkeit mehr einräumen und ihn notfalls auch einmal gegen die Interessen von Schule, Vereinen et. verteidigen, wird er auf verlorenem Posten stehen.
Pfr. Taig

 

Der Wandbehang in der Kapelle des Mutterhauses der Christusbruderschaft Selbitz
© Christusbruderschaft Selbitz

 

Alles über die Konfirmation

Die Konfirmanden der letzten Jahre    

Unterricht und Termine


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Jubelkonfirmation 2010/2011 in der Hospitalkirche

Vielleicht erinnert sie dieses Bild vom "Stein" an längst vergangene Zeiten. Aber so schön sieht er auch heute (wieder) aus. Das Konfirmationsjubiläum ist Gelegenheit, zurückzuschauen, zurückzukehren, sich wieder zu sehen und Gott zu danken. Wenn Sie vor 50, 60, 65 oder noch mehr  Jahren konfirmiert wurden, laden wir Sie ein zur Goldenen, Diamantenen und Eisernen Konfirmation am Sonntag Exaudi, 05. Juni 2011, um 9.30 Uhr in der Hospitalkirche. Sie können sich am Vorabend ab 18.30 Uhr in der Gaststätte "Naturheilverein" 95028 Hof, Plauener Str. 25, Tel 09281/2806 treffen. Die Hospitalpfarrer werden da sein und haben für Sie reserviert. Für Gedenkschein und Sträußchen erbitten wir einen Beitrag von
7
.

Wenn Sie vor 25 Jahren konfirmiert wurden, laden wir Sie ein zur Silbernen Konfirmation am Sonntag 10. Juli 2011 mit Gedenkgottesdienst um 11.00 Uhr in der Hospitalkirche. Sie können sich am Vorabend ab 18.30 Uhr im Ristorante-Pizzeria "La Romantica", Enoch-Widman-Str. 1/Ecke Heiligengrabstr., 95028 Hof, Tel 41716, treffen. Pfarrer Taig wird da sein und hat für Sie reserviert. Für Gedenkschein und Sträußchen erbitten wir einen Beitrag von 7.

Friedenskirche Zedtwitz: Der Termin für die Jubelkonfirmation 2011 in der Friedenskirche Zedtwitz wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Der Theresienstein vom Treppenaufgang her


Bitte melden Sie sich im Pfarramt Unteres Tor 9, 95028 Hof an.
Tel. (0 92 81) 28 68, Fax (0 92 81) 28 43,
E-Mail: hospitalkirche.hof@elkb.de. Alle, die sich anmelden, werden wir dann schriftlich genauer informieren.

nach oben Konfirmationsjubiläen der vergangenen Jahre

Unsere Gemeinde in Zahlen
 
  2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001

2000

1999

1998

1997

Taufen 16 20 28 26 21 20 24 27 29 39 37

43

34

Konfirmation 20 20 49 29 31 32 33 40 32 28 36

39

56

Trauungen 5 5 9 3 5 4 6 7 10 11 7

9

15

Bestattungen 72 65 75 69 65 68 79 79 62 63 70

54

65

Abendmahlsgäste 1376 1509 1514 1403 1760 1954 2019 2096 2073 2103 1794

1846

1767

Eintritte 4 3 0 3 4 3 1 4 3 1 2

8

1

Austritte 9 31 17 8 15 14 13 12 13 17 25

20

13

Spenden (€)*

53.600 57.573 54.266 54.387 53.525 48.714 56.113 38.638 49.534 49.858 44.828

42.247

36.957

Spenden pro Person (€) 14,60 15,39 14,27 14,09 13,57 12,01 13,46 9,19 11,57 10,38 9,34

8,80

7,69

Gemeinde-
mitglieder**
3672 3742 3803 3858 3943 4055 4167 4200 4280 ca. 4800 ca. 4800

ca. 4800

ca. 4800

*im Betrag sind Spenden für äußere Zwecke (Kollekten für Dienste und Werke, Brot für die Welt, et.) enthalten.
Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön!

** Die Zahlen beziehen sich ab 2001 (vorher wurde eher geschätzt!) nur auf die Gemeindemitglieder mit Hauptwohnsitz im Gemeindebereich. Zählt man - wie vor 2001 - die hinzu, die einen Nebenwohnsitz in der Gemeinde haben, dann hatte
die Gemeinde im Juni 2009 4100 Gemeindeglieder.

Sie interessieren sich für die Zahlen anderer Gemeinden oder des Dekanats Hof? Hier werden Sie fündig.
Zu welchem Sprengel Sie gehören erfahren Sie hier.


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Kleinkinder im Erwachsenengottesdienst?                                                                         (Der Hospitalbrief Juli 2008)

Damit kein Missverständnis aufkommt: Wir lieben unsere Kinder - und die kleinen ganz besonders! Deshalb bieten wir Kindergottesdienste (in Hospital jeden Sonntag parallel zum 11 Uhr Gottesdienst) und Familiengottesdienste zu besonderen Anlässen und Festtagen an. Dann freuen wir uns, wenn Eltern alle ihre Kinder mitbringen, auch die ganz kleinen. Bei diesen Gottesdiensten stört es niemand, wenn Kinder herumlaufen und sich auch einmal lautstark wohlfühlen. Das gilt auch für alle Taufen, zu denen wir uns über möglichst viele Kinder freuen, die eingeladen sind, ihre Taufkerzen mitzubringen, um mit dem Täufling zu feiern. Unsere Kinder haben ein Recht auf solche Gottesdienste ...

… und die Erwachsenen haben ein Recht auf ihre Gottesdienste.
Wir meinen z.B. den Beichtgottesdienst vor der Konfirmation, wo die Gemeinde in der Stille ihre Schuld vor Gott bedenkt; die feierliche Abendmahlsfeier, den meditativen Wochenschluss, wo es drei Minuten Stille gibt, oder den Haupt- bzw. Predigtgottesdienst, wo die Gemeinde kommt, um die Predigt zu hören, für die sich der Pfarrer acht Stunden lang vorbereitet hat.

Dann möchte die Gemeinde nicht hören, wie viele Wörter der Kleine schon laut sprechen kann. Sie möchte nicht erfahren, wie toll er mit dem Papa Bilder im Gesangbuch betrachten kann, und wie lange der Sprössling das Gesangbuch schon halten kann, bevor es herunterkracht. Die Gemeinde ist nicht gekommen, um zu sehen, wie geschmackvoll Eltern ihre hochgehaltenen Kinder einkleiden und wie putzig sie über die Bänke und die darin Sitzenden krabbeln können. Die Geduld ist nicht nur beim Pfarrer begrenzt, zu beobachten, wie lange es dauert, bis die Mutter ihr Kind beruhigt hat und die Predigt weitergehen kann.

Diese Zeilen wären völlig überflüssig, wenn es - wie früher - noch selbstverständlich wäre, dass Eltern, deren kleine Kinder beginnen, einen Erwachsenengottesdienst zu stören, von selbst auf die Idee kämen, das Gotteshaus zu verlassen. Das Empfinden, dass überhaupt eine Störung vorliegt, kann leider nicht mehr vorausgesetzt werden. Ein Hinweis darauf wird schnell und manchmal auch aggressiv mit dem Vorwurf der „Kinderfeindlichkeit“ quittiert.

Den lassen wir nicht auf uns sitzen und fragen: Würden Sie ihr kleines Kind in eine Theatervorstellung oder ein Hauptkonzert der Hofer Symphoniker mitnehmen? Dafür gibt es Kindertheater, Kinderkonzerte und die Musikschule. Dort sind Kinder herzlich willkommen.

Tun Sie Ihrem Kind wirklich einen Gefallen, wenn Sie es in einen Erwachsenengottesdienst mitnehmen und von ihm ein Verhalten verlangen, zu dem es noch gar nicht in der Lage sein kann?! Wir meinen, wer kleine Kinder in einen Erwachsenengottesdienst mitnimmt, wird weder den Kindern, noch den Erwachsenen gerecht, noch der Würde der gottesdienstlichen Feier. Die Störung einer solchen Feier ist kein Kavaliersdelikt. Auch hier gilt: Eltern haften für ihre Kinder.

Wir feiern gerne richtige Kinder- und Familiengottesdienste und wir feiern gerne richtige Erwachsenengottesdienste. Wir dürfen nicht dulden, dass Erwachsenengottesdienste durch Gedankenlosigkeit und nach Lust und Laune zu Kinder- und Krabbelgottesdiensten umfunktioniert werden.

Wir haben im Kirchenvorstand über dieses Thema gesprochen und fanden, es ist an der Zeit, darauf in aller Deutlichkeit einmal hinzuweisen - um unserer kleinen und unserer großen Gemeindeglieder willen. Nur so können wir in unseren Gottesdiensten allen Gemeindegliedern und der Würde unserer Gottesdienste gerecht werden.

Natürlich wissen wir, dass z.B. Taufe, Hochzeit, Konfirmation und auch Weihnachten Familienfeste sind, zu denen die ganze Familie unterwegs ist und miteinander feiern möchte. Deshalb werden wir in Zukunft z.B. zur Konfirmation und anderen Gelegenheiten parallel zum Gottesdienst die Gemeinderäume öffnen, wo sich Eltern zurückziehen können, wenn die kleinen Kinder in der Kirche unruhig werden. Dort finden Sie Kinderbetreuung, bzw. Spielsachen - und wir wetten, dass auch die Kinder sich dort wesentlich wohler fühlen.

Seien Sie also nicht gleich böse, wenn Sie von einem freundlichen Mitglied des Kirchenvorstandes im Bedarfsfall auf ein solches Angebot hingewiesen werden.

Unsere Kinder stehen im Mittelpunkt - aber nicht immer und überall.

 

Auf unseren Artikel in der Ausgabe vom Juli 2008 zum Thema „Kleinkinder im Erwachsenengottesdienst“ erhielten wir zahlreiche Rückmeldungen: Sehr viel Zustimmung, aber auch einige kritische Stimmen, besonders aus Zedtwitz.

Der Kirchenvorstand hat beschlossen, dass die Kindergottesdienstarbeit intensiviert werden soll. Am 12. Juli 2009 fand eine Tauferinnerungsfeier und am Erntedankfest ein Gottesdienst für Eltern und Kinder jeweils um 9.30 Uhr in der Hospitalkirche statt, die zur festen Einrichtung werden sollen. Wir verweisen auch auf unsere Familiengottesdienste an Weihnachten in Zedtwitz und zu den Gemeindefesten.

Mit dem Hospitalbrief vom Juli 2009 haben wir eine Umfrage zu Familiengottesdiensten durchgeführt. Zur Auswertung pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich stellt der Kirchenvorstand laut Protokoll am 26. Oktober 2009 fest:

"Insgesamt sind aus ca. 3000 verteilten Gemeindebriefen nur 14 Rückmeldungen aus Hof und 5 Rückmeldungen aus Zedtwitz eingegangen. Es zeigt sich, dass dem großen Interesse von einem Teil der Mitarbeiterschaft an mehr Familiengottesdiensten, kein ebensolches Interesse in der Gemeinde entspricht. Es wird die Meinung vertreten, eine anonyme Umfrage hätte mehr Rückmeldungen erbracht. Andererseits hätten mögliche Interessenten dann nicht gezielt eingeladen und angesprochen werden können. Die Ergebnisse der Umfrage rechtfertigen nicht, diesem Thema in Zukunft größeres Gewicht zu geben. Pfr. Taig will dennoch an den Familienangeboten zur Tauferinnerung und am Erntedankfest um 9.30 Uhr in der Hospitalkirche festhalten, da diese gut angenommen wurden."

Der Kirchenvorstand bleibt bei seiner Bitte an alle, darauf zu achten, dass Erwachsenengottesdienste nicht durch Kleinkinder gestört werden und lädt alle Kinder
herzlich zu den Kindergottesdiensten ein.

Pfr. Taig


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Fotografieren in der Kirche!?

Die Trauung kann beginnen. Der Altarraum wird von zwei Scheinwerfern grell ausgeleuchtet. Links und rechts stehen zwei Kameras, denen nichts entgeht. Hinten auf der letzten Bank sitzt einer vor einem großen Monitor. Plötzlich steht er auf und schreit: Klappe! Sorry, aber die Segnung müssen wir gleich noch mal machen.
Das, liebe Leser, ist leider nur fast frei erfunden. In den Zeiten von „Big Brother“ scheint alles, und wirklich alles zur medialen Ausbeutung zur Verfügung zu stehen. Soll das in der Kirche auch so sein?
Ich meine, nein! Es sollte sich von selbst verstehen, dass man einen betenden Menschen nicht filmt. Oder einen der zum Abendmahl geht, vielleicht innerlich bewegt und mit Tränen in den Augen. Das sind sehr private Momente, in denen die Objektive verschlossen bleiben sollten. Kirche soll ein geschützter Raum bleiben, in dem wir sein dürfen, wie wir sind und wie wir uns fühlen. Hier dürfen die Alltagsmasken fallen, ohne Angst vor dem Blitzlicht, ohne die Angst das Gesicht zu verlieren.
Davor sollte jeder Respekt haben, im eigenen Interesse! Für die Erinnerungsfotos an kirchliche Feiern gibt es auch Möglichkeiten, die die Würde und Andacht des Gottesdienstes nicht stören. Meine Erfahrung ist: Wenn man vorher über dieses Thema redet, findet man Lösungen, mit denen hinterher der Pfarrer und alle Beteiligten zufrieden sind. Und das ist doch die Hauptsache, meint Ihr Pfarrer Johannes Taig.

 

"Die heiligen Räume haben heute ihr Problem mit uns. Wir lieben die Fremde nicht! In narzisstischen Lagen versuchen Menschen, alles sich selber gleich zu machen und sich alles anzueignen. Sie wollen sich dauernd selber vorkommen, sie wollen die Wärme und die Unmittelbarkeit einer sich selbst feiernden Gruppe. Und so soll es auch im Gottesdienst und in der Kirche gemütlich sein wie zuhause im Wohnzimmer. Je individueller und je formloser die einzelnen und die Gruppen vorkommen, um so authentischer scheint der Gottesdienst zu sein. Die Selbstfeier der Gemeinde wird zur Gottesdienstabsicht. Dieser Selbstfeier werden die Texte, die Formen und manchmal auch die Räume unterworfen. Die Gemeinde will unmittelbar zu sich selber sein, und so verliert der Gottesdienst seine Fremdheit, seine Andersheit. Das Verhalten der Menschen wird ununterscheidbar vom Verhalten zuhause, im Wirtshaus oder auf einer Party. Die Sakralität der Handlung und des Raumes wird nicht aufgehoben, wie oben beschrieben, durch das prophetische Wissen um die Heiligkeit aller Orte, sie wird zerstört durch die Banalität narzisstischer Allgegenwart. Die alten Räume stellen sich in ihrer Fremdheit zum Glück solchen Versuchen noch in den Weg, damit wird die Komik solcher Selbstinszenierungen wenigstens durchschaubar." (Fulbert Steffensky)


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