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Die Druckausgabe erscheint zweimal jährlich im Juni und im Dezember. Sollten Sie keinen Hospitalbrief erhalten haben, geben Sie bitte im Pfarramt Bescheid. Der Hospitalbrief liegt auch in unseren Kirchen aus. Hier können Sie den Hospitalbrief als PDF lesen.

Februar 2012  

Nachrichten
 

Rückblick

Konfirmation und Konfirmationsjubiläen
 

Immer aktuelle Informationen


  Alle aktuellen Termine finden Sie im Terminkalender unter "Gemeindeveranstaltungen".


Die Druckausgabe des Hospitalbriefs als PDF-Datei pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich  
 
  Dezember 2011 (44 Seiten 3 MB)* Juni 2011 (48 Seiten, 2,3 MB)
  Dezember 2010 (44 Seiten, 3 MB) Juni 2010 (44 Seiten, 2 MB)
  Dezember 2009 (44 Seiten, 2,4 MB) Juni 2009 (44 Seiten, 2 MB)
  Dezember 2008 (44 Seiten, 2,6 MB) Juli 2008 (48 Seiten, 2,3 MB)
  Dezember 2007 (36 Seiten, 1,9 MB) Juni 2007 (40 Seiten, 1,8 MB)
  Dezember 2006 (36 Seiten, 1,9 MB) Juli 2006 (40 Seiten, 2,1 MB)
  Dezember 2005 (40 Seiten, 2,9 MB) Mai 2005 (36 Seiten, 1,4 MB)
  Dezember 2004 (36 Seiten, 1,7 MB) Juni 2004 (24 Seiten, 850 KB)
  Dezember 2003 (28 Seiten, 1,2 MB) Juni 2003 (24 Seiten, 950 KB)
  Dezember 2002 (28 Seiten, 1,2 MB)  

*Aufmerksame Leser haben es bemerkt: Auf Seite 19 der Druckausgabe ist uns ein Fehler unterlaufen. Dort sehen Sie die Diamantenen KonfirmandInnen von 2010. In der PDF-Ausgabe und auf unserer Webseite sehen Sie die Richtigen!


pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlichTipp: Zum Download von PDF- Dateien mit rechter Maustaste auf das Link klicken, dann auf "Ziel speichern unter". Holen Sie sich zum Lesen den Adobe Reader.
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Wie feiert man den 500. Geburtstag eines Altars?

Der Hospitalbrief Juni 2011


Der spätgotische Marienaltar von Michael Heuffner (1511-2011)
In der Mitte Maria mit dem Christuskind, links die Heilige Katharina, rechts die Heilige Barbara.
(Klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Ansicht)
 

Gut sieht er aus für sein Alter - der Marienaltar in der Hospitalkirche. So ein runder Geburtstag sollte gebührend gefeiert werden. Aber wie? Natürlich könnten wir einen namhaften Referenten einladen, ein großes Konzert veranstalten und um Grußworte örtlicher und überörtlicher, geistlicher oder weltlicher Prominenz bitten. Ist dann alles gesagt, wenn wir den Altar sachkundig in seinen historischen und kunsthistorischen Rahmen stellen, wie Herr Strößner das in dankenswerter Weise im Sommerhospitalbrief getan hat? Sollten wir die Gelegenheit nicht nutzen, ein bisschen Fundraising zu betreiben, denn das gute Stück zu erhalten wird uns auch in Zukunft etwas kosten?

Ich stelle mir vor, wie Maria, Katharina und Barbara im Mittelschrein des Altars ein wenig mehr lächeln als sonst. Seit 500 Jahren stehen sie da. Was haben sie bisher an Not, Kriegen und Katastrophen überstanden? Wie viele Generationen von Christenmenschen haben sie kommen und gehen sehen? Wie viele Kinder wurden von ihren Eltern zur Taufe gebracht? Wie viele Konfirmanden haben bei ihrem Versprechen auf sie geschaut? Wie oft haben sie das „Ja, mit Gottes Hilfe“ aus dem Mund von Brautleuten gehört? Wie viele Menschen haben vor ihnen das Brot des Lebens und den Kelch des Heils im Abendmahl zu sich genommen? Wie vielen Predigten und Gebeten haben sie gelauscht und wie viele bittere Tränen gesehen? Wie viele Gottesdienste haben sie mitgefeiert? Denn dazu waren und sind sie schon so lange da. Das sollten wir zum 500. Geburtstag dieses Altars nicht vergessen. All das macht diesen Altar, ja die ganze Hospitalkirche, zu einem besonderen Ort geistlichen Lebens in hoher Konzentration.
  Vor diesem Altar wurden und werden freilich nicht die Gemeinde, nicht wir, hier wird Gott gefeiert. Die orthodoxen Christen verstehen mehr von Bildern als wir Nachfahren der Bilderstürmer. Für sie sind Ikonen Fenster zum Himmel. Fenster, durch die Gott auf uns schaut, und durch die wir auf Gott und in den Himmel schauen. Aber nicht auf Gott allein, sondern auf seine ganze Geschichte mit uns Menschen.

Der Altar der Hospitalkirche ist ein Weihnachtsaltar. In der Mitte steht Maria mit dem Christuskind. Und auf den Flügeln links und rechts wird die wunderbare Geschichte von der Menschwerdung Gottes erzählt, der zur Welt kam, damit wir sterblichen Menschen und der ewige Gott eine gemeinsame Zukunft haben. Es ist Gottes Geschichte, die vom Altar auf uns herabschaut. Und wir gehören durch die Taufe und im Glauben in sie hinein, wie Maria, Katharina und Barbara. Gott kommt zu uns, damit wir zu ihm nach Hause finden.

Deshalb begehen wir den Geburtstag unseres Altars am Besten, wenn wir tun, wofür er da ist: Gottesdienst feiern. Machen Sie sich in diesem Jahr am Freitag oder Sonntag einfach einmal auf mit den Worten: „Ich geh heut in die Siemakerng zum 500. Geburtstag!“

An den Geburtstag unseres Altars haben wir auch beim Gemeindefest gedacht. Den Artikel von Herrn Strößner finden Sie im Sommerhospitalbrief. Weitere Informationen finden Sie unter Geschichte der Kirche oder auf unserer HospitalDVD.                                       Pfr. Taig


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Konfirmandenunterricht und Konfirmation

Alles über die Konfirmation

Die Konfirmanden der letzten Jahre


Der Konfirmandenunterricht findet in Hospital in zwei "Wintersemestern" jeweils vom Beginn der Schule im September bis zu den Osterferien am Mittwoch Nachmittag statt (außer in den Schulferien). Er wird von den beiden Pfarrern für die Jugendlichen in den jeweiligen Pfarrsprengeln pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich erteilt.


Präparandenunterricht
(1. Halbjahr)

In der Regel
wenn Ihr Kind in die
7. Klasse geht
.

Im Stadtbereich
Mittwoch, 16.00 Uhr im Gemeindehaus Gabelsbergerstr. 66
(Sprengel 1 und 2, Pfr. Taig)
In Zedtwitz:
Mittwoch, 17 Uhr im Gemeindehaus Zedtwitz (Pfr. Koller)

Konfirmandenunterricht
(2. Halbjahr)

Wenn Ihr Kind in die
8. Klasse geht und den
Präparandenunterricht
besucht hat
.

Im Stadtbereich
Mittwoch, 16.00 Uhr im Pfarramt Unteres Tor 9 (Sprengel 2, Pfr. Koller)
Mittwoch, 17.00 Uhr im Gemeindehaus Gabelsbergerstr. 66 (Sprengel 1, Pfr. Taig)
In Zedtwitz:
Mittwoch, 18.00 Uhr im Gemeindehaus Zedtwitz (Pfr. Koller)

Alle Unterrichtsstunden und kurzfristige Änderungen finden Sie in unserem Terminkalender!


Anmeldung  

Eine besondere Anmeldung im Pfarramt ist nicht erforderlich. Beim ersten Treffen in der Hospitalkirche und im Gemeindehaus Zedtwitz, das nach Schulbeginn am Mittwoch 21. September 2012 um 17 Uhr in der Hospitalkirche (18 Uhr im Gemeindehaus Zedtwitz) stattfindet,  werden alle Anmeldeunterlagen ausgegeben und die Unterrichtszeiten besprochen. Es ist hilfreich, wenn Sie unser Anmeldeformular hier herunterladen, am PC ausfüllen und ausgedruckt mitbringen.

Formulare
 
Termine
  * Zum Ausfüllten von PDF-Formularen benötigen Sie den Adobe Reader. Mit dem Reader ist nur das Ausfüllen und Ausdrucken möglich. Zum Speichern ausgefüllter Formulare benötigen Sie Adobe Acrobat ab Version 7.

Die Konfirmation im Stadtbereich Hof findet immer am Palmsonntag (Sonntag vor Ostern) in der Hospitalkirche statt. Die Konfirmation in Zedtwitz findet immer am Weißen Sonntag (Sonntag nach Ostern) in der Friedenskirche statt.
   
Sonntag, 01.04.2012, 9.30 Uhr Sonntag, 15.04.2012, 9.30 Uhr
Sonntag, 24.03.2013, 9.30 Uhr Sonntag, 07.04.2013, 9.30 Uhr
Sonntag, 13.04.2014, 9.30 Uhr Sonntag, 27.04.2014, 9.30 Uhr
Sonntag, 29.03.2015, 9.30 Uhr Sonntag, 12.04.2015, 9.30 Uhr

nach oben Weitere Auskünfte erhalten Sie im Pfarramt.

Jubelkonfirmation 2012 in der Hospitalkirche

Vielleicht erinnert sie dieses Bild vom "Stein" an längst vergangene Zeiten. Aber so schön sieht er auch heute (wieder) aus. Das Konfirmationsjubiläum ist Gelegenheit, zurückzuschauen, zurückzukehren, sich wieder zu sehen und Gott zu danken. Wenn Sie vor 50, 60, 65 oder noch mehr  Jahren konfirmiert wurden, laden wir Sie ein zur Goldenen, Diamantenen und Eisernen Konfirmation am Sonntag Exaudi, 20. Mai 2012, um 9.30 Uhr in der Hospitalkirche. Sie können sich am Vorabend ab 18.30 Uhr in der Gaststätte "Naturheilverein" 95028 Hof, Plauener Str. 25, Tel 09281/2806 treffen. Die Hospitalpfarrer werden da sein und haben für Sie reserviert. Für Gedenkschein und Sträußchen erbitten wir einen Beitrag von
9
Euro.

Wenn Sie vor 25 Jahren konfirmiert wurden, laden wir Sie ein zur Silbernen Konfirmation am Sonntag 01. Juli 2012 mit Gedenkgottesdienst um 11.00 Uhr in der Hospitalkirche. Sie können sich am Vorabend ab 18.30 Uhr im Ristorante-Pizzeria "La Romantica", Enoch-Widman-Str. 1/Ecke Heiligengrabstr., 95028 Hof, Tel 41716, treffen. Pfarrer Taig und Pfarrer Koller werden da sein und haben für Sie reserviert. Für Gedenkschein und Sträußchen erbitten wir einen Beitrag von 9 Euro.

Zedtwitz: Die Jubelkonfirmation in Zedtwitz findet für alle Jubilare ab der Silbernen Konfirmation am Sonntag, 29. April 2012 um 9 Uhr in der Friedenskirche statt .

 

Der Theresienstein vom Treppenaufgang her


Bitte melden Sie sich im Pfarramt Unteres Tor 9, 95028 Hof an.
Tel. (0 92 81) 28 68, Fax (0 92 81) 28 43,
E-Mail: hospitalkirche.hof@elkb.de. Alle, die sich anmelden, werden wir dann schriftlich genauer informieren.

nach oben Konfirmationsjubiläen der vergangenen Jahre

Pastor Jörg Mahler berichtet aus der Ukraine

Der Hospitalbrief Dezember 2011


Liebe Hospitalgemeinde!

Mit Freude berichte ich wieder von meinem Dienst auf der Krim. Mittlerweile lebe und arbeite ich schon fast drei Jahre auf diesem schönen Fleckchen Erde.

Kirchenkreistag in Simferopol

„Was bedeutet denn die Lutherrose?“ Diese Frage wurde mir im letzten Jahr immer wieder von Gemeindemitgliedern gestellt. Deshalb machte ich das Wappen Luthers zum Thema meiner Predigt am Kirchenkreistag 2011. Einmal im Jahr treffen sich Gemeindemitglieder aller Krimgemeinden. In diesem Jahr waren es 80 Teilnehmer, und sogar unser Bischof Uland Spahlinger aus Odessa und Kirchenrat Zenker aus München waren zu Gast. In Gruppen arbeiteten wir zum Thema „missionarische Gemeinde“. Mission heißt „Sendung“. Gott sendet die Kirche und damit uns alle, seine Liebe in Wort und Tat zu den Menschen zu bringen. Wir erarbeiteten konkrete Ideen, wie unsere Gemeinden, aber auch jeder einzelne Christ, diesen Auftrag verwirklichen können.

Gemeindejubiläum in Kertsch

Am 1. Oktober 2011 hat die Gemeinde in Kertsch ihr 15jähriges Jubiläum gefeiert. Natürlich gehen die Anfänge der Gemeinde bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, aber vor 15 Jahren konnte die Gemeinde nach der Repression und dem Ende der Sowjetzeit neu gegründet werden. Am Morgen gab es einen Festgottesdienst, in dem Pfarrer Wolfgang Hagemann die Predigt hielt: Er ist Vorsitzender des Martin-Luther-Vereins Bayern, welcher hauptsächlich den Ankauf und die Renovierung eines kleinen Hauses als Kirchenraum für die Gemeinde finanzierte. Eine Delegation der Rostocker Partnergemeinde ließ sich das Jubiläum auch nicht entgehen und feierte mit den Kertschern mit.

Eine Bilderausstellung führte die Geschichte der Gemeinde vor Augen: Von den Anfängen mit den Gottesdiensten in einem Klassenzimmer einer Schule über die Einweihung des Gemeindehauses bis zum Bau eines Jugendzeltplatzes im Gemeindegarten, der auch von der deutschen Gemeinde genutzt werden kann. Fröhlich ging es beim gemeinsamen Essen zu: Die Gemeindemitglieder brachten leckere Speisen mit, und bei strahlendem Sonnenschein konnten wir im Gemeindegarten essen und gemütlich weiterfeiern.

Wahl zum Mitglied der Kirchenleitung

Als Pastor der Krimgemeinden bin ich auch Mitglied der Synode („Kirchenparlament“) der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche der Ukraine. Die Synodalen haben mich zum Mitglied des Präsidiums der Synode gewählt. Mitte Oktober wurde ich in mein neues Amt eingesegnet. Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten der Synode und vier weiteren Mitgliedern.

Zusammen mit dem Bischof bildet das Präsidium die Kirchenleitung und trifft zwischen den Synodaltagungen alle wichtigen Entscheidungen: welcher Pastor wo Dienst tun wird, welche Zuschüsse für Baumaßnahmen o.Ä. gewährt werden, aber auch Visitationen und Hilfe zur Konfliktlösung in Gemeinden gehören zu unseren Aufgaben.

Eigenes Abendmahlsgeschirr für Koktebel

Nur drei meiner sieben Gemeinden auf der Krim haben ein eigenes Abendmahlsgeschirr. Eine Delegation der EKM (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland) hat im Mai fünf unserer Gemeinden besucht und diese Not erkannt und der Gemeinde in Koktebel einen eigenen Kelch und eine Patene geschenkt, die aus Taizé in Frankreich stammen. Mit Freude haben wir beides am Johannestag in Dienst genommen.
Ausflüge im Sommer

An meinen freien Tagen im Sommer habe ich wieder einige neue Ecken der Krim besucht. Besonders beeindruckend war für mich der Karadag. Dieser Berg aus Vulkangestein ist ein Naturschutzgebiet und darf nur mit speziellen Bergführern betreten werden. Viele bizarre Felsformationen sind mit Sagen und Legenden verbunden: so der Teufelsfinger, die Totenstadt oder das Königspaar mit Gefolge.

Russische Küche

Ab und an treffe ich mich in Simferopol mit Freunden und wir kochen: einmal verzaubere ich meine Bekannten mit deutschen Köstlichkeiten, dann wiederum lerne ich leckere russische Gerichte kennen. Ich koche gerne, und habe schon Schuba (Schichtsalat mit Heringsfilet, roter Beete, Kartoffel, Ei und Mayonnaise), Borschtsch, Vareniki (Teigtaschen mit verschiedener Füllung), Pelmeni (eine Art Tortellini), Dim Lama (usbekisch: Lamm-Gemüseeintopf, über dem offenen Feuer zubereitet) und Rote-Beete-Gerichte in allen Variationen fest in meinen Speiseplan aufgenommen. Auf Wunsch lasse ich Ihnen gerne die Rezepte zukommen.

Ihnen allen wünsche ich eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Gott befohlen!

Herzlichst Ihr Jörg Mahler (Pastor)
(Mail: joerg_mahler@hotmail.com)

Wer die Arbeit von Pastor Jörg Mahler unterstützen will, kann dies gerne tun:

Spendenkonto:
Martin-Luther-Verein Bayern
Konto: 760 700 914
BLZ 765 500 00 (Sparkasse Neuendettelsau)
Verwendungszweck:
Krimgemeinden Pastor Mahler

 

Homepage von Pastor Jörg Mahler

Jörg Mahler in Kertsch. Im Hintergrund jenseits der Meeresenge befindet sich Russland.

Klicken Sie auf die unteren Bilder zum Vergrößern!

Die Lutherrose - in Stein gemeißelt über dem Portal der Kathedralkirche in Odessa.

Die Gemeinde Kertsch und ihre Gäste beim Jubiläum

Das neue Abendmahlsgeschirr von Koktebel

Das „Goldene Tor“ vor dem Karadag. Nicht nur Boote fahren gerne durch das Tor, auch Delfine sieht man ab und an.

Die Lawra in Kiew - eines der bedeutendsten Klöster der orthodoxen Kirche

Weitere Bilder aus der Ukraine finden Sie in:
Jörg Mahlers Fotoalbum aus der Ukraine


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Aus dem Leben der Evangelischen Volksschule

Der Hospitalbrief Dezember 2011


Schüleraustausch mit Albanien

Ein Erlebnis besonderer Art hatten einige Schüler der Privaten Evangelischen Volksschule in den letzten Schultagen bis hinein in die ersten Ferientage: einen Ausflug nach Albanien.

Albanien - ein uns weitgehend unbekanntes Land. Ehemals unter kommunistischer Diktatur unter Enver Hoxha öffnete es sich seit der Demokratiebewegung in den 90er Jahren langsam für Auslandskontakte. Reichtum und Armut liegen hier eng beieinander. Die Städte sind einerseits geprägt von Prachtbauten mit verspiegeltem Glas, andererseits finden sich verfallene Häuser, die dennoch bewohnt werden. Vom modernsten Auto bis zum Eselskarren sieht man alle nur denkbaren Fahrzeuge. In den Dörfern gibt es keinen Asphalt, dafür sind die Straßen gepflastert mit Schlaglöchern, die eine Fahrt sehr verlangsamen. An ihnen wird Obst und Gemüse, oft von Kindern, verkauft.

Aber wie kommt eine Hofer Schulklasse dazu, ausgerechnet nach Albanien zu reisen? Ein erster Kontakt kam durch Herrn Eberhard Brachtel zustande, der sich in dem Land engagiert, indem er während seiner Urlaubszeit den Ärmsten der Armen kostenlos medizinische Hilfe anbietet. Er arbeitet dort in engem Kontakt mit der Hilfsorganisation Nehemia. Neben der sozialen Arbeit liegt Nehemia auch die schulische Ausbildung am Herzen, weshalb ein weiterer Arbeitszweig die Bildungsarbeit ist.

Die christliche Privatschule Amaro Tan, was übersetzt „Mein Platz“ bedeutet, bietet Schulbildung, Schutz und Hilfe für Kinder in Not, unabhängig von Religion, Volkszugehörigkeit und Geschlecht. Vor allem Roma, aber auch Kinder aus armen Familien besuchen die Schule Amaro Tan, vom Kindergarten bis zum Schulabschluss in der 9. Klasse. Intensive Kontakte mit den Eltern und Hilfsprogramme für Familien sind wichtige Ergänzungen zum Unterricht, die den Kindern Chancen geben, den Teufelskreis von Armut und Unwissenheit zu durchbrechen. Des Weiteren schafft die Schule Schutz vor den Zugriffen von Kinderhändlern. Amaro Tan wurde 2002 von der Missionsorganisation Jugend mit einer Mission gegründet und ab 2008 von Nehemia übernommen.

Bereits vor über einem Jahr kam ein erster Kontakt zwischen der Privaten Evangelischen Volksschule und der Amaro Tan Schule zustande. Der Wunsch, sich kennen zu lernen, wurde durch eine Spende erweckt, welche die Schülerinnen und Schüler der Privaten Evangelischen Volksschule mit ihrer Schülerfirma selbst erwirtschafteten, und durch die darauf folgende Brieffreundschaft zwischen Kindern der beiden Länder nur noch verstärkt.

„Unsere Schüler hören oft, dass es Kindern in anderen Ländern nicht so gut geht, wie bei uns, aber recht vorstellen können sie sich das nicht“, so Schulleiterin Annette Weirich. „In Briefen kann man viel schreiben, aber mit eigenen Augen etwas sehen, das hat einen ganz anderen Stellenwert.“

Und so machte sich eine Gruppe aus sechs Schülerinnen und Schülern unter der Betreuung von Frau Weirich und Frau Walther auf den Weg. Ein interessantes und abwechslungsreiches Programm wartete auf sie: Neben Kennenlernen der Amaro Tan Schule waren auch gemeinsame Unternehmungen mit der Partnerklasse geplant. So standen eine Fahrt nach Korca und gemeinsame sportliche Aktivitäten, wie das Baden im nahen Ohridsee, auf dem Programm. Auch wurden eine Spende der Hofer Schule und diverse Hilfsgüter übergeben. Wenngleich auch in Albanien derzeit Sommerferien sind, bietet Amaro Tan ein Sommercamp für seine Schüler an, das aus einem gemeinsamen Frühstück, Sport, Singen, Spielen, Kreativem Gestalten und einem Mittagessen besteht. Beim Sport, bei den Spielen und beim Mittagessen durften auch die Hofer Schüler teilnehmen.

Untergebracht waren sie in einem Gästehaus auf dem Gelände des Hilfswerkes Nehemia und nicht, wie sonst bei einem Schüleraustausch üblich, in den Wohnungen der Kinder der Partnerklasse. Frau Weirich berichtet: „Einmal haben wir ein Kind der Amaro Tan Schule zu Hause besucht. Der Junge wohnt zusammen mit seinen beiden Eltern und sechs Geschwistern in einer Zweizimmerwohnung. Eine Küche haben wir nicht gesehen. Die Einrichtung ist denkbar einfach: ein kleiner Tisch mit einem Fernseher, vier Sofas. Die Fensterscheiben sind teilweise durch Plastiktüten ersetzt. Die Kleidung lag auf den Sofas in einem Zimmer. Von der Menge her gehe ich davon aus, dass ich genauso viel besitze - allerdings für mich allein. Und es war eine durchschnittliche Familie und nicht gerade eine arme. Trotzdem beklagte sich keines der Familienmitglieder. In den meisten Gesichtern im Roma-Gebiet spiegelte sich eine Zufriedenheit, die man in Deutschland oft vermisst. Dort ist man wohl mit dem wenigen, was man hat zufrieden. Und hier sind viele unzufrieden mit dem vielen, was sie nicht haben.“

Lukas und Annika wurden zu ihren Eindrücken befragt:

Hat es euch in Albanien gefallen?
Lukas: Ja, sehr gut, weil das Land sehenswert ist und, weil die Leute dort alle sehr freundlich sind.
Annika: Die Landschaft war schön, so bergig und hügelig; die Temperatur war auch ganz angenehm.
Was war euer interessantestes Erlebnis dort?
Lukas: Wie wir mit unserer Partnerklasse versucht haben, zu kommunizieren und Spiele im Camp mit ihnen zu machen.
Annika: Das Leben dort ist sehr interessant. Vor allem, als wir den Hausbesuch gemacht haben und das Leben der Familie dort gesehen haben. Wie sie dort leben, alle in zwei Räumen.
Was hat euch schockiert?
Lukas: Die Armut dort und die matschigen Straßen und der ganze Müll, der auf den Straßen liegt. Und dass es dort so gestunken hat wegen dem Müll auf der Straße und dem Staub. Und wie die Armen dort in den halb fertigen Häusern wohnen.
Annika: Die Straßen gingen zwar, aber manchmal waren sie ziemlich holperig und die Schlaglöcher waren ziemlich groß. Die Armut in manchen Straßen war schon extrem gewesen.
Welches Erlebnis war am lustigsten?
Lukas: Im Ohridsee waren viele Seeschlangen. Eine ist neben Frau Walther hergeschwommen, als sie baden gegangen ist. Zum Glück sind sie nicht gefährlich.
Annika: Der Turnschuh von meinem Bruder war an einem Morgen verschwunden. Nach langem Suchen sind wir zu dem Wärter gegangen. Der hat gesagt, er weiß es nicht. Dann kam uns Frau Geiger, die Ehefrau des Gründers von Nehemia, schon entgegen – und ihre Tochter hatte den vermissten Schuh in der Hand. Der junge und verspielte Hund der Familie hatte ihn in der Nacht geklaut.
Wie habt ihr euch mit den Kindern von Amaro Tan verständigt?
Lukas: Halb Englisch, halb Zeichensprache. Das hat ziemlich gut geklappt.
Annika: Mit Händen und Füßen und auf Englisch. Es ging ganz gut. Wir haben uns schon irgendwie verstanden, von Anfang an.
Hattet ihr viel Spaß miteinander?
Lukas: Ja, hatten wir. Zum Beispiel haben wir zusammen Tischtennis oder Fußball gespielt, musiziert und sind zusammen auf einen Berg gewandert. Es war sehr schön dort.
Annika: Ja. Es hat alles gut zusammengepasst. Wir haben uns mit den Mädchen gut verstanden und die Jungs von dort waren auch nett.

Und hat sich die ganze Aktion gelohnt? „Auf jeden Fall“, sagt Schulleiterin Annette Weirich, „alle Schüler waren der einhelligen Meinung: Nächstes Jahr fahren wir da wieder hin.“

Evangelische Volksschule Hof

 

Gruppenfoto am Berg

Baden im Ohridsee

Wohnung der Familie, die wir besucht haben von außen

Landschaft in Albanien

Straßenimpression

Gruppenfoto vor der Amaro-Tan Schule

Der Privaten Evangelischen Grundschule Hof wurde die staatliche Anerkennung durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus verliehen. Die Anerkennung erfolgt rückwirkend zum 1. September 2009. Zu den ersten Gratulanten gehörte Herr Dekan Günter Saalfrank. Für die Schüler hat die staatliche Anerkennung auch ganz praktische Auswirkungen. Bei einem Übertritt an weiterführende öffentliche Schulen nach der 4. Klasse müssen an den aufnehmenden Schulen keine Aufnahmeprüfungen mehr abgelegt werden.

 

 

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Webseite der Evangelischen Schule:
www.evangelische-schule-hof.de

Mehr zum Thema Schule im Dekanat Hof finden Sie hier ...


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12. Gemeindefest von Hospital und St. Michaelis im Innenhof des Hospitals am Sonntag, 3. Juli 2011

Klicken Sie auf die einzelnen Bilder um eine vergrößerte Ansicht zu erhalten.

"Gott feiern"

... so lautete das Motto des Familiengottesdienstes zum Gemeindefest, zu dem sich am Sonntagmorgen um 10 Uhr auch dieses Jahr wieder viele Gäste im Saal des Hospitalaltenheims eingefunden hatten. Draußen regnete es in Strömen. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom CVJM-Posaunenchor unter Leitung von Stadt- und Dekanatskantor Georg Stanek gestaltet. Im Mittelpunkt stand das Gleichnis vom großen Festmahl Lukas 14,16-24. Pfrin. Jahnel erzählte die Geschichte für die Kinder und Pfr. Taig hielt darüber eine Predigt für die Erwachsenen. In unserer Welt gilt: Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. Aber im Reich Gottes und deshalb auch in der christlichen Gemeinde soll gelten: Erst kommt das Vergnügen und dann die Arbeit. Die Predigt können Sie hier nachlesen und hören .

Für das leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt. Vom selbstgebackenen Kuchen blieb so gut wie nichts übrig. Die Altenbegegnungsstätte St. Lorenz (ABS) war mit einem Stand vertreten und verkaufte Selbstgebasteltes. Für die Musik am Nachmittag sorgte Herr Hoffmann mit seinem Akkordeon. Und die Kinder waren am Nachmittag vor allem in der Kirche beschäftigt. Da wurden die Hüpfburg und die sonst üblichen Außenaktivitäten nicht vermisst (siehe unten).

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben: An die KuchenbäckerInnen, den Kirchenführer Herrn Strößner, die KinderbetreuerInnen, die HelferInnen an den Ständen und besonders an Mesner Neubert für die Gesamtorganisation. Dank auch an Frau Dippold, Heimleiterin des Altenheims der Hospitalstiftung, die uns wieder die Infrastruktur des Heims zur Verfügung gestellt hat.                       Pfr. Taig

 


Trotz des Regens waren viele Gäste zum Familiengottesdienst gekommen, der wegen des schlechten Wetters im Saal des Altenheims stattfand.


Pfrin. Jahnel überlegte im Gespräch mit den Kindern, was zu einem schönen Fest so alles dazugehört. 


Frau Kahmeyer hatte sich viel Arbeit mit den Erinnerungssteinen gemacht. Auf jedem stand: Gott feiern. Jeder konnte sich einen Stein für den Schreibtisch et. mit nach Hause nehmen.


Das Wetter hielt vom Morgen bis zum Abend. Es regnete bei 13 Grad. So schoben wir den Bratwurststand etwas näher ans Haus, damit man auf dem Weg dorthin nicht zu nass wurde. Der guten Laune tat das keinen Abbruch.


Innen war's gemütlich warm. Und so ließen sich gleich nach dem Gottesdienst viele erst einmal einen heißen Kaffee schmecken.


Schon am Vormittag waren die Kinder mit Kerzenbasteln beschäftigt.

Unser Altar wird in diesem Jahr 500 Jahre alt. Daher trafen sich Groß und Klein um 14 Uhr in der Hospitalkirche. Herr Strößner erklärte kurzweilig die Geschichte des Altars und was darauf dargestellt ist. Er erzählte über eine Stunde. Auch die Kinder hörten gespannt zu. Danach war es leicht, die Fragen zu unserem Altarquiz zu beantworten. Versuchen Sie es hier selbst einmal. pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich Im Anschluss führten die Kinder zwei Tänze im Kirchenraum auf, die Stadt- und Dekanatskantor Stanek an der Orgel begleitete. Und einer probierte aus, ob er später nicht einmal Hospitalprediger werden will (Bild unten).


© Fotos: Katja Bude/ Johannes Taig

nach obenDas nächste Gemeindefest findet am 17. Juni 2012 statt.

Tauferinnerungsfeier am 17. Juli 2011 um 9.30 Uhr in der Hospitalkirche

Das Bild vergrößert (1,5 MB)


Bild von der Tauferinnerungsfeier im Juli 2009


Am 17. Juli 2011 fand um 9.30 Uhr wieder eine Tauferinnerungsfeier in der Hospitalkirche statt. Eltern und Kinder wurden gebeten, ihre Taufkerze und ihren Taufspruch (siehe Taufurkunde) mitzubringen. Bei diesem Gottesdienst standen die Taufsprüche im Mittelpunkt.  Die nächste Tauferinnerungsfeier für Eltern und Kinder findet am 8. Juli 2012 statt.


Erntedank für Eltern und Kinder am 2. Oktober 2011

Das Bild vergrößert (2,5 MB)


Am 2. Oktober 2011 um 9.30 Uhr feierten Eltern und Kinder Erntedank in der Hospitalkirche (Bild oben von der Feier 2010). Pfr. Taig erzählte die Geschichte von Markus, der im Supermarkt ein Brot kaufte. "Danke nicht mir", sagte die Verkäuferin, "ich habe das Brot nur aufbewahrt, bis Du es gekauft hast. Danke dem, der ... " So macht sich Markus auf die Reise, bis er bei dem angekommen ist, dem wir alles verdanken. Auch 2012 laden wir Euch alle zum Erntedank am 30. September 2012 um 9.30 Uhr in die Hospitalkirche ein.


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Das Hospitalaltenheim wurde 50

Der Hospitalbrief Juni 2010

 
Am Sonntag, 27. Juni 2010 fand um 9.30 Uhr ein Festgottesdienst mit Posaunenchor in der Hospitalkirche statt.
Lesen Sie hier die Predigt.

Bilder vom Jubiläumsgottesdienst


Der geschichtliche Ursprung der Hospitalstiftung Hof geht bereits auf die Jahre 1262 bis 1268 zurück. Nachdem die Stadt Hof damals mit Mauer und Graben umgeben war, begann man wahrscheinlich um das Jahre 1260 mit dem Bau eines Hospitales vor dem Unteren Tor. Die Gründer der Hospitalstiftung nannten sich Fratres Hospitales und für „würdige Hofer Arme“ wurde eine Verpflegungsanstalt gegründet, die sie Hospital nannten. Über die Gründung der Hospitalstiftung existiert keine Urkunde oder ein ähnliches Schriftstück. Nachdem die erste urkundliche Benennung der Hospitalstiftung in einem Ablassbrief des damaligen Papstes Urban IV. aus dem Jahre 1264 vorkommt, wurde dieses Jahr allgemein als Gründungsjahr bestimmt. Damit ist die Hospitalstiftung Hof die älteste noch existierende Stiftung in Oberfranken und gleichzeitig eine der ältesten Stiftungen in Bayern.

In den nachfolgenden Jahrhunderten wurden in der Stadt Hof sowie insbesondere am Unteren Tor weitere Gebäude errichtet: In den Jahren 1978/79 und 1981-1983 wurden die denkmalgeschützten Anwesen Unteres Tor 7 und 9 (ehemaliges Konventgebäude mit Wohnhaus) sowie Unteres Tor 5 (ehemaliges Stallgebäude) von innen und außen vollständig saniert. Das Untere Tor 5 wurde zum Museum Bayerisches Vogtland umgebaut und das Stadtarchiv sowie das Pfarramtsbüro der Hospitalkirche sind in den früher stiftisch genutzten Gebäuden am Unteren Tor 9 untergebracht. Im Jahre 2008 wurde das Reinhart-Cabinett (eine frühere Hausmeisterwohnung) eingeweiht und der Kulturkreis Hof e.V. (mit Museum-Aktiv) hat zwischenzeitlich sein Domizil im ehemaligen Verwaltergebäude der Hospitalstiftung (Dr.-Hofmann-Stube) erhalten. Im Unteren Tor 7 befindet sich außerdem noch die Konventstube, die nach wie vor für Vorträge und Kurse benutzt wird. In früheren Zeiten wurden die sämtlichen Räume für die Unterbringung von Pfründnern (alte und kranke Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hof) der Hospitalstiftung sowie auch als Lager- und Wirtschaftsräume genutzt. In früheren Jahrhunderten erfolgte dabei durch die Hospitalstiftung die Versorgung von Pfründnern in den überwiegenden Fällen durch Naturalleistungen (Gemüse, Fleisch, Getreide, Vieh und Fisch etc. – aber auch: Bier und Brennholz usw.). Verwaltet und vertreten wird die Hospitalstiftung Hof durch die Stadt Hof. Die Hospitalstiftung hatte - nach ihren Gebäuden am Unteren Tor - bereits im Jahre 1930/31 das „Bürgerheim“ gebaut. Die starke Nachfrage um Aufnahme in das Bürgerheim und die damit gemachten guten Erfahrungen haben die Verwaltung bewogen, ein zweites Altenheim zu errichten. Der Stadtrat hat sich dann in seiner Sitzung am 7. Februar 1957 mit dem geplanten Bau befasst und die Angelegenheit dem damaligen Stiftungsbeirat sowie dem Bauausschuss zugeleitet.

Für den geplanten Neubau wurden verschiedene Standorte - nicht nur im Bereich des Unteren Tores - diskutiert. Der Stadtrat hat dann in seiner Sitzung am 30. Mai 1958 einstimmig beschlossen, dass die Hospitalstiftung mit ihren Mitteln ein Alters- und Pflegeheim im Gelände des Hospitalkonvents erbaut. Dafür musste die alte stattliche Hospitalscheune abgerissen werden, die vielleicht älteren Hoferinnen und Hofern noch bekannt ist. Gleichzeitig wurde damals der alte Hospitalhof in einen Gartenhof umgewandelt. Mit der Bauplanung wurde der bekannte Hofer Architekt Horst Rudorf beauftragt. Hintergrund der damaligen Überlegungen war auch die Beobachtung, dass sich die älteren Menschen in einem Altersheim außerhalb Hofs nicht besonders wohlfühlen und nach einiger Zeit immer wieder in ihre Heimatstadt zurückwollen, in der sie Jahrzehnte gelebt haben. Man hatte sich deshalb auch dazu entschlossen, das Altersheim im Stadtinneren in Verkehrsnähe und nicht an einem Randgebiet zu errichten. Bereits in der Sitzung vom 7. November 1958 wurden die Erd-, Maurer-, Beton-, Zimmerer- und Verputzarbeiten an die Firma Gebr. Schrenk vergeben. Mit dem Bau sollte sofort begonnen werden. Der Rohbau des Hauses ging rasch vorwärts und bereits am 31. Juli 1959 konnte in traditioneller Weise das Richtfest stattfinden.

 

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Das Hospitalaltenheim kurz nach seiner Fertigstellung 1960

Der Rohbau des Hauses ging rasch vorwärts und bereits am 31. Juli 1959 konnte in traditioneller Weise das Richtfest stattfinden. Danach kamen die Innenarbeiten in Gang, die sich jedoch länger als ursprünglich geplant hinzogen. Nach einer Bauzeit von rund 20 Monaten wurde am 4. Juni 1960 das neue Alten- und Pflegeheim am Unteren Tor seiner Bestimmung übergeben. Das Heim galt seinerzeit als moderne Einrichtung und fand allgemeine Anerkennung. Bei der Konzeption lag die Betonung auf Altenheim, dem eine Pflegeabteilung angeschlossen ist. Die Bewerberzahl übertraf in kurzer Zeit die zur Verfügung stehenden Plätze.

Bereits im Jahre 1995 gab der Stadtrat dann grünes Licht für den Neu- und Umbau des Alten- und Pflegeheimes am Unteren Tor. Durch die umfangreichen Baumaßnahmen wurde vor allem versucht, der erhöhten Nachfrage nach Einzelplätzen gerecht zu werden; außerdem sollten überall Nasszellen in der Nähe sein. Zunächst wurde der Neubau mit 71 Pflegeplätzen auf dem Gelände in der Gerbergasse hochgezogen. Die nötigen Grundstücke hatte die Hospitalstiftung erst kurz vorher zugekauft. Für den Neubau wurden die Häuser Gerbergasse 1, 4, 8 und 12 sowie die Garagen und ein kleines Lagergebäude abgebrochen. Der Neubau des Altenpflegeheimes in der Gerbergasse 4, das am 01.02.1998 in Betrieb genommen wurde, war das bislang größte Bauprojekt der Hospitalstiftung. Nach Fertigstellung des Neubaues wurden die Senioren, die im alten Haus der Hospitalstiftung am Unteren Tor wohnten, in den Neubau verlegt. Danach wurde der Altbau am Unteren Tor saniert. Durch den Neubau und den zum 01.05.1999 abgeschlossenen Umbau wurden insgesamt 98 Heimplätze geschaffen. Die gesamte Baumaßnahme einschließlich der 9 Apartments für das „Betreute Wohnen“ lag bei einer Größenordnung von damals 20 Mio. DM - an Eigenmitteln hat dabei die Hospitalstiftung 10 Mio. DM aufgebracht.

Das Leben im Altenpflegeheim hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten stark verändert: Stand Anfangs die Unterbringung und Verpflegung älterer Menschen stark im Vordergrund, so wird heute die Aufnahme in einem Altenpflegeheim immer weiter hinausgezögert. Viele Seniorinnen und Senioren möchten möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Dies führt jedoch auch dazu, dass immer mehr (stark) pflegebedürftige und auch demente Bewohnerinnen und Bewohner in den Altenpflegeheimen zu finden sind. Außerdem sind auch die Ansprüche an die Ausstattung des Heimes und an die Betreuung gestiegen: Vielfach werden persönliche Erinnerungsstücke mitgebracht. Das Altenpflegeheim verfügt jetzt über individuell gestaltete Bäder und ein Therapiegarten wird angelegt. Im Altenpflegeheim existiert zwischenzeitlich eine kleine Cafeteria. In den Altenpflegeheimen findet nicht nur die Pflege kranker Seniorinnen und Senioren statt. Ergotherapeuten, Alltagsbegleiterinnen und eine gerontopsychiatrische Fachkraft gestalten gemeinsam die Betreuung der HeimbewohnerInnen in der Gerbergasse. Seit 01.12.2009 hat Frau Sabine Dippold die Heimleitung für das Altenpflegeheim an der Gerbergasse inne.

                                                           Siegfried Leupold

Mehr über die Hospitalstiftung erfahren Sie unter:
www.hospitalstiftung-hof.de


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Endlich wieder mit Heiligem Geist

 Der Hospitalbrief Dezember 2009


Rudolf Strößner hatte mir nichts verraten. Als ich am Pfingstsonntag zum Predigtgottesdienst kam, lag ein Zettel auf dem Tisch der Sakristei, auf dem stand: „Hebe Deine Augen auf!“ Ich hatte keinen Schimmer, was das sollte und glaubte an irgendeinen Scherz, den ich allerdings nicht verstand. Dann sah ich seine Enkelin ganz vorne in der ersten Kirchenbank sitzen. Ich setzte mich neben sie und erklärte ihr, dass an Pfingsten kein Kindergottesdienst wäre und sie deshalb auch gerne hinten sitzen könne. Sie protestierte: „Hier kann ich den Geist vom Opa besser sehen.“ Da fiel bei mir der Groschen. Mein Blick ging hinauf zum Kanzeldeckel. Rudolf Strößner hatte der leere Haken im Kanzeldeckel schon immer gestört. Jetzt sah ich, dass der Heilige Geist seinen Platz auf der Kanzel wieder gefunden hatte.

Das ist die Geschichte: Auf der Unterseite des Kanzeldeckels war eine Taube als Sinnbild des Heiligen Geistes freischwebend angebracht, die leider um 1980 gestohlen wurde. Erst hatte man dies gar nicht gemerkt. Lange Zeit war deshalb in der Mitte nur ein leerer Haken zu sehen. Rudolf Strößner, der den Schöpfer des Altars, Michael Heuffner, entdeckte, fertigte deshalb, nach dem Vorbild einer vergleichbaren Taube in Töpen von der Bildhauerfamilie Knoll, eine neue Taube und überreichte sie der Gemeinde am Pfingstsonntag, 31. Mai 2009 im Predigtgottesdienst um 11 Uhr. Von Hans Nikol Knoll stammen auch die Figuren oben auf dem Kanzeldeckel von 1693. Sie wurden im darauffolgenden Jahr durch den Maler Heinrich Lohe bemalt, von dem auch die Deckenbilder in der Hospitalkirche stammen.

Der Tag für das Erscheinen der neuen Taube im Kanzeldeckel konnte nicht besser gewählt sein. An Pfingsten feiert die Gemeinde das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jüngerschar, die daraufhin in alle Welt zieht, um das Evangelium zu predigen (Apostelgeschichte 2,1 ff.). Der Heilige Geist sorgt dafür, dass die Predigt als Wort Gottes bei der Gemeinde und vor allem in den Herzen der Menschen ankommt und Glaube entsteht. Deshalb hat der Prediger darauf zu achten, dass er sich treu an Gottes Wort in der Bibel hält. Nicht die Meinung des Predigers ist auf der Kanzel gefragt, sondern die Auslegung der Bibel, des Wortes Gottes. Denn der Heilige Geist will nicht unvermittelt, sozusagen aus heiterem Himmel wirken, sondern er wirkt durch die Predigt und das Hören auf Gottes Wort.

 

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Es ist darum eigentlich Gott selbst und sein Wort, das Evangelium, das herbeibringt, wen es ruft und macht, was es sagt. Gerade deshalb ist es angemessen, wenn auch der Prediger sein Bestes gibt. Sonst geht es ihm wie dem Pfarrer, der sich am Sonntagmorgen auf dem Weg zur Kirche überlegt, was er denn heute predigen soll. Er steigt zur Kanzel hinauf, schließt die Augen und betet: „O Heiliger Geist, nun sprich zu mir.“ Da hört er laut und deutlich wie der Heilige Geist zu ihm spricht: „Hermann, du bist faul gewesen!“
                                                                   Pfr. Taig


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Friedenskirche Zedtwitz feierte am 20. Juli 2008 fünfzigsten Geburtstag

Der Hospitalbrief Dezember 2008


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Höhepunkt am Nachmittag: Die Kinder lassen ihre Ballonpost fliegen.

Mit einem Festgottesdienst in der Friedenskirche, die bis auf den letzten Platz gefüllt war, begann das Fest zum Jubiläum. Pfr. Taig predigte über  "Die Hütte Gottes bei den Menschen".  Der Posaunenchor Trogen und der Singkreis gestalteten den Gottesdienst mit. Christine Kemnitzer fragte alteingesessene Zedtwitzer nach ihren Erinnerungen an den Bau der Friedenskirche. Gäste von Nah und Fern waren gekommen.


Das Bild zeigt die Friedenskirche am Tag der Einweihung am 20. Juli 1958.

Im September 1953 stand im Hofer Anzeiger: „Am Dienstag fand im Saal des Gasthauses Puggel eine wichtige Versammlung des Zedtwitzer Kirchbauvereins statt. Pfarrer Kneule konnte recht viele Mitglieder und Gäste begrüßen. Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand der geplante Kirchbau im Schlosspark. ...“ Alle Informationen zur Geschichte der Friedenskirche finden Sie im  Hospitalbrief (Juli 2008, 2,3 MB). pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich


Frau Käthe Stein (Bild Mitte), die langjährige Leiterin des 1958 gegründeten Kirchenchores war den ganzen Tag dabei. Sie feierte in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag. Pfr. Weinreich (Bild unten), der von 1970 bis 1974 der letzte "Stadtvikar" alten Stils war, bezeichnete die Gemeinde in Zedtwitz als

seine "erste große Liebe" und erzählte so manche Geschichte aus seiner Zedtwitzer Zeit. Alle "Ehemaligen" erhalten regelmäßig den "Hospitalbrief" und bleiben so der Gemeinde verbunden. Grußworte sprachen Bürger-meister Grieshammer, Markus Schmidt für die Vereine, Dekan Saalfrank, Nachbarpfarrer Amarell aus Trogen und Pfr. i.R. Bezzel. Hans Peetz erinnerte an bereits Verstorbene, die maßgeblich zum Bau der Friedenskirche beigetragen haben. Fast 200 Portionen Schweinebraten und Rouladen aus der Fattigsmühle ließen sich die Besucher schmecken. Am Nachmittag standen die Kinder im Mittelpunkt. Mit altertümlichen

Kostümen konnten die Kinder "historische Fotos" von sich machen lassen. Nach anfänglichem Zögern war die Begeisterung groß.


... vorsichtig, damit nichts danebengeht!


 ... eine Begegnung der besonderen Art am Rande mit Pfarrershund Gromit.


Die Kinder konnten sich mit Fingerfarben auf einem Leintuch verewigen.

Zum Abschluss des Festes pflanzte Hans Peetz einen von ihm gestifteten Baum vor der Friedenskirche. Vikar Mahler hielt dazu

eine Abschlussandacht. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgeplant, mitgestaltet,  mitgeholfen oder einen Kuchen gebacken haben. Herzlichen Dank auch an Herrn Ellmauer vom Sozialwerk Feilitzsch, der uns den Parkplatz vom Schloss überlies und an Fam. Trentzsch, die uns die Wiese zur Verfügung stellte. Mesner Günter Schmidt hat die Kirche zum Fest auf Hochglanz gebracht. Ein herzliches Dankeschön auch für alle Einlagen und Spenden zum Erhalt der Friedenskirche. Pfr. Taig.


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Unsere Gemeinde in Zahlen
 
  2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001

2000

1999

1998

1997

Taufen 11 16 20 28 26 21 20 24 27 29 39 37

43

34

Konfirmation 24 20 20 49 29 31 32 33 40 32 28 36

39

56

Trauungen 8 5 5 9 3 5 4 6 7 10 11 7

9

15

Bestattungen 70 72 65 75 69 65 68 79 79 62 63 70

54

65

Abendmahlsgäste 870 1376 1509 1514 1403 1760 1954 2019 2096 2073 2103 1794

1846

1767

Eintritte 3 4 3 0 3 4 3 1 4 3 1 2

8

1

Austritte 17 9 31 17 8 15 14 13 12 13 17 25

20

13

Spenden (€)*

56.380 53.600 57.573 54.266 54.387 53.525 48.714 56.113 38.638 49.534 49.858 44.828

42.247

36.957

Spenden pro Person (€) 15,61 14,60 15,39 14,27 14,09 13,57 12,01 13,46 9,19 11,57 10,38 9,34

8,80

7,69

Gemeinde-
mitglieder**
3610 3672 3742 3803 3858 3943 4055 4167 4200 4280 ca. 4800 ca. 4800

ca. 4800

ca. 4800

*im Betrag sind Spenden für äußere Zwecke (Kollekten für Dienste und Werke, Brot für die Welt, et.) enthalten.
Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön!

** Die Zahlen beziehen sich ab 2001 (vorher wurde eher geschätzt!) nur auf die Gemeindemitglieder mit Hauptwohnsitz im Gemeindebereich. Zählt man - wie vor 2001 - die hinzu, die einen Nebenwohnsitz in der Gemeinde haben, dann hatte
die Gemeinde im Februar 2011 3922 Gemeindeglieder.

Sie interessieren sich für die Zahlen anderer Gemeinden oder des Dekanats Hof? Hier werden Sie fündig.
Zu welchem Sprengel Sie gehören erfahren Sie hier.


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Schule und Konfirmation
(Ein Zwischenruf von Pfr. Johannes Taig)

Der Hospitalbrief Dezember 2006
Der Artikel als PDF pdf-Datei, Acrobat-Reader erforderlich


"An machen Tagen rauft man sich als Journalist in einer Redaktion, die auf Religion und Kirche spezialisiert ist, schon die Haare. Fast die Hälfte der Deutschen, heißt es da in einer KNA-Meldung vom letzten Donnerstag, würde den Religionsunterricht zu Gunsten von Deutsch und Mathematik streichen. Das hat eine von der "Zeit" in Auftrag gegeben Umfrage ergeben. 48 Prozent der Befragten plädieren für die Abschaffung der religiösen Erziehung, 15 Prozent sind außerdem der Meinung, auf Kunst und Philosophie-Unterricht könne man verzichten, 10 Prozent halten den Musikunterricht für überflüssig. Bildungs-Utilitarismus nennt man so etwas wohl. Die platte Nützlichkeitserwägung steht im Vordergrund. Wahrscheinlich beklagen dieselben Befragten aber auch, dass heutzutage keine Werte mehr vermittelt und die Neonazis wieder auf dem Vormarsch sind." Das schrieb Wolfgang Küpper im BR-Kirchen-Newsletter vom 25.02.05.

Uns Pfarrern, die wir uns mit dem Konfirmandenunterricht viel Mühe geben, geht es genauso. Seit der Einführung des G 8, des achtstufigen Gymnasiums, in dem die SchülerInnen den Stoff von 9 nun in 8 Jahren bewältigen müssen, gibt es immer mehr Nachmittagsunterricht, immer mehr Hausaufgaben und immer größeren Leistungsdruck. Ganztagesklassen entlassen die SchülerInnen erst nach 16 Uhr. Kirchlicher Unterricht? Der pure Luxus, den man sich immer weniger leisten kann. Und so landet der Konfirmandenunterricht in der Liste der wirklich wichtigen Dinge im Leben auf dem allerletzten Platz, noch hinter dem Wandertag, der kurzfristig für den Mittwoch Nachmittag angesetzten Schulsportveranstaltung, dem Termin beim Kieferorthopäden und der Tanzprobe der Narrhalla. Das müssen Sie verstehen, Herr Pfarrer, dass meine Tochter bei der schulischen Belastung nicht auch noch irgendwelche Gesangbuchlieder auswendig lernen kann.

Nein, ich verstehe das nicht! Und ich kann es schon nicht mehr hören, dieses tolle Gejammer über den Verlust von Werten in unserer Gesellschaft. Das Gejammer über Jugendliche, die im Leben vielleicht trotz guter Noten in Mathematik am Ende scheitern, weil ihnen jede emotionale und soziale Kompetenz und jede Lebenskunst abgeht. Was geschieht mit einer Generation von metaphysisch Obdachlosen, die ohne Herzensbildung heranwachsen? Sie werden sich für das Unsere nicht wie für das Eigene einsetzen, weil man ihnen die Bildung eigener Wurzeln, einschließlich der religiösen und kulturellen, verweigert hat mit dem Hinweis auf angeblich Wichtigeres. Als religiöse Analphabeten werden sie auf jeden spirituellen Mummenschanz und jeden esoterischen Rattenfänger hereinfallen.

Wenn Eltern ihr Kind nicht mit auf die Konfirmandenfreizeit fahren lassen, obwohl jede Schulordnung hierfür bis zu drei schulfreie Tage im Jahr gewährt, weil sie befürchten, dass zwei Tage versäumter Unterricht in der 8. Klasse die Zukunft ihres Kindes gefährden könnte, dann spricht das Bände über die Verunsicherung der Eltern, über die Zukunftsangst und fehlende Eigenorientierung darüber, was im Leben wichtig ist, und wo die letzten Horizonte liegen.

Im Konfirmandenunterricht geht es um genau diese Fragen: Wo wir herkommen und hingehen; wie ein Leben gelingen kann; welche Spielregeln es dafür gibt; wie mit Tod, Leid und Schuld umzugehen ist und vieles mehr. Dabei sollen die KonfirmandInnen, anders als in der Schule, nicht nachsagen, was ihnen vorgesagt wird, sondern in einem angst- und herrschaftsfreien Raum den eigenen Standpunkt finden und lernen, den Glauben und die Überzeugung des anderen zu akzeptieren. „Gemeinsam Leben und Glauben lernen“ könnte daher ein treffliches Motto für den Konfirmandenunterricht sein. Kirchlicher Unterricht leitet an zur „Freiheit eines Christenmenschen“ (Luther).

Gemeinsam im wahrsten Sinn des Wortes. Unsere Kinder werden heute ab der vierten Klasse aus- und einsortiert in verschiedene Schularten und sehen sich auch als Nachbarskinder oft nur selten wieder. Da es eine gemeinsame Jugendkultur heute nicht mehr gibt, leben sie in unterschiedlichen Milieus und Moden, die kurzlebig und unübersichtlich sind. Hier liegt eine wichtige Chance des Konfirmandenunterrichts, der die verschieden geprägten Jugendlichen wieder um einen Tisch versammelt und deutlich macht, dass der christliche Glaube Menschen über alle Grenzen, Schichten und Milieus hinweg verbindet und zu vereintem Handeln und Gemeinschaft befähigt.

Diese Chance will der Konfirmandenunterricht wahrnehmen. Über neue Formen und Zeiten des Unterrichts können wir reden. Wenn aber Eltern in Zukunft dem Konfirmandenunterricht keine Wichtigkeit mehr einräumen und ihn notfalls auch einmal gegen die Interessen von Schule, Vereinen et. verteidigen, wird er auf verlorenem Posten stehen.
Pfr. Taig

 

Der Wandbehang in der Kapelle des Mutterhauses der Christusbruderschaft Selbitz
© Christusbruderschaft Selbitz

 

Alles über die Konfirmation

Die Konfirmanden der letzten Jahre    

Unterricht und Termine


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Kleinkinder im Erwachsenengottesdienst?

Der Hospitalbrief Juli 2008


Damit kein Missverständnis aufkommt: Wir lieben unsere Kinder - und die kleinen ganz besonders! Deshalb bieten wir Kindergottesdienste (in Hospital jeden Sonntag parallel zum 11 Uhr Gottesdienst) und Familiengottesdienste zu besonderen Anlässen und Festtagen an. Dann freuen wir uns, wenn Eltern alle ihre Kinder mitbringen, auch die ganz kleinen. Bei diesen Gottesdiensten stört es niemand, wenn Kinder herumlaufen und sich auch einmal lautstark wohlfühlen. Das gilt auch für alle Taufen, zu denen wir uns über möglichst viele Kinder freuen, die eingeladen sind, ihre Taufkerzen mitzubringen, um mit dem Täufling zu feiern. Unsere Kinder haben ein Recht auf solche Gottesdienste ...

… und die Erwachsenen haben ein Recht auf ihre Gottesdienste.
Wir meinen z.B. den Beichtgottesdienst vor der Konfirmation, wo die Gemeinde in der Stille ihre Schuld vor Gott bedenkt; die feierliche Abendmahlsfeier, den meditativen Wochenschluss, wo es drei Minuten Stille gibt, oder den Haupt- bzw. Predigtgottesdienst, wo die Gemeinde kommt, um die Predigt zu hören, für die sich der Pfarrer acht Stunden lang vorbereitet hat.

Dann möchte die Gemeinde nicht hören, wie viele Wörter der Kleine schon laut sprechen kann. Sie möchte nicht erfahren, wie toll er mit dem Papa Bilder im Gesangbuch betrachten kann, und wie lange der Sprössling das Gesangbuch schon halten kann, bevor es herunterkracht. Die Gemeinde ist nicht gekommen, um zu sehen, wie geschmackvoll Eltern ihre hochgehaltenen Kinder einkleiden und wie putzig sie über die Bänke und die darin Sitzenden krabbeln können. Die Geduld ist nicht nur beim Pfarrer begrenzt, zu beobachten, wie lange es dauert, bis die Mutter ihr Kind beruhigt hat und die Predigt weitergehen kann.

Diese Zeilen wären völlig überflüssig, wenn es - wie früher - noch selbstverständlich wäre, dass Eltern, deren kleine Kinder beginnen, einen Erwachsenengottesdienst zu stören, von selbst auf die Idee kämen, das Gotteshaus zu verlassen. Das Empfinden, dass überhaupt eine Störung vorliegt, kann leider nicht mehr vorausgesetzt werden. Ein Hinweis darauf wird schnell und manchmal auch aggressiv mit dem Vorwurf der „Kinderfeindlichkeit“ quittiert.

Den lassen wir nicht auf uns sitzen und fragen: Würden Sie ihr kleines Kind in eine Theatervorstellung oder ein Hauptkonzert der Hofer Symphoniker mitnehmen? Dafür gibt es Kindertheater, Kinderkonzerte und die Musikschule. Dort sind Kinder herzlich willkommen.

Tun Sie Ihrem Kind wirklich einen Gefallen, wenn Sie es in einen Erwachsenengottesdienst mitnehmen und von ihm ein Verhalten verlangen, zu dem es noch gar nicht in der Lage sein kann?! Wir meinen, wer kleine Kinder in einen Erwachsenengottesdienst mitnimmt, wird weder den Kindern, noch den Erwachsenen gerecht, noch der Würde der gottesdienstlichen Feier. Die Störung einer solchen Feier ist kein Kavaliersdelikt. Auch hier gilt: Eltern haften für ihre Kinder.

Wir feiern gerne richtige Kinder- und Familiengottesdienste und wir feiern gerne richtige Erwachsenengottesdienste. Wir dürfen nicht dulden, dass Erwachsenengottesdienste durch Gedankenlosigkeit und nach Lust und Laune zu Kinder- und Krabbelgottesdiensten umfunktioniert werden.

Wir haben im Kirchenvorstand über dieses Thema gesprochen und fanden, es ist an der Zeit, darauf in aller Deutlichkeit einmal hinzuweisen - um unserer kleinen und unserer großen Gemeindeglieder willen. Nur so können wir in unseren Gottesdiensten allen Gemeindegliedern und der Würde unserer Gottesdienste gerecht werden.

Natürlich wissen wir, dass z.B. Taufe, Hochzeit, Konfirmation und auch Weihnachten Familienfeste sind, zu denen die ganze Familie unterwegs ist und miteinander feiern möchte. Deshalb werden wir in Zukunft z.B. zur Konfirmation und anderen Gelegenheiten parallel zum Gottesdienst die Gemeinderäume öffnen, wo sich Eltern zurückziehen können, wenn die kleinen Kinder in der Kirche unruhig werden. Dort finden Sie Kinderbetreuung, bzw. Spielsachen - und wir wetten, dass auch die Kinder sich dort wesentlich wohler fühlen.

Seien Sie also nicht gleich böse, wenn Sie von einem freundlichen Mitglied des Kirchenvorstandes im Bedarfsfall auf ein solches Angebot hingewiesen werden.

Unsere Kinder stehen im Mittelpunkt - aber nicht immer und überall.

 

Auf unseren Artikel in der Ausgabe vom Juli 2008 zum Thema „Kleinkinder im Erwachsenengottesdienst“ erhielten wir zahlreiche Rückmeldungen: Sehr viel Zustimmung, aber auch einige kritische Stimmen, besonders aus Zedtwitz.

Der Kirchenvorstand hat beschlossen, dass die Kindergottesdienstarbeit intensiviert werden soll. Am 12. Juli 2009 fand eine Tauferinnerungsfeier und am Erntedankfest ein Gottesdienst für Eltern und Kinder jeweils um 9.30 Uhr in der Hospitalkirche statt, die zur festen Einrichtung werden sollen. Wir verweisen auch auf unsere Familiengottesdienste an Weihnachten in Zedtwitz und zu den Gemeindefesten.

Mit dem Hospitalbrief vom Juli 2009 haben wir eine
Umfrage zu Familiengottesdiensten durchgeführt. Nach der Auswertung stellt der Kirchenvorstand laut Protokoll am 26. Oktober 2009 fest:

"Insgesamt sind aus ca. 3000 verteilten Gemeindebriefen nur 14 Rückmeldungen aus Hof und 5 Rückmeldungen aus Zedtwitz eingegangen. Es zeigt sich, dass dem großen Interesse von einem Teil der Mitarbeiterschaft an mehr Familiengottesdiensten, kein ebensolches Interesse in der Gemeinde entspricht. Es wird die Meinung vertreten, eine anonyme Umfrage hätte mehr Rückmeldungen erbracht. Andererseits hätten mögliche Interessenten dann nicht gezielt eingeladen und angesprochen werden können. Die Ergebnisse der Umfrage rechtfertigen nicht, diesem Thema in Zukunft größeres Gewicht zu geben. Pfr. Taig will dennoch an den Familienangeboten zur Tauferinnerung und am Erntedankfest um 9.30 Uhr in der Hospitalkirche festhalten, da diese gut angenommen wurden."

Der Kirchenvorstand bleibt bei seiner Bitte an alle, darauf zu achten, dass Erwachsenengottesdienste nicht durch Kleinkinder gestört werden und lädt alle Kinder
herzlich zu den Kindergottesdiensten ein.

Pfr. Taig


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Die Hospitalkirche ist offen!

Die „Siemakerng“ wollen Sie anschaun? Geht ned, da kummt ma ned nei! Solche und ähnliche Auskünfte haben Besucher der Stadt Hof schon von den freundlichen StadtführerInnen erhalten. Sie sind nur zum Teil richtig.

Richtig ist, dass wir das „Schatzkästlein“ Hofs nicht rund um die Uhr und nicht ohne Aufsicht offen halten können. Wir können auch keine Schlüssel der Kirche in fremde Hände geben. Wir sind für unsere Kirche verantwortlich und für Schäden im Zweifelsfalle auch haftbar. Leider weiß nicht jeder Zeitgenosse, wie er sich in einer Kirche zu benehmen hat. Die geschnitzte Taube unter dem Kanzeldeckel wurde uns vor einigen Jahren einfach geklaut.

Trotzdem tun wir alles, um Ihnen auch außerhalb der Gottesdienstzeiten die Kirche offen zu halten. Herr Neubert ist während der Bürozeiten an jedem Wochentag bereit, Ihnen die Kirche zu öffnen. Er und andere ehrenamtlichen Helfer der Kirchengemeinde sind außerdem nach Vereinbarung zu allen möglichen und auch unmöglichen Zeiten für Sie da, wenn Sie oder Ihre Gruppe in die Kirche möchten. Ist in solchen Fällen ein vorheriger Anruf oder eine Mail an uns zu viel verlangt? Ist es zu viel verlangt, wenn wir Sie bitten, Ihre Wünsche auch ein wenig an unseren Möglichkeiten auszurichten?

Alle Jahre ist die Kirche am Tag des offenen Denkmals nachmittags geöffnet. Viele nehmen die Gelegenheit wahr, sich durch die Kirche führen zu lassen. Wenn man sie findet … Herr Brecheis wurde am Rathaus nach der Hospitalkirche gefragt. Er zeigte einfach die Ludwigstraße runter. „Nein“, sagte der offensichtlich Ortskundige, „das da unten ist doch die „Siemakerng“! Auch wieder richtig. Es gibt offenbar Hofer, die noch nie in der Hospitalkirche waren.            Pfr. Taig

 

Unsere Kirche ist offen. Treten Sie ein!

http://www.offene-kirchen-
bayern.de/hospitalkirche-hof

 


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Fotografieren in der Kirche!?

Die Trauung kann beginnen. Der Altarraum wird von zwei Scheinwerfern grell ausgeleuchtet. Links und rechts stehen zwei Kameras, denen nichts entgeht. Hinten auf der letzten Bank sitzt einer vor einem großen Monitor. Plötzlich steht er auf und schreit: Klappe! Sorry, aber die Segnung müssen wir gleich noch mal machen.
Das, liebe Leser, ist leider nur fast frei erfunden. In den Zeiten von „Big Brother“ scheint alles, und wirklich alles zur medialen Ausbeutung zur Verfügung zu stehen. Soll das in der Kirche auch so sein?
Ich meine, nein! Es sollte sich von selbst verstehen, dass man einen betenden Menschen nicht filmt. Oder einen der zum Abendmahl geht, vielleicht innerlich bewegt und mit Tränen in den Augen. Das sind sehr private Momente, in denen die Objektive verschlossen bleiben sollten. Kirche soll ein geschützter Raum bleiben, in dem wir sein dürfen, wie wir sind und wie wir uns fühlen. Hier dürfen die Alltagsmasken fallen, ohne Angst vor dem Blitzlicht, ohne die Angst das Gesicht zu verlieren.
Davor sollte jeder Respekt haben, im eigenen Interesse! Für die Erinnerungsfotos an kirchliche Feiern gibt es auch Möglichkeiten, die die Würde und Andacht des Gottesdienstes nicht stören. Meine Erfahrung ist: Wenn man vorher über dieses Thema redet, findet man Lösungen, mit denen hinterher der Pfarrer und alle Beteiligten zufrieden sind. Und das ist doch die Hauptsache, meint Ihr Pfarrer Johannes Taig.

 

"Die heiligen Räume haben heute ihr Problem mit uns. Wir lieben die Fremde nicht! In narzisstischen Lagen versuchen Menschen, alles sich selber gleich zu machen und sich alles anzueignen. Sie wollen sich dauernd selber vorkommen, sie wollen die Wärme und die Unmittelbarkeit einer sich selbst feiernden Gruppe. Und so soll es auch im Gottesdienst und in der Kirche gemütlich sein wie zuhause im Wohnzimmer. Je individueller und je formloser die einzelnen und die Gruppen vorkommen, um so authentischer scheint der Gottesdienst zu sein. Die Selbstfeier der Gemeinde wird zur Gottesdienstabsicht. Dieser Selbstfeier werden die Texte, die Formen und manchmal auch die Räume unterworfen. Die Gemeinde will unmittelbar zu sich selber sein, und so verliert der Gottesdienst seine Fremdheit, seine Andersheit. Das Verhalten der Menschen wird ununterscheidbar vom Verhalten zuhause, im Wirtshaus oder auf einer Party. Die Sakralität der Handlung und des Raumes wird nicht aufgehoben, wie oben beschrieben, durch das prophetische Wissen um die Heiligkeit aller Orte, sie wird zerstört durch die Banalität narzisstischer Allgegenwart. Die alten Räume stellen sich in ihrer Fremdheit zum Glück solchen Versuchen noch in den Weg, damit wird die Komik solcher Selbstinszenierungen wenigstens durchschaubar." (Fulbert Steffensky)


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