Der Studienkreis Meister Eckehart findet
immer montags um 19.30 Uhr in den Räumen des Pfarramts, Unteres Tor 9 statt.
Und zwar am:
- 20. September 10
(Predigt 42 mit Pfr. Taig)
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- 25. Oktober 10
- 06. Dezember 10
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Protokolle der Abende:

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19. Juli 10 (Reden der
Unterweisung, Nr. 6, Quint S. 58ff., mit Claus
Henneberg)
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21. Juni 10
(Predigt 21
mit Pfr. Taig)
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17. Mai 10
(Predigt 55
mit Claus Henneberg)
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19. April 10
(Predigt 54 mit Gunther Fenge)
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15. März 10
(Predigt 2, mit Claus Henneberg)
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22. Februar 10
(Predigt
30, mit Pfr. Taig
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18. Januar 10
(Meine Eckehart-Lieblingsstelle)
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14. Dezember 09
(Predigt 29 mit Claus Henneberg)
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19. Oktober 09
(Predigt 38, mit Pfr. Taig)
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28. September 09
(Predigt 39, mit Pfr. Taig)
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20. Juli 09
(Predigt 23, mit Claus Henneberg)
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15. Juni 09
(Predigt 9, mit Claus Henneberg)
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18. Mai 09
(Reden der Unterweisung 16 und 17, Quint S. 76ff.,
mit Pfr. Taig.)
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20. April 09
(Reden der Unterweisung 7, Quint S. 62f., mit
Claus Henneberg.)
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16. März 09
(Predigt 58, mit Claus Henneberg und Leonore Scheruhn)
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16. Februar 09 (Die Bulle Johannes XXII, Quint S. 449, Art. 9-13, 16-19,
20-22, von Gunter Fenge)
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19. Januar 09
(Predigt 13
von Helga Fischer)
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15. Dezember 08
(Predigt
12, von Pfr. Johannes Taig)
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17. November 08
(Die
"Legenden", Quint, S. 443 ff.)
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20. Oktober 08
(Predigt 49, von Claus Henneberg)
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29. September 08
(Predigt 48, von Pfr. Johannes Taig)
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23. Juni 08
("Vom
edlen Menschen", Quint, S.140-149, von Claus
Henneberg)
- 26. Mai 08
("Mein Lieblingstrost",
Teil 2)
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14. April 08
("Mein Lieblingstrost",
Teil 1)
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18. Februar 08
(Buch
der göttlichen Tröstung, Quint S. 102-106)
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14. Januar 08
(Predigt 47,
"Die Engel")
- 10. Dezember 07
(Predigt 46, "Die
Gerechtigkeit und Weisheit")
- 19. November
(Predigt 45, "Die
Ruhe")
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15. Oktober 07
(Predigt 44,
"Die Todsünden und die guten Werke")
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17. September 07
(Predigt 50, "Über die Liebe")
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16. Juli 07
(Predigt 36, "Das Reich Gottes ist in uns")
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11. Juni 07
(Reden der Unterweisung 11+12, Quint S. 68-72)
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21. Mai 07
(Predigt 56: "Wer Gott schauen
will, muss blind sein.")
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30. April 07
(Predigt 34, Teil 2: Das Seelenfünklein bei
Meister Eckhart)
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12. März 2007
(Predigt 34)
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12. Februar 2007
(Predigt 33)
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15. Januar 2007
(Predigt 22)
- 04. Dezember 06
(Vortrag von Herrn Georg Fickenscher, "Nagarjuna – Die Philosophie
der Leere" (ca. 2. Jahrh. n.Chr.)
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23.Oktober 2006 (Reden der
Unterweisung,
Kap.3-5, Quint S.55-58)
- 18. September 2006
(Fernsehabend)
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24. Juli 2006
(Predigt 25)
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19. Juni 2006 (Predigt 17)
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08. Mai 2006
(Predigt 35)
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20. März 2006
(Predigt 32)
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20. Februar 2006
(Predigt 10)
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23. Januar 2006
(Predigt 7)
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12. Dezember 2005
(Predigt
2)
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14. November 2005
(Predigt
1)
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Mystik - das ist wohl das Stichwort, das uns zuerst
eingefallen ist, als Herr Claus Henneberg von der Idee erzählte, einen
Studienkreis zu Meister Eckehart ins Leben zu rufen. Ihm waren die Predigten
und Traktate dieses mittelalterlichen Meisters der Theologie in die
Hände gefallen. Sie hatten ihn nicht mehr losgelassen.
Mystik - darunter stellt sich der moderne Zeitgenosse vielleicht schummerige
Beleuchtung und ebenso schummeriges, irgendwie religiöses Fühlen und
Erleben vor. Damit ist man bei Eckehart aber an der falschen Adresse.
Um 1260 in Hochheim bei Erfurt in Thüringen geboren (zu dieser Zeit
wurde das Hospital und die Hospitalkirche erbaut!), schloss sich Eckehart
in seiner Jugend in Erfurt dem Dominikanerorden an und wurde in Köln,
dann in Paris ausgebildet. 1302 legte er in Paris die Magisterprüfung
ab - daher sein Beiname - und bekleidete dann verschiedene höhere Funktionen
in seinem Orden. Er wirkte dann als Lehrer an der Universität in Paris,
gleichzeitig wurde er der erste Provinzial seines Ordens in Deutschland:
von 1303 bis 1311 betreute er von Erfurt aus die Großprovinz "Saxonia"
von Holland bis in die Mark Brandenburg. Ab 1314 wirkte er für seinen
Orden von Straßburg aus. Nun gelangte er auch als Prediger zu höchstem
Ruhm; zugleich wurde er der bedeutendste deutschsprachige Mystiker.
Eckeharts Ziel war die Einswerdung der menschlichen Seele mit Gott,
die "unio mystica" als Geburt Gottes im Seelengrund. Eckehart scheute
auch kühne und spekulative Ansichten nicht. Er legte dabei den Grundstein
für eine neue religionsphilosophische und mystische Begrifflichkeit
in der deutschen Sprache. Thomas von Aquin, der Neuplatonismus, arabische
Denker und der jüdische Philosoph Moses Maimonides haben Eckeharts Denken
geprägt. Er hat es seinen Schülern Johannes Tauler und Heinrich Seuse
weitergegeben.
1322 kam Eckehart als Leiter des Grundstudiums nach Köln. Er geriet
aber immer mehr mit der katholischen Kirche in Konflikt. Für die Lehre
der Kirche beachtete er den Unterschied zwischen dem Sein Gottes und
dem der Geschöpfe zu wenig. 1326 wurde er von Mitbrüdern seines Ordens
denunziert und vor der Inquisition angeklagt. Er musste sich mehrfach
in Avignon dem Verfahren stellen. Vorgehalten wurde ihm z. B. der Satz
"dass Gott nicht über uns steht, sondern in uns Menschen lebt". Eckehart
widerrief, trotzdem starb er zwei Jahre später im Ruf eines Irrlehrers.
Papst Johannes XXII. verurteilte 1329 - kurz nach Eckeharts Tod - 17
Textstellen aus seinen Werken als häretisch und 11 als häresieverdächtig.
(vgl. Artikel „Eckehart“ bei
heiligenlexikon.de)
Seit nunmehr vier Jahren beschäftigt sich eine Gruppe von
Gemeindemitgliedern und anderen Interessierten einmal im Monat mit
den Predigten des thüringischen Dominikaners und Theologieprofessors
Eckehart, die er 200 Jahre vor Martin Luther auf Deutsch
gehalten hat. Allein die Tatsache, dass er sich nicht in
lateinischer Sprache an Theologen, sondern direkt an das Volk
wendet, ist bemerkenswert. Er setzt zwar in seinen wortgewaltigen
deutschen Predigten das um, was er an Glaubenserkenntnissen
erarbeitet hat, weist aber auch den Weg, den jeder Mensch in seinem
Leben auf der Suche nach Gott gehen kann. Man hat ihn deshalb einen
"Lebemeister" genannt, im Unterschied zum "Lesemeister", der er als
Professor war. Die entscheidende Aussage Meister Eckeharts ist:
Entledige dich aller deiner Egoismen und ergebe dich mit deinem
Eigenwillen in den Willen Gottes - "Dein Wille geschehe!" In diesem
Augenblick der Gelassenheit geschieht in der Seele des Menschen
durch Gottes Gnade die Geburt des Sohnes, der wesensgleich mit dem
Vater ist.
Zu einer solchen Erkenntnis gelangte der Meister jedoch nicht durch
"mystische" Innenschau, sondern auf philosophischem Wege "im Licht
der Vernunft", die dem Menschen von Gott anvertraut ist. Fast 500
Jahre lang war es still um Meister Eckehart geworden, bis ihn die
deutsche Romantik und die Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts
(z.B. Erich Fromm "Haben oder Sein") wieder entdeckt hat. Seitdem
nimmt sein Einfluss auch in der evangelischen Theologie langsam aber
stetig zu, weil sie sich davon eine neue, tiefere Begründung des
christlichen Glaubens in Zeiten der Ratlosigkeit und esoterischen
Beliebigkeit versprechen darf.
„Der Mensch soll sich gewöhnen, sich in allen seinen Werken allzeit
in das Leben und Wirken unseres Herrn Jesu Christi hineinzubilden, in
all seinem Tun und Lassen, Leiden und Leben, und halte hierbei allzeit
ihn vor Augen, so wie er uns vor Augen gehabt hat.“ (Eckehart, Traktate,
S.76)
Wenn Sie Lust haben, mit uns der Predigt eines alten Meisters
nachzusinnen, die Einsamkeit Ihrer protestantischen Seele (H.C. Zander)
zu durchbrechen und die ein oder andere Perle auch für sich selbst zu
entdecken, sind Sie herzlich eingeladen bei uns einzusteigen.
Claus Henneberg/ Pfr. Johannes Taig
Literatur, Informationen und
Links zu Meister Eckehart:
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