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1. Buch Samuel Kapitel 5
Das Bild kehrt zurück zu den
kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Philistern und Israeliten
während der Richterzeit. Die Philister hatten die Bundeslade erbeutet. In
dieser Truhe befanden sich die von Gott dem Mose während der Wüstenzeit
nach dem Auszug aus Ägypten diktierten 10 Gebote auf Steintafeln
geschrieben. Man stellte sich vor, daß Gott selbst im Bereich dieser
Truhe/Lade thronte:
5:1 Die Philister brachten
die Lade Gottes, die sie erbeutet hatten, von Eben-Eser nach Aschdod.
2 Dann nahmen sie die Lade Gottes, brachten sie in den Tempel (ihres
Gotttes) Dagons und stellten sie neben Dagon auf.
3 Als die Einwohner von Aschdod aber am nächsten Morgen aufstanden, war
Dagon vornüber gefallen und lag vor der Lade des Herrn mit dem Gesicht auf
dem Boden. Sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an seinen Platz.
4 Doch als sie am nächsten Morgen in der Frühe wieder aufstanden, da war
Dagon wieder vornüber gefallen und lag vor der Lade des Herrn mit dem
Gesicht auf dem Boden. Dagons Kopf und seine beiden Hände lagen
abgeschlagen auf der Schwelle. Nur der Rumpf war Dagon geblieben.
5 Deshalb treten die Priester Dagons und alle, die in den Tempel Dagons
kommen, bis zum heutigen Tag nicht auf die Schwelle des Dagon von Aschdod.
6 Die Hand des Herrn lastete schwer auf den Einwohnern von Aschdod, und er
versetzte sie in Schrecken und schlug Aschdod und sein Gebiet mit der
Beulenpest.
7 Als die Einwohner von Aschdod sahen, was geschah, sagten sie: Die Lade
des Gottes Israels darf nicht bei uns bleiben; denn seine Hand liegt
schwer auf uns und auf unserem Gott Dagon.
8 Sie sandten (Boten) zu allen Fürsten der Philister, riefen sie bei sich
zusammen und fragten sie: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels
machen? Die Fürsten erklärten: Die Lade des Gottes Israels soll nach Gat
hinüberziehen. Darauf brachte man die Lade des Gottes Israels nach Gat.
9 Doch nachdem man sie nach Gat gebracht hatte, kam die Hand des Herrn
über diese Stadt und versetzte sie in gewaltigen Schrecken. Er schlug die
Leute der Stadt, vom Kleinsten bis zum Größten, so daß Pestbeulen bei
ihnen aufbrachen.
10 Darauf schickte man die Lade Gottes nach Ekron. Als die Lade Gottes
nach Ekron kam, schrien die Einwohner von Ekron auf und sagten: Sie
bringen die Lade des Gottes Israels zu uns herüber, um uns und unser Volk
zu töten.
11 Darauf sandten sie (Boten) zu allen Fürsten der Philister, riefen sie
zusammen und sagten: Schafft die Lade des Gottes Israels fort! Sie soll an
den Ort zurückkehren, an den sie gehört, und nicht uns und unser Volk
töten. Denn ein tödlicher Schrecken lag über der ganzen Stadt; die Hand
Gottes lastete schwer auf ihr.
12 Die Leute, die nicht starben, waren mit Pestbeulen geschlagen, und der
Hilfeschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.
David, von dem die folgenden Bilder erzählen,
wird die zurückgekehrte Lade Gottes nach Jerusalem bringen, wo sein Sohn
Salomo, statt des bisher für die Lade üblichen Zeltes einen Tempel bauen
läßt.
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