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2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 3
Mose hatte einen ägyptischen
Aufseher erschlagen:
15 Der Pharao hörte von
diesem Vorfall und wollte Mose töten; Mose aber entkam ihm. Er wollte in
Midian bleiben und setzte sich an einen Brunnen.
16 Der Priester von Midian hatte sieben Töchter. (...)
21 Mose entschloß sich, bei dem Mann zu bleiben, und dieser gab seine
Tochter Zippora Mose zur Frau.
22 Als sie einen Sohn gebar, nannte er ihn Gerschom (Ödgast) und sagte:
Gast bin ich in fremdem Land.
23 Nach vielen Jahren starb der König von Ägypten. Die Israeliten stöhnten
noch unter der Sklavenarbeit; sie klagten, und ihr Hilferuf stieg aus
ihrem Sklavendasein zu Gott empor.
24 Gott hörte ihr Stöhnen, und Gott gedachte seines Bundes mit Abraham,
Isaak und Jakob.
25 Gott blickte auf die Söhne Israels und gab sich ihnen zu erkennen.
3:1 Mose weidete die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des
Priesters von Midian. Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus
und kam zum Gottesberg Horeb.
2 Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem
Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und
verbrannte doch nicht.
3 Mose sagte: Ich will dorthin gehen und mir die außergewöhnliche
Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht?
4 Als der Herr sah, daß Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott
ihm aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
5 Der Herr sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der
Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.
6 Dann fuhr er fort: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams,
der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht; denn
er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
7 Der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen,
und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr
Leid.
8 Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus
jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem
Milch und Honig fließen, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter,
Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.
9 Jetzt ist die laute Klage der Israeliten zu mir gedrungen, und ich habe
auch gesehen, wie die Ägypter sie unterdrücken.
10 Und jetzt geh! Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk, die
Israeliten, aus Ägypten heraus!
11 Mose antwortete Gott: Wer bin ich, daß ich zum Pharao gehen und die
Israeliten aus Ägypten herausführen könnte?
12 Gott aber sagte: Ich bin mit dir; ich habe dich gesandt, und als
Zeichen dafür soll dir dienen: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt
hast, werdet ihr Gott an diesem Berg verehren.
13 Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und
ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie
mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen darauf sagen?
14 Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin der "Ich-bin-da". Und er fuhr
fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der "Ich-bin-da" hat mich zu
euch gesandt.
15 Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott
eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat
mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer, und so wird man mich
nennen in allen Generationen.
16 Geh, versammle die Ältesten Israels, und sag ihnen: Jahwe, der Gott
eurer Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, ist mir erschienen und
hat mir gesagt: Ich habe sorgsam auf euch geachtet und habe gesehen, was
man euch in Ägypten antut.
17 Darum habe ich beschlossen, euch aus dem Elend Ägyptens hinaufzuführen
in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und
Jebusiter, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen.
18 Wenn sie auf dich hören, so geh mit den Ältesten Israels zum König von
Ägypten; sagt ihm: Jahwe, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. Und
jetzt wollen wir drei Tagesmärsche weit in die Wüste ziehen und Jahwe,
unserem Gott, Schlachtopfer darbringen.
19 Ich weiß, daß euch der König von Ägypten nicht ziehen läßt, es sei
denn, er würde von starker Hand dazu gezwungen.
20 Erst wenn ich meine Hand ausstrecke und Ägypten niederschlage mit allen
meinen Wundern, die ich in seiner Mitte vollbringe, wird er euch ziehen
lasse. (...)
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