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2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 1 Vers 1 bis
Kapitel 2 Vers 15
Josef, der jüngste Sohn Jakobs
(Israels) war nach Ägypten verkauft worden. Er gewann dort das Ansehen
des Pharaos und holte seinen Vater samt seiner gesamte Familie nach:
1:1 Das sind die Namen
der Söhne Israels, die nach Ägypten gekommen waren - mit Jakob waren sie
gekommen, jeder mit seiner Familie (...):
5 Zusammen waren es siebzig Personen; sie alle stammten von Jakob ab.
Josef aber war bereits in Ägypten.
6 Josef, alle seine Brüder und seine Zeitgenossen waren gestorben.
7 Aber die Söhne Israels waren fruchtbar, so daß das Land von ihnen
wimmelte. Sie vermehrten sich und wurden überaus stark; sie bevölkerten
das Land.
8 In Ägypten kam ein neuer König an die Macht, der Josef nicht gekannt
hatte.
9 Er sagte zu seinem Volk: Seht nur, das Volk der Israeliten ist größer
und stärker als wir.
10 Gebt acht! Wir müssen überlegen, was wir gegen sie tun können, damit
sie sich nicht weiter vermehren. Wenn ein Krieg ausbricht, können sie sich
unseren Feinden anschließen, gegen uns kämpfen und sich des Landes
bemächtigen.
11 Da setzte man Fronvögte über sie ein, um sie durch schwere Arbeit unter
Druck zu setzen. Sie mußten für den Pharao die Städte Pitom und Ramses als
Vorratslager bauen.
12 Je mehr man sie aber unter Druck hielt, um so stärker vermehrten sie
sich und breiteten sie sich aus, so daß die Ägypter vor ihnen das Grauen
packte.
13 Daher gingen sie hart gegen die Israeliten vor und machten sie zu
Sklaven.
14 Sie machten ihnen das Leben schwer durch harte Arbeit mit Lehm und
Ziegeln und durch alle möglichen Arbeiten auf den Feldern. So wurden die
Israeliten zu harter Sklavenarbeit gezwungen.
15 Zu den hebräischen Hebammen - die eine hieß Schifra, die andere Pua -
sagte der König von Ägypten:
16 Wenn ihr den Hebräerinnen Geburtshilfe leistet, dann achtet auf das
Geschlecht! Ist es ein Knabe, so laßt ihn sterben! Ist es ein Mädchen,
dann kann es am Leben bleiben. (...)
2:1 Ein Mann aus einer levitischen Familie ging hin und nahm eine Frau aus
dem gleichen Stamm.
2 Sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Weil sie sah, daß es ein
schönes Kind war, verbarg sie es drei Monate lang.
3 Als sie es nicht mehr verborgen halten konnte, nahm sie ein
Binsenkästchen, dichtete es mit Pech und Teer ab, legte den Knaben hinein
und setzte ihn am Nilufer im Schilf aus.
4 Seine Schwester blieb in der Nähe stehen, um zu sehen, was mit ihm
geschehen würde.
5 Die Tochter des Pharao kam herab, um im Nil zu baden. Ihre Dienerinnen
gingen unterdessen am Nilufer auf und ab. Auf einmal sah sie im Schilf das
Kästchen und ließ es durch ihre Magd holen.
6 Als sie es öffnete und hineinsah, lag ein weinendes Kind darin. Sie
bekam Mitleid mit ihm, und sie sagte: Das ist ein Hebräerkind.
7 Da sagte seine Schwester zur Tochter des Pharao: Soll ich zu den
Hebräerinnen gehen und dir eine Amme rufen, damit sie dir das Kind stillt?
8 Die Tochter des Pharao antwortete ihr: Ja, geh! Das Mädchen ging und
rief die Mutter des Knaben herbei.
9 Die Tochter des Pharao sagte zu ihr: Nimm das Kind mit, und still es
mir! Ich werde dich dafür entlohnen. Die Frau nahm das Kind zu sich und
stillte es.
10 Als der Knabe größer geworden war, brachte sie ihn der Tochter des
Pharao. Diese nahm ihn als Sohn an, nannte ihn Mose und sagte: Ich habe
ihn aus dem Wasser gezogen.
11 Die Jahre vergingen, und Mose wuchs heran. Eines Tages ging er zu
seinen Brüdern hinaus und schaute ihnen bei der Fronarbeit zu. Da sah er,
wie ein Ägypter einen Hebräer schlug, einen seiner Stammesbrüder.
12 Mose sah sich nach allen Seiten um, und als er sah, daß sonst niemand
da war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.
13 Als er am nächsten Tag wieder hinausging, sah er zwei Hebräer
miteinander streiten. Er sagte zu dem, der im Unrecht war: Warum schlägst
du deinen Stammesgenossen?
14 Der Mann erwiderte: Wer hat dich zum Aufseher und Schiedsrichter über
uns bestellt? Meinst du, du könntest mich umbringen, wie du den Ägypter
umgebracht hast? Da bekam Mose Angst und sagte: Die Sache ist also bekannt
geworden.
15 Der Pharao hörte von diesem Vorfall und wollte Mose töten; Mose aber
entkam ihm.
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