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Die Maßnahme
Die
Kirchengemeinde Hospitalkirche restauriert im Jahr 2005
den wertvollen Altar
und den Kanzeldeckel,
sowie den Epitaph "Teich von Bethesda"
und in der Kirche vorhandene Figuren.
Das letzte Mal
geschah dies 1905.
Zur
Restaurierung der Kunstwerke wurden
folgende Arbeiten
durchgeführt:
- Erneuerung der Bankheizung (notwendig um ein
erneutes Verrußen der Kirche zu vermeiden)
- Erneuerung des Putzes an der Vorstadtseite
- Erneuerung des Innenanstrichs
- Reinigung und Restaurierung des spätgotischen
Marienaltars (1511) inklusive aller Figuren, Reliefs und Gemälde
- Reinigung und Restaurierung von Kanzel (1561)
und Kanzeldeckel (1693)
- Sicherung und Restaurierung des Epitaphs
„Teich von Bethesda“ (1541)
- Reinigung verschiedener Figuren
(Altarkruzifix, Madonna und Kruzifixus in der Taufecke, David an
der Orgelempore, 1690).
- Da schräg einfallendes Sonnenlicht zu
Schäden an Gemälden und Figuren geführt hat,
wurden die Fenster an der
Südseite mit einer speziellen UV- und Wärmeschutzfolie
beschichtet (Frühjahr 2007).
Wir danken
herzlich allen, die uns unterstützt haben:
- den Spendern der Hospitalkirchengemeinde und
allen Freunden der Hospitalkirche nah und fern
- dem "Verschönerungsverein Hof"
- der "Hermann und Bertl Müller Stiftung"
- der "Sparkassenstiftung"
- der "Oberfrankenstiftung"
- der "Bayerischen Landesstiftung"
- der "Viessmann-Stiftung"
- dem Bayerischen Landesamt für
Denkmalpflege -
auch
für Beratung und Begleitung
- dem Hofer Anzeiger für die ausführliche
Berichterstattung.
Wir danken den
Handwerkern für ihre gute Arbeit:
- Frau
Jutta Minor mit Team für die
Restaurierung des Altars.
- Herrn
Schoeller mit Team für
Restaurierung von Kanzel, Figuren und Epitaph.
- der Firma Brecheis für die
Malerarbeiten.
- dem Baugeschäft Czarnetzki für Putz und
Schmutz.
- dem Ingenieurbüro Illmayer für die Erneuerung
der Heizung.
- Herrn Architekt Hornfeck für die
Gesamtleitung, gute Nerven und jede Menge Geduld.
Ein besonderer Dank gilt dem Mesner
der Hospitalkirche, Herrn Neubert, der keine Mühen gescheut hat, die
Kirche jedes Wochenende wieder für den Gottesdienst bereit zu
machen. Nur ein einziges Mal, während der Malerarbeiten, musste der
Gottesdienst ausfallen. Die Gemeinde war in die Friedenskirche
Zedtwitz eingeladen.
Und dann mussten die restaurierten
Kunstwerke noch ins rechte Licht gerückt werden ...
Auch von Seiten des
Denkmalschutzes wurde
begrüßt, sich im Zuge der Maßnahmen über
die Beleuchtung der Hospitalkirche Gedanken zu machen, damit ihre
restaurierten Kunstwerke auch zur Wirkung kommen.
Im Januar 2006 wurden zwei neue Strahler
zur Altarbeleuchtung als
Ersatz für einen bereits vorhandenen
angebracht.
Im Herbst 2006 gab das Landesamt für
Denkmalpflege grünes Licht für folgende Maßnahmen:
-
Die beiden
Messingleuchter von 1710 und 1711 werden restauriert; ebenso die
Wandleuchten der Emporen (Firma
Lahr).
-
Anstelle der vier
Pendelleuchten in Tütenform, fertigt die Fa.
Leuchten Manufaktur Wurzen
zylindrische Beleuchtungs-körper, die sowohl nach unten, wie nach
oben an die Decke strahlen.
-
Alle Beleuchtungskörper
werden dimmbar ausgeführt. Hierzu ist der Einbau von
elektronischen Komponenten erforderlich. Die Gesamtkosten werden
auf 20.000 € geschätzt.
Im April und
Mai 2007 war es soweit. Die Fa. Lahr demontierte am 17. April die
Messingleuchter von 1710 und 1711 und restauriert sie in ihren
Werkstätten in Freital bei Dresden, ebenso die Wandleuchten an den
Emporen. Unerwartet erweisen sich die elektrischen Leitungen als
wirklich historisch. Sie sind noch mit Stoff ummantelt. Neue
Leitungen mussten verlegt werden. Am 3. Mai kehrten die Lampen
zurück. Der Erfolg der Restaurierung fand großen Beifall. (Bericht
siehe unten)
In der gleichen Woche
trafen die vier neuen Leuchtkörper der Fa. Leuchten Manufaktur
Wurzen ein. Durch sie werden die vier einfachen Metalllampen in
Tütenform ersetzt. Die neuen zylindrischen Leuchtkörper strahlen
sowohl nach unten - wie bisher - haben aber nach oben je drei
Halogenstrahler, durch die auch eine Beleuchtung der Kassettendecke
von 1688 und ihrer Bilder möglich wird.
Der Präses der EKD, Bischof Wolfgang Huber
sagte in seiner Rede beim Kirchenbautag in Stuttgart im September
2005: Die Kirchengebäude sind die
Schlüsselräume für die Zukunft der Kirche. Darum ist auch eine
geschickte Beleuchtung der Kirchen, innen und außen, eine die
Dimensionen des Raumes im wahrsten Sinne des Wortes "erhellende"
Beleuchtung, ebenso wünschenswert wie eine in und an den Kirchen
eingerichtete soziale Arbeit, die Menschen in ihrem Kummer nicht nur
als Bittsteller, sondern als „Gäste Gottes“ wahrnimmt. Auf diese und
andere Weise stellen wir „unser Licht nicht unter den Scheffel“ (Mt.
5,15).
Ihr Licht unter den Scheffel stellen, sollte
unsere Gemeinde wirklich nicht! Denn unsere Kirche hält mit ihren
vielen Bildern und Figuren eine eigene Predigt des Evangeliums.
Wir bitten Sie
deshalb, uns auch weiterhin zu unterstützen.
Ihr Pfarrer Johannes
Taig
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Der
Altar vor der Restaurierung
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Der Altar der Hospitalkirche: 1511 in St.
Michaelis geweiht. Seit 1557 befindet er sich in der Hospitalkirche.
Mehr erfahren Sie unter
Geschichte der Kirche.
Im Oktober 1946 schrieb Dr. Edgar Schindler: „Der Altar der
Hospitalkirche ist zusammen mit den Bildtafeln des Hertnid - Altars
der Lorenzkirche das kostbarste Werk der Bildenden Kunst innerhalb
der Mauern Hofs in öffentlichem Besitze. Er ist umso mehr der
Beachtung wert, als die Stadt Hof im übrigen seit der Abwanderung
des "Hofer Altars" als Geschenk für König Ludwig den Ersten in die
Münchner Alte Pinakothek und seit des großen Stadtbrandes von 1823
nur herzlich wenig bemerkenswerte Kunstdenkmäler aufzuweisen hat.
Ein gütiges Geschick hat den Altar der Hospitalkirche in unserer
kunstarmen Stadt erhalten - eine Verpflichtung für uns, das Ererbte
uns durch liebende Verehrung und durch eindringende Erarbeitung
innerlich zu eigen zu machen.“
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Die
heilige Barbara rechts von Maria nach der Restaurierung

Die
Heilige Katharina links von Maria nach der Restaurierung

Drei
Apostel - Gemälde auf dem linken Flügel des Mittelschreins.
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