Gefragte Gottesdienste am Heiligen Abend

Hof.  So viele Menschen wie noch nie seit der Jahrtausendwende sind letztes Jahr am Heiligen Abend in die Kirche gegangen. Das zeigt die Statistik des evangelischen Dekanats Hof für 2014. So besuchten fast 39 Prozent der Gemeindemitglieder einen Gottesdienst am 24.Dezember, rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. Keine signifikanten Veränderungen gibt es dagegen bei den anderen Gottesdiensten. Am ersten Sonntag der Passionszeit und am Karfreitag waren etwas mehr Personen in der Kirche als in 2013. Ihre Zahl stieg leicht von 3,0 auf 3,3 Prozent bzw. von 4,2 und 4,4 Prozent. Dagegen gingen am Erntedankfest weniger Menschen in die Kirche (8,4 statt 9,1 Prozent).

In den 26 Kirchengemeinden des Dekanats gab es im letzten Jahr mit 373 Taufen so viele wie 2013. Vor den Traualtar traten 111 Paare. Ein Jahr zuvor war es ein Paar mehr. Weniger Menschen als 2013 wurden bestattet. Ihre Zahl sank von 720 auf 681. „Leider kommen auf eine Taufe fast zwei Bestattungen“, kommentiert Dekan Günter Saalfrank die Situation. Die demografische Entwicklung sei auch der Hauptgrund, dass immer weniger Menschen im Dekanatsbezirk leben. Waren es 2013 noch 46.546 Kinder, Frauen und Männer, zählten die Kirchengemeinden im letzten Jahr 45.651 Mitglieder.

Mehr Menschen als 2013 verließen im Vorjahr die evangelische Kirche. Die Zahl stieg von 160 auf 206. „Auch wenn dies nur 0,45 Prozent der Gemeindeglieder sind, ist jeder Kirchenaustritt einer zu viel“, erklärt  Dekan Saalfrank. In die Kirche traten 25 Personen ein, drei weniger als ein Jahr zuvor.

Für Aufgaben in den einzelnen Gemeinden wurde 2014 deutlich mehr gespendet als 2013. Die Gaben stiegen von 787.966 auf 844.420 Euro. Pro Kopf bedeutet das ein Plus von 16,93 auf 18,49 Euro.