Extremismusprävention wird fortgesetzt

Hof/Regnitzlosau. Die Projektstelle "Jugendarbeit und Extremismusprävention" in Regnitzlosau wird wieder besetzt. Am 1. April tritt die Sozialpädagogin Jennifer Bernreuther die Nachfolge von Diakonin Sabine Dresel an, die Ende letzten Jahres ihren Dienst beendet hat. Berneuther, die in Bayreuth geboren wurde und zuletzt in Eckersdorf (Landkreis Bayreuth) lebte, freut sich auf die neue Aufgabe: "Die Beschäftigung mit Extremismus und Extremismusprävention ist mir ein persönliches Anliegen." Die Sozialpädagogin ist neben der Kinder- und Jugendarbeit in der evangelischen Kirchengemeinde Regnitzlosau zuständig für die kommunale Jugendarbeit in Regnitzlosau sowie mitverantwortlich für Extremismusprävention im Landkreis Hof.

Die im Jahr 2013 ins Leben gerufene Projektstelle stellt eine wohl bayernweit einzigartige Form der Zusammenarbeit kirchlicher und kommunaler Träger dar: Ein Dekanat, eine Kirchengemeinde, eine politische Gemeinde sowie ein Landkreis ziehen gemeinsam an einem Strang im Blick auf Extremismusprävention. Finanziell  unterstützt wurde die Stelle bislang noch durch eine Spendenaktion südbayerischer Gemeinden unter dem Motto „Bunt statt braun“. 

Das Thema  „Rechtsextremismus“ bleibt nach den Worten des Hofer Dekans Günter Saalfrank in der Region weiter aktuell, auch wenn „dem braunen Spuk durch die Beschlagnahmung des Hauses Nr. 47 in Oberprex sowie dem Verbot des Freien Netzes Süd im Juli 2014 ein Riegel vorgeschoben wurde“. So hätten sich die Aufgaben in der Projektstelle geändert: Weg von der aktuellen Bedrohung durch Aufmärsche und Aktionen hin zu präventiver Arbeit in Kinder- und Jugendarbeit, in Schulen und Ausbildungsstätten sowie in Kirchengemeinden und Kommunen.

Getragen wird die bis 31.Dezember 2022 befristete Stelle vom Dekanat Hof, der politischen Gemeinde Regnitzlosau sowie vom Landkreis Hof. Die Beteiligten freuen sich, dass die Jugendarbeit und Extremismusprävention mit Jennifer Bernreuther nun fortgesetzt werden kann.