Erklärung des Runden Tisches der Religionen in Hof

Der Runde Tisch der Religionen in Hof verurteilt das Attentat auf die Synagoge in Halle auf das Schärfste. Besonders gedenkt er der beiden Personen, die bei diesem Attentat ums Leben kamen. Die Mitglieder des Runden Tisches sind tief erschüttert, dass extremistische Attentate selbst vor Gotteshäusern nicht Halt machen. Diese sind Stätten des Friedens und nicht des Blutvergießens. Antisemitismus und Rechtsextremismus dürfen in unserer Gesellschaft keinen Raum haben und müssen nachdrücklich verfolgt werden. Auch Äußerungen, die antisemitischen Gedanken und politischem Extremismus Vorschub leisten, ist friedlich, aber entschieden entgegen zu treten. Der Runde Tisch der Religionen setzt sich ausdrücklich für den Schutz von Gotteshäusern und für ein friedliches und auf gegenseitigem Verständnis basierendes Zusammenleben von Mitgliedern verschiedener Religionen ein.  

Dem „Runden Tisch der Religionen in Hof“ gehören Vertreter von evangelischer und katholischer Kirche, muslimischen Gemeinden, der alevitischen Gemeinde sowie der israelitischen Kultusgemeinde an. Die Mitglieder des Rundes Tisches treffen sich seit 2006 zweimal im Jahr reihum zum Gedankenaustausch. Ihnen liegt ein friedliches Miteinander von Menschen verschiedener Religionen in der Stadt Hof am Herzen.